Mitsubishi Outlander II (2007–2012) Innenraum: Cockpit, Ausstattungslinien & Facelift – auto-news.de | automotive24.center

Im Innenraum des Mitsubishi Outlander II (2007–2012): Cockpit, Ausstattungslinien & wichtige Updates

Der Innenraum des Mitsubishi Outlander II folgt der klassischen japanischen Formel der 2000er: maximale Funktionalität, solide Verarbeitung und dezente Optik ohne unnötigen Schnickschnack

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Der Innenraum des Mitsubishi Outlander 2007–2012 ist bewusst schlicht und funktional gehalten, mit überwiegend Hartplastik auf Armaturenträger und Türverkleidungen. Die Materialien sind nicht premium, aber solide und griffig – das Plastik fühlt sich angenehm an und bleibt bei normaler Pflege auch nach Jahren weitgehend knarrfrei.

Die Mittelkonsole ist übersichtlich: Vor dem Facelift dominiert eine klassische Anordnung mit manuellen Klimabedienelementen, CD-Radio und klar beschrifteten Tasten. Das Kombiinstrument ist mit weißer Beleuchtung sehr gut ablesbar und besitzt große, runde Instrumente. Das Multifunktionslenkrad (Audio- und Tempomat-Bedienung) ist ab den mittleren Ausstattungslinien serienmäßig an Bord.

Die Sitzposition ist angenehm: Die Vordersitze bieten ordentlichen Seitenhalt, Höhenverstellung des Sitzes und Teleskop-Lenkrad ermöglichen eine gute Anpassung für fast jede Körpergröße. Die Rückbank ist geräumig – der Radstand von 2670 mm sorgt für ausreichend Beinfreiheit und Kopffreiheit auch für Erwachsene. Die optionale dritte Sitzreihe (7-Sitzer) eignet sich nur für Kinder oder sehr kurze Strecken.

Der Kofferraum zählt zu den stärksten Argumenten: 541 Liter bei fünfsitziger Konfiguration, bis zu 1691 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank. Der doppelte Ladeboden bietet praktische Staufächer, und die berühmte „Klappe“ (untere Ladekante) erleichtert das Verstauen schwerer Gegenstände oder ermöglicht ein bequemes Sitzen am Rand. Hervorragende Alltagstauglichkeit für Familie, Freizeit und Urlaubsreisen.

Ausstattungslinien in Deutschland

In Deutschland wurde der Mitsubishi Outlander II in mehreren, an den europäischen Markt angepassten Ausstattungslinien angeboten. Typische Bezeichnungen: Basis (Inform/Invite), Intense, Instyle und die Topversion Ultimate bzw. Instyle Premium.

  • Basis (Inform/Invite): Stoffpolster, manuelle Klimaanlage, elektrische Fensterheber, einfaches CD-Radio, Stahlfelgen, Frontairbags. Häufig mit Frontantrieb und 2.0- oder 2.4-Liter-Motor.
  • Mittelklasse (Intense): Zweizonen-Klimaautomatik, Tempomat, Leichtmetallfelgen 16–18 Zoll, Regensensor & Lichtsensor, Seiten- und Vorhangairbags, MP3-fähiges Radio, Sitzheizung vorn.
  • Komfort/Luxus (Instyle): Leder- oder Teilleder-Ausstattung, elektrisch verstellbarer Fahrersitz, Premium-Soundsystem Rockford Fosgate (9 Lautsprecher + Subwoofer), Glasschiebedach (selten), Xenon-Scheinwerfer, Rückfahrkamera.
  • Topmodell (Ultimate mit 3.0 V6): Vollausstattung: Leder, Rockford-Sound, Navigationssystem mit Farbdisplay (teilweise), komplette elektrische Pakete, 7-Sitzer-Option.

Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt sind Intense- und Instyle-Modelle mit Leder und Rockford-Sound am gefragtesten – sie bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei Komfort und Ausstattung.

Facelift-Änderungen im Innenraum

Die größten Verbesserungen kamen mit dem Facelift 2009/2010. Optisch blieb vieles gleich, aber es gab spürbare Aufwertungen:

  • Neue Mittelkonsole mit silberfarbenen Akzenten und verbesserter Bedienung.
  • Farbiger Multifunktions-Display in den höheren Linien.
  • Höherwertigere Materialien: weicheres Plastik am Armaturenträger, neue Lederfarben (dunkel und beige).
  • Bessere Geräuschdämmung (zusätzliche Dämmmatten in Türen und Boden) – ca. 3–5 dB leiser.
  • Sanftere Instrumentenbeleuchtung und zusätzliche Chrom-Applikationen.

Facelift-Modelle (2010–2012) werden in Deutschland deutlich höher gehandelt: Das Interieur wirkt frischer, die Geräuschkulisse ist auf schlechten Straßen angenehmer und die Materialien altern besser.

Typische Schwachstellen im Innenraum

Bei gebrauchten Outlander II im Jahr 2025 treten folgende Innenraum-Probleme häufig auf:

  • Hartplastik neigt zu Kratzern, vor allem an Türen und Konsole.
  • Leder (besonders hell) reißt und scheuert nach 150.000–200.000 km; Stoff ist deutlich haltbarer.
  • Abnutzung an Lenkrad und Schaltknauf – das Leder löst sich.
  • Geräuschdämmung nur mittelmäßig: Ab ca. 100 km/h deutlich hörbarer Reifen- und Windgeräusch (Vor-Facelift lauter).
  • Dritte Sitzreihe eng, Ladeboden hoch bei 7-Sitzern.
  • Eingeschränkte Sicht nach hinten durch dicke C-Säulen – Rückfahrkamera hilft sehr (wenn vorhanden).
  • Plastik kann bei Hitze oder Kälte knarzen – in Deutschland mit großen Temperaturschwankungen ein häufiger Kritikpunkt.
  • Multimedia-System veraltet: kein Bluetooth in Basisversionen, kleiner Bildschirm.

Viele Besitzer rüsten nach: Zusatzdämmung, Sitzbezüge, moderne Android-Headunit usw.

Fazit

Im Jahr 2025 wirkt der Innenraum des Mitsubishi Outlander 2007–2012 im Vergleich zu aktuellen Modellen deutlich veraltet – keine großen Displays, wenig Soft-Touch-Materialien, keine Premium-Anmutung. Dennoch bleibt er extrem praktisch, robust und geräumig: nach wie vor eine der besten Lösungen für Familien, Wochenendausflüge oder Langstrecken in Deutschland.

Die attraktivste Wahl auf dem deutschen Gebrauchtmarkt ist meist ein Intense- oder Instyle-Facelift (2010+): Leder oder hochwertiger Stoff, Klimaautomatik, Sitzheizung, gutes Soundsystem und oft Schiebedach für einen moderaten Aufpreis (ca. 1.000–2.000 € mehr als eine Basisversion). Die Einstiegsmodelle wirken zu karg, die V6-Topmodelle sind teurer im Unterhalt.

Beim Kauf unbedingt prüfen:

  • Zustand von Leder/Stoff (Risse, Scheuerstellen).
  • Keine Knarz- oder Geruchsprobleme im Innenraum.
  • Einwandfreie Funktion von Klima und Infotainment (Rockford Fosgate ist ein großer Pluspunkt).
  • Erhaltungszustand von Plastik und Lenkrad – Zeichen sorgfältiger Nutzung.
  • Bei 7-Sitzern: Funktion des Umklappmechanismus der dritten Reihe testen.

Der Innenraum des Mitsubishi Outlander II überzeugt bis heute durch pure Funktionalität – eines der praxisgerechtesten und familientauglichsten Cockpits seiner Zeit auf dem deutschen Gebrauchtmarkt.