Mazda 3 III (2013–2019) Schwachstellen & häufige Probleme | Gebrauchtwagen-Ratgeber

Schwachstellen und typische Probleme der Mazda 3 III (BM / BN) (2013–2019) – Das müssen Sie vor dem Gebrauchtwagenkauf wissen

Die Mazda 3 der dritten Generation (BM / BN) wurde von 2013 bis 2019 gebaut und ist ein dynamischer Kompaktklasse-Wagen mit Skyactiv-Technologie und sportlichem Fahrverhalten

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In diesem Beitrag beleuchten wir die wichtigsten Schwachstellen und häufig gemeldeten Probleme der Mazda 3 dritten Generation – basierend auf Erfahrungen von Besitzern und den typischen Einsatzbedingungen in Deutschland. So können potenzielle Käufer die Risiken beim Gebrauchtwagenkauf realistisch einschätzen. Suchbegriffe wie „Mazda 3 Schwachstellen“, „Mazda 3 2014–2019 Probleme“ oder „Mazda 3 Gebrauchtwagen zuverlässig“ tauchen in Foren und Bewertungen sehr häufig auf. Für die vollständigen technischen Daten, Innenraumfotos und Fahrberichte schauen Sie in die anderen Teile der Serie.

Wichtigste Schwachpunkte und Besonderheiten der Baureihe

Besitzer der Mazda 3 III berichten immer wieder von mehreren Punkten, die den Alltag beeinflussen. Der reale Stadtverbrauch der Skyactiv-G-Benziner (2.0 Liter) liegt meist bei 8,5–10,5 l/100 km – je nach Fahrstil, Verkehr und Klimaanlagennutzung – und damit etwas höher als viele von einem Kompaktwagen erwarten. Auf der Autobahn sinkt der Wert auf 5,5–6,8 l/100 km, steigt aber bei voller Beladung oder Stau deutlich an. Diesel-Varianten Skyactiv-D 2.2 sind in Deutschland sehr selten und fast ausschließlich als EU-Import zu finden.

Das Infotainment mit 7- bis 8,8-Zoll-Display reagiert in frühen Modellen oft träge. Die Werksnavigation (falls vorhanden) benötigt regelmäßige Karten-Updates und Apple CarPlay/Android Auto kamen erst nach dem Facelift in höheren Ausstattungslinien. Die Geräuschdämmung ist durchschnittlich: ab ca. 120–130 km/h werden Abroll- und Windgeräusche – vor allem aus Radhäusern und Außenspiegeln – deutlich hörbar und können auf langen Autobahnfahrten ermüdend wirken.

Die Innenraum-Materialien sind für die Klasse solide, aber die harten Kunststoffe im unteren Bereich von Armaturenbrett und Türen kratzen schnell. Der Lack ist dünn und neigt stark zu Steinschlägen an Haube, Stoßfänger und Spiegeln. Die Skyactiv-Motoren mit hoher Verdichtung erfordern Spezialwerkzeuge zur Ventileinstellung und Original-Karosserieteile (Stoßfänger, Scheinwerfer, Kotflügel) sind teuer – meist 400–1.200 € pro Teil. Nachbauten gibt es, die Qualität schwankt jedoch stark. Normale Wartungskosten sind fair, aber unerwartete Reparaturen (Steuerkette, Fahrwerkskomponenten, Getriebe) können schnell teuer werden.

Baujahr und Versionen – worauf besonders achten

Frühe Modelle 2013–2015 (vor Facelift BM) zeigen häufiger Öllecks an der vorderen Steuerkettenabdeckung (vor allem bei 2.0 und 2.5), defekte Keilriemenspanner und sporadische elektrische Probleme (Wischer, Außenspiegel). Bei einigen Fahrzeugen 2014–2015 gab es Rückrufe wegen Bremsen und möglicher Korrosion im Kraftstoffsystem in bestimmten Regionen.

Nach dem Facelift 2017–2019 (BN) wurden spürbare Verbesserungen umgesetzt: bessere Dämmung, reaktionsschnelleres Infotainment, verstärkte Karosseriepartien und stabilere Elektronik. Die hochverdichteten Skyactiv-G-Motoren verbrauchen bei guter Pflege kaum Öl. Insgesamt gelten die Facelift-Modelle 2017–2019 als die zuverlässigsten auf dem Gebrauchtmarkt.

Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland

In Deutschland dominieren europäische Spezifikationen, oft aus EU-Import, mit Laufleistungen zwischen 140.000 und 240.000 km. Rost ist in salzarmen Regionen selten ein großes Thema, aber in Gebieten mit starkem Winterdienst (z. B. Norddeutschland, Bayern mit viel Salz) sollten Radläufe, Schweller und Türunterkanten genau kontrolliert werden. Der dünne Lack führt fast immer zu Steinschlagschäden an Haube und Front nach 5–8 Jahren.

Der Serviceverlauf ist entscheidend: Fahrzeuge ohne nachweisbare Historie haben oft versteckte Defekte wie gestreckte Steuerketten, ruckelnde Automatikgetriebe oder verschlissene Fahrwerksteile. Die Echtheit von Teilen lässt sich über die Fahrgestellnummer prüfen; einige Komponenten sind mit älteren Ford-Modellen kompatibel. Tachomanipulation kommt immer noch vor – eine professionelle Diagnose ist Pflicht. Typische Angebote liegen aktuell bei ca. 11.000–21.000 € für solide Exemplare (meist 2.0 Skyactiv-G mit Automatik in mittleren bis gehobenen Ausstattungen wie Sports-Line oder Exclusive, je nach Zustand und Kilometerstand).

Was sich beheben lässt und Kosten für guten Zustand

Viele Schwachstellen der Mazda 3 III lassen sich gut nachbessern. Zusätzliche Dämmmaterialien in Türen, Boden und Radhäusern senken den Geräuschpegel spürbar (ca. 10–20 %). Ein Upgrade des Infotainments mit Aftermarket-Modulen inklusive kabellosem CarPlay/Android Auto behebt viele Bedien- und Navigationsprobleme. Abgenutzte Sitze und Kunststoffe können neu bezogen oder durch gebrauchte Originalteile ersetzt werden.

Eine Fahrwerksüberholung (Dämpfer, Stabilisatoren, Buchsen) bringt deutlich mehr Komfort auf schlechten Straßen. Eine professionelle Hohlraum- und Unterbodenkonservierung schützt langfristig vor Rost – besonders wichtig bei Fahrzeugen aus salzintensiven Regionen. Halten Sie den Wartungsplan ein: Ölwechsel alle 10.000–15.000 km mit hochwertigem Synthetiköl, regelmäßige Bremskontrolle usw.

Beim Kauf sinnvoll: 10–20 % des Kaufpreises für sofortige Maßnahmen einplanen (Reifen, Bremsen, Dämmung, Achsvermessung) sowie ca. 5–8 % jährlich für normale Unterhaltskosten. Bei über 200.000 km kann der Aufwand für eine Generalüberholung (z. B. Getriebe) deutlich höher ausfallen.

Fazit und Kaufempfehlung

Im Jahr 2026 bleibt die Mazda 3 dritter Generation eine attraktive Gebrauchtwagen-Option für alle, die ein agiles Kompaktfahrzeug mit soliden Skyactiv-Motoren suchen – vorausgesetzt, man kauft sorgfältig geprüft. Die frühen Jahrgänge 2013–2015 nur mit lückenloser Historie nehmen; die Facelift-Modelle 2017–2019 bieten das beste Gesamtpaket aus Komfort, Zuverlässigkeit und Ausstattung.

Die ausgewogenste Variante für Deutschland ist der 2.0 Skyactiv-G (120–165 PS je nach Baujahr) mit 6-Gang-Automatik und Vorderradantrieb. Bei der Besichtigung besonders prüfen: Karosserie (Rostansätze, Steinschläge), Probefahrt (Getriebeverhalten, Fahrwerkgeräusche), Fehlerspeicher-Auslesen und lückenlose Wartungsnachweise. Eine gründliche Untersuchung in einer Mazda-spezialisierten Werkstatt ist die beste Absicherung vor dem Kauf.