Mitsubishi Outlander II (2007–2012) – Gebrauchtwagen-Test, Technik & Preise | Auto-News Deutschland | automotive24.center

Mitsubishi Outlander II (zweite Generation 2007–2012) – Ausführlicher Modelltest

Der Mitsubishi Outlander der zweiten Generation (2007–2012) markierte einen großen Entwicklungssprung beim beliebten japanischen SUV – mehr Platz, bessere Verarbeitung und höhere Alltagstauglichkeit

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Das Modell debütierte 2005 in Japan als Outlander, die offiziellen Verkäufe in Deutschland und Europa starteten 2007. Die Produktion lief bis 2012, mit einem umfangreichen Facelift 2009/2010, das der Front ein aggressiveres „Jet Fighter“-Design mit markanter trapezförmiger Niere verlieh.

Der Outlander basiert auf der globalen GS-Plattform (Global Small), die Mitsubishi zusammen mit Partnern (u. a. DaimlerChrysler) entwickelt hat. Sie sorgte für deutlich höhere Karosseriesteifigkeit, besseres Handling und mehr Innenraum im Vergleich zum Vorgänger. Wichtigste Merkmale: größere Abmessungen (Länge ca. 4.640 mm), optionale Siebensitzer-Bestuhlung, elektronisch geregelter Allradantrieb sowie die neuen 4B1-Benzinmotoren mit MIVEC-Ventilsteuerung. In Deutschland wurde das Modell meist einfach als Outlander bezeichnet, war jedoch deutlich größer als die erste Generation. Der Outlander 2007–2012 eroberte schnell viele Fans dank hoher Zuverlässigkeit, Alltagstauglichkeit und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was ist neu gegenüber dem Vorgänger?

Im Vergleich zur ersten Generation (2001–2008, in Japan als Airtrek bekannt) hat sich der Outlander II komplett verändert. Der Vorgänger basierte auf der Lancer-Plattform, war kompakter und eher straßenorientiert.

Die wichtigsten Neuerungen:

  • Plattform & Karosserie: Die neue GS-Plattform machte das Auto deutlich größer (Radstand auf 2.670 mm), steifer und sicherer. Der Innenraum wurde viel großzügiger, optional mit dritter Sitzreihe (7 Sitze).
  • Design: Moderner, dynamischer Auftritt mit fließenden Linien; nach dem Facelift 2010 aggressive „Jet Fighter“-Front. Innenraum deutlich hochwertiger, bessere Ergonomie und Materialanmutung.
  • Technik & Motoren: Neue Benziner: 2.0 (147 PS), 2.4 (170 PS) und 3.0 V6 (220–230 PS) mit MIVEC. In Europa zusätzlich Diesel 2.0–2.2 DI-D (PSA/VW). Getriebe: Schaltgetriebe, Automatik oder CVT-Variator.
  • Komfort: Bessere Geräuschdämmung, komfortabler abgestimmtes Fahrwerk, verstellbare Rücksitze und deutlich mehr Kofferraumvolumen (bis 1.691 l bei 5-Sitzern).
  • Sicherheit: Bis zu 7 Airbags, ABS, EBD, ESP in höheren Ausstattungen und sehr gute Euro-NCAP-Werte (4–5 Sterne).

Zusammengefasst wurde aus dem kompakten Crossover ein vollwertiges Familien-SUV mit deutlich mehr Komfort und Technik.

Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland

Auch 2026 gehört der Mitsubishi Outlander II noch zu den gefragten Gebraucht-SUVs in Deutschland. Hohe Zuverlässigkeit, günstige Ersatzteile und gute Geländetauglichkeit machen ihn bei Familien und Freizeitsportlern nach wie vor beliebt.

Auf Plattformen wie mobile.de und autoscout24.de gibt es regelmäßig 200–400 Angebote für Modelle 2007–2012. Die meisten Fahrzeuge stammen aus Deutschland oder anderen EU-Ländern, Laufleistungen liegen meist zwischen 180.000 und 320.000 km.

Orientierende Marktpreise in Deutschland (Stand Anfang 2026, nach aktuellen Inseraten):

  • Vor-Facelift (2007–2009): 4.500 – 8.500 €
  • Facelift (2010–2012): 7.000 – 11.500 €
  • Topversionen mit 3.0 V6 und Vollausstattung: bis 9.500–13.000 €

Am stärksten nachgefragt sind Modelle mit 2.4-Liter-Motor, Automatik- oder CVT-Getriebe, Allrad und gehobener Ausstattung (Leder, Schiebedach, Premium-Sound). Dieselversionen sind selten, werden aber wegen des Verbrauchs geschätzt.

Baujahr Durchschnittspreis (€) Anzahl Angebote (ca.)
2007–2009 (Vor-Facelift) 4.500 – 8.500 80–140
2010–2012 (Facelift) 7.000 – 11.500 100–180
Top mit 3.0 V6 9.000 – 13.000 25–50

Häufige Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt

In Deutschland wurde der Outlander II in mehreren, meist europäisch angepassten Ausstattungslinien angeboten. Typische Versionen:

  • Inform / Invite (Basis): Klimaanlage, elektrische Fensterheber, ABS, Frontairbags, Stoffpolster, Stahlfelgen. Meist 2.0 oder 2.4, häufig nur Frontantrieb.
  • Intense / Comfort: Klimaautomatik, Tempomat, Leichtmetallfelgen, Regensensor, Lichtsensor, Seitenairbags, ESP.
  • Instyle / Premium: Lederpolster, Sitzheizung, Rockford-Fosgate-Soundsystem, Glasschiebedach, Xenon, Rückfahrkamera.
  • Ultimate / Top (mit 3.0 V6): Vollausstattung: 7 Sitze, Automatik, Premium-Audio, Navigation (selten), Allrad mit Sperrfunktion.

Auf dem Gebrauchtmarkt dominieren Intense- und Instyle-Modelle mit 2.4-Liter und Allrad. Diesel (2.0 DI-D) sind selten, aber sehr gefragt.

Fazit

Der Mitsubishi Outlander II (2007–2012) ist auch heute noch eine sehr solide Wahl auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt, wenn man ein zuverlässiges, geräumiges und universell einsetzbares SUV zu fairem Preis sucht. Perfekt für Familien: großer Innenraum, optional 7 Sitze, riesiger Kofferraum und praktische Heckklappe. Im Alltag bietet er komfortables Fahrwerk und gute Handlichkeit, für Ausflüge Allrad und ausreichende Bodenfreiheit (215 mm).

Warum er überzeugt: extrem langlebige Motoren (oft über 300.000 km), günstige Unterhaltskosten, gute Wertstabilität. Nachteile: möglicher Ölverbrauch beim 2.4 ab ca. 200.000 km, dünner Lack, CVT-Getriebe braucht schonende Fahrweise.

Beim Kauf unbedingt prüfen:

  • Getriebezustand (warm Probe fahren!).
  • Karosseriegeometrie & Unfallhistorie (viele Importe aus USA/Osteuropa).
  • Fahrwerk und Allradanlage.
  • Motor auf Ölverbrauch und Kat-Zustand.

Wenn das Budget es zulässt, empfiehlt sich ein Facelift-Modell ab 2010 mit 2.4-Liter – hier stimmen Optik, Ausstattung und Zuverlässigkeit am besten. Der Outlander II bleibt bis heute eine sehr praxisgerechte und solide Wahl für deutsche Straßen und Familien.