Mazda 6 III (GJ/GL) 2012–2024 – Test & Gebrauchtwagen-Check: Skyactiv-Motoren, Facelifts & Zuverlässigkeit

Mazda 6 III (GJ/GL) 2012–2024 – Generation im Check

Die dritte Generation der Mazda 6 (GJ für die Modelle vor dem Facelift, GL für die gelifteten Versionen) wurde von 2012 bis 2024 produziert

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Generationsstatus – abgeschlossen. Die Mazda 6 ist ein Mittelklasse-Fahrzeug der oberen Mittelklasse (D-Segment), erhältlich als Limousine und Kombi. In Tests wird sie regelmäßig als eines der emotionalsten und fahrdynamischsten Modelle der Marke gelobt, das Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit sehr gut verbindet.

Die Weltpremiere der Limousine fand im August 2012 auf dem Moskauer Autosalon statt, der Kombi debütierte im September auf dem Pariser Salon. In Deutschland und Europa starteten die Verkäufe Anfang 2013. Das Fahrzeug basiert auf der eigenen Skyactiv-Plattform mit deutlich erhöhter Karosseriesteifigkeit und stark reduziertem Gewicht. In der Mazda-Modellpalette rangiert die 6 als Flaggschiff-Limousine/Kombi und konkurriert mit VW Passat, Toyota Camry (in manchen Märkten), Honda Accord und Ford Mondeo (später Focus-ähnliche Modelle). Markante Merkmale: fließendes Kodo-Design („Seele der Bewegung“), Skyactiv-G-Benziner und Skyactiv-D-Diesel, Sechsgang-Getriebe Skyactiv-MT (Schaltgetriebe) und Skyactiv-Drive (Automatik) sowie das umfangreiche i-Activsense-Sicherheitspaket.

Was ist neu gegenüber dem Vorgänger?

Gegenüber der zweiten Generation (GH, 2007–2012) bekam die dritte Generation die komplett neue Skyactiv-Architektur, die das Leergewicht um 100–150 kg senkte und die Verwindungssteifigkeit um ca. 30 % steigerte. Das Exterieur-Design wechselte radikal von sanften Kurven zu markanten, kraftvollen Kodo-Formen mit langer Motorhaube, schmalen Scheinwerfern und charakteristischem Kühlergrill.

Die Technik wurde grundlegend erneuert: Skyactiv-G-Benziner mit sehr hoher Verdichtung (13:1–14:1) und Direkteinspritzung, Skyactiv-D-Diesel mit niedriger Verdichtung (14:1). Getriebe nun durchgängig sechsstufig (statt fünf). Der Komfort stieg durch bessere Geräuschdämmung, komfortabler abgestimmte Fahrwerksabstimmung (Mehrlenker-Hinterachse) und längeren Radstand (2.830 mm statt 2.725 mm). Die Sicherheit wurde massiv verbessert: sechs Airbags Serie, optionale Systeme wie Totwinkelwarner, City-Notbremsassistent, adaptiver Tempomat; 5-Sterne-Euro-NCAP-Bewertung.

Aktueller Generationsstatus

Die Produktion der Mazda 6 der dritten Generation endete 2024, letzte Auslieferungen erfolgten in manchen Regionen Anfang des Jahres. Die letzten Modelljahre umfassten Limousinen und Kombis mit Skyactiv-G 2.0 (ca. 145–165 PS), 2.5 (192–194 PS) sowie dem aufgeladenen 2.5 Turbo (bis 231–250 PS je nach Markt) und dem Skyactiv-D 2.2 Diesel (150–184 PS). Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe oder 6-Stufen-Automatik, überwiegend Frontantrieb; i-Activ AWD nur in ausgewählten Märkten (Japan, USA), nicht für Deutschland / EU.

Wichtige Meilensteine: Debüt 2012, erstes Facelift 2015 (Innenraum-Update, neue Scheinwerfer, Einführung G-Vectoring Control), zweites 2018 (neuer Grill, 2.5-Turbo, deutlich bessere Dämmung), kleines Update 2021 (Infotainment und Ausstattung). Auf dem Gebrauchtmarkt gelten die Modelle ab Facelift 2018 – besonders mit 2.5 Skyactiv-G (Saug- oder Turbo) und Automatik – als die ausgewogensten hinsichtlich Fahrspaß und Zuverlässigkeit.

Gebrauchtmarkt in Deutschland

Die Mazda 6 der dritten Generation ist auf dem deutschen Gebrauchtmarkt weiterhin stark vertreten. Je nach Saison finden sich 400–800 Inserate auf den großen Plattformen (mobile.de, autoscout24.de). Neuwagen gibt es nicht mehr, aber regelmäßig frische Importe aus anderen EU-Ländern sowie gut gepflegte deutsche Fahrzeuge der Baujahre 2018–2024.

Die meisten angebotenen Exemplare haben 150.000–300.000 km Laufleistung und zeigen übliche Gebrauchsspuren (Lacksteinschläge, Innenraumabnutzung). Ungefährer Preisrahmen (je nach Jahr, Zustand, Ausstattung und Motor):
2012–2017 – 9.000–18.000 €
2018–2024 – 18.000–32.000 €
(Orienteerende Marktpreise für Deutschland)

Am meisten nachgefragt sind Limousinen und Kombis mit dem 2.5 Skyactiv-G (192–250 PS) und Automatikgetriebe, besonders die Facelift-Modelle ab 2018; die Diesel 2.2 Skyactiv-D sind bei EU-Importen sehr beliebt.

Wichtigste Ausstattungslinien und Varianten in Deutschland

Typische Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt: Prime-Line / Center-Line (Basis), Exclusive-Line / Sports-Line (Komfort), Sports-Line Plus / Takumi / Homura (gehobene Ausstattung) und in späteren Jahren Signature-ähnliche Topversionen.

Basisversionen beinhalten Stoffsitze, Klimaanlage, 6-Lautsprecher-System, Multifunktionslenkrad, sechs Airbags, ESP. Komfortausstattung ergänzt Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, Rückfahrkamera, Tempomat, 17-Zoll-Felgen. Höhere Linien bieten Leder, beheizbares Lenkrad, LED-Scheinwerfer, 8-Zoll-Multimedia (später größer), Bose-Sound (11 Lautsprecher), Head-up-Display, adaptiven Tempomat und volles i-Activsense-Paket (Totwinkelwarner, Notbremsassistent, Stauassistent usw.).

Für den deutschen Markt typisch: europäische Spezifikation mit Benzinern 2.0 und 2.5 sowie Diesel 2.2 (viele Importe), Frontantrieb, Fahrwerk abstimmt auf europäische Straßen – ausgewogener Mix aus Komfort und präziser Handlichkeit. Panoramadach eher selten.

Fazit & Relevanz heute

Die Mazda 6 der dritten Generation ist auf dem Gebrauchtmarkt eine sehr attraktive Wahl für alle, die eine fahraktive Mittelklasse-Limousine oder einen Kombi mit ansprechendem Design suchen. Die Skyactiv-Technologien sorgen bei regelmäßiger Wartung für hohe Zuverlässigkeit von Motor und Getriebe.

Besonders empfehlenswert sind die Facelift-Modelle ab 2018 mit 2.5 Skyactiv-G (Saug- oder Turbo) und Automatikgetriebe – sie bieten den besten Kompromiss aus Leistung, Verbrauch und Verarbeitung. Diesel eignen sich gut für Vielfahrer, verlangen aber hochwertigen Kraftstoff und sorgfältige Pflege des Abgasnachbehandlungssystems.

Beim Gebrauchtwagenkauf unbedingt prüfen: lückenloser Serviceheft-Nachweis (Ölwechsel alle 15.000–20.000 km oder jährlich), Lackzustand (dünne Klarlackschicht neigt zu Steinschlägen), Schalt- bzw. Automatikverhalten (ruckelfreies Schalten), Rostfreiheit (Radläufe, Schweller), Funktion aller i-Activsense-Systeme. Eine gründliche Untersuchung in einer Mazda-Fachwerkstatt ist sehr zu empfehlen, um versteckte Mängel frühzeitig zu erkennen.