Tesla ändert Strategie: Autonome Fahrzeuge, Cybercab und das Ende des Model S | Globale Auto-News automotive24.center

Tesla verlagert den Fokus: Das Ende der Ära traditioneller Modelle und die Wette auf Autonomie

Was ist passiert?

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Zu Beginn des Jahres 2026 hat Tesla signalisiert, dass sie sich einem bedeutenden Wendepunkt in ihrer Geschichte nähert. Das Unternehmen wendet sich schrittweise von der Weiterentwicklung von Fahrzeugen ab, die für die klassische Steuerung durch einen Fahrer konzipiert sind, und positioniert sich zunehmend klarer auf dem Weg zu autonomen Transportlösungen. Diese Veränderungen betreffen sowohl das aktuelle Modellprogramm als auch die Pläne für neue Fahrzeuge.

Ende des Lebenszyklus von Model S und Model X

Eine der auffälligsten Maßnahmen war die Entscheidung, die Produktion der Model S und Model X einzustellen. Das erste Modell ist seit etwa vierzehn Jahren auf dem Markt, das zweite seit mehr als elf Jahren. In der Automobilindustrie handelt es sich dabei um eine sehr lange Laufzeit, und die meisten Hersteller bringen in diesem Zeitraum mehrere Generationen von Nachfolgern auf den Markt. Tesla hat diese Modelle jedoch lange Zeit ohne grundlegende Überarbeitung beibehalten, was letztlich zu ihrer Streichung aus dem Programm ohne direkten Ersatz führte.

Offiziell begründet das Unternehmen diese Entscheidung mit der Notwendigkeit, Produktionskapazitäten für andere Projekte freizumachen. Tatsächlich ist die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen jedoch deutlich zurückgegangen, und es gab keine Weiterentwicklung neuer Flaggschiff-Limousinen oder Crossover. Tesla hat sich daher dafür entschieden, diesen Bereich zu schließen, anstatt in neue Generationen zu investieren.

Übergang vom Automobilhersteller zum Anbieter von Mobilitätslösungen

Parallel dazu spricht die Unternehmensführung zunehmend von der Transformation Teslas vom klassischen Automobilhersteller hin zu einem Anbieter von Mobilitätsdiensten. Eine zentrale Rolle in dieser Strategie spielen vollständig autonome Fahrzeuge. Laut den Aussagen plant das Unternehmen langfristig, ausschließlich solche Fahrzeuge zu produzieren, die keine aktive Beteiligung eines Fahrers erfordern.

Ein Schlüsselelement dieses Kurses soll das Cybercab-Projekt sein – ein spezialisierter autonomer Wagen, dessen Markteinführung für April angekündigt wurde. Wie bei vergleichbaren Projekten üblich, sind die Zeitpläne jedoch eher orientierend, und der tatsächliche Produktionsstart kann sich verschieben.

Die Ausnahme: der neue Roadster

Das einzige Fahrzeug, das formal außerhalb dieses Konzepts bleibt, ist der Roadster der zweiten Generation. Auch sein Serienstart ist für April angekündigt, obwohl seit der Präsentation des Konzepts fast zehn Jahre vergangen sind. Das Projekt wurde mehrfach verschoben, und die ursprünglich angekündigten Leistungsdaten – Beschleunigung auf 100 km/h in unter 2 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 400 km/h – wirken nach dieser Zeit nicht mehr einzigartig.

Der erwartete Preis des Roadster liegt bei etwa 230.000 Euro und positioniert ihn damit im Segment teurer Imagefahrzeuge. Vor dem Hintergrund zunehmender Konkurrenz und der langen Entwicklungspause bleibt offen, wie bedeutend dieses Projekt für das Unternehmen tatsächlich werden wird.

Fazit und kurzfristige Perspektiven

Die angekündigten Veränderungen zeigen Teslas Bestreben, den Schwerpunkt von der traditionellen Automobilproduktion auf autonome Technologien und neue Mobilitätsformen zu verlagern. Gleichzeitig wird die aktuelle Modellpalette noch lange eine wichtige Rolle im Geschäft des Unternehmens spielen, während die Umsetzung der ambitionierten Pläne für autonome Fahrzeuge maßgeblich von deren praktischer Reife und der tatsächlichen Marktnachfrage abhängt.