Mazda 3 III (BM/BN) 2013–2019 – Generationstest | Autonews | automotive24.center

Mazda 3 III (BM/BN) 2013-2019 – Generationstest

Die Mazda 3 der dritten Generation (Karosseriecodes BM für Hatchback und BN für Limousine) wurde von 2013 bis 2019 gebaut

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Status der Generation: abgeschlossen. Dies ist die erste komplett eigenständige Generation des Modells nach dem Ende der technischen Kooperation mit Ford und eines der zentralen Modelle bei der Umsetzung der Skyactiv-Technologien sowie der Designphilosophie Kodo („Seele der Bewegung“).

Die Weltpremiere des Hatchback fand im Juni 2013 in Australien statt, die Limousine debütierte im Juli auf der New York Auto Show. Der europäische Auftritt erfolgte im Herbst 2013 auf dem Autosalon in Frankfurt. In Deutschland begannen die offiziellen Verkäufe Ende 2013 / Anfang 2014. Das Modell basiert auf der eigenen Skyactiv-Plattform mit deutlich erhöhter Karosseriesteifigkeit (ca. 30 % steifer als beim Vorgänger BK/BL). In der Mazda-Modellpalette positioniert sich der Wagen als kompakter C-Segment-Vertreter in zwei Karosserievarianten: fünftüriger Hatchback und viertürige Limousine.

Wichtigste Merkmale der Generation: ausdrucksstarkes, fließendes Exterieur-Design im Kodo-Stil, komplett neue Motorenfamilie Skyactiv-G (Benziner) und Skyactiv-D (Diesel), Sechsgang-Getriebe Skyactiv-MT und Skyactiv-Drive, verbesserte Aerodynamik (cw-Wert 0,26 bei der Limousine, 0,275 beim Hatchback) sowie deutlich höheres Niveau bei Geräusch- und Schwingungsdämmung im Vergleich zum Vorgänger.

Was ist neu gegenüber dem Vorgänger?

Im Vergleich zur Mazda 3 der zweiten Generation (BK/BL, 2003–2013) erhielt die dritte Generation die komplett neue Skyactiv-Plattform, die zur Basis der meisten späteren Mazda-Modelle wurde. Die Karosseriesteifigkeit stieg um etwa 30 %, der Schwerpunkt wurde abgesenkt und die Achslastverteilung näherte sich dem Idealwert 50:50.

Das Außendesign wurde komplett überarbeitet: von scharfen Linien und den charakteristischen „Flügeln“ an den vorderen Kotflügeln über den markanten Kühlergrill bis zu schmalen Scheinwerfern. Der Innenraum gewann deutlich an Qualität: weiche Materialien, bessere Ergonomie und fast vollständiger Verzicht auf Hartplastik auf den meisten Flächen.

Die Technik ist komplett eigenentwickelt: Skyactiv-G-Motoren mit hoher Verdichtung (14:1 beim 2.0 und 13:0 beim 1.5), Abgasrückführung, Direkteinspritzung sowie Skyactiv-D-Diesel mit niedriger Verdichtung (14,8:1) und zweistufiger Aufladung (beim 2.2). Das Automatikgetriebe ist die sechsgängige Drehmomentwandler-Automatik Skyactiv-Drive statt des früheren PowerShift auf manchen Märkten.

Das Sicherheitsniveau stieg deutlich: sechs Airbags, Stabilitätskontrolle und Berganfahrhilfe sind Serie. In den Top-Versionen kamen adaptiver Tempomat, Totwinkelwarner, Notbremsassistent und Müdigkeitswarner hinzu.

Aktueller Stand der Generation

Die Produktion der Mazda 3 BM/BN endete 2019 (in manchen Regionen Anfang 2019). Das letzte Facelift fand 2016–2017 statt (marktabhängig). Nach dem Facelift änderten sich: Frontscheinwerfer (LED-Scheinwerfer deutlich breiter verfügbar), Rückleuchten, Kühlergrill, neue Lackfarben, verbessertes Infotainment-Display (ab 2017 8,8 Zoll in Top-Ausstattungen) und zusätzliche Geräuschdämmung der Radkästen.

Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt gelten die Facelift-Modelle 2017–2019 mit dem 2.0 Skyactiv-G (ca. 120–165 PS) in Kombination mit dem Skyactiv-Drive-Automatikgetriebe als die attraktivsten und wertstabilsten. Der 2.2 Skyactiv-D-Diesel ist deutlich seltener und meist teurer im Unterhalt. Hatchbacks sind in Deutschland traditionell beliebter als Limousinen.

Markt Deutschland

Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt (Stand Ende 2025 – Anfang 2026) zählt die Mazda 3 BM/BN weiterhin zu den verbreitetsten japanischen Kompakten ihrer Klasse. Die Anzahl aktiver Inserate bewegt sich meist zwischen 2.200 und 4.500 Stück (je nach Saison).

Neuwagen dieser Generation werden nicht mehr angeboten. Frische Importe aus anderen europäischen Ländern und den USA tauchen regelmäßig auf, besonders Facelift-Exemplare 2017–2019.

Orientierender Preisrahmen auf dem deutschen Markt (je nach Baujahr, Laufleistung, Zustand, Ausstattung und Motor):

  • 2014–2016 — 9.000–14.500 €
  • 2017–2019 (Facelift) — 13.500–21.000 €

Am stärksten nachgefragt: 2.0 Skyactiv-G mit ca. 120–165 PS und Automatik, Ausstattungslinien Selection / Exclusive / Sports-Line / Nagisa, Hatchbacks in den Farben Soul Red Crystal, Machine Grey, Sonic Silver. Orientierende Marktpreise für Deutschland.

Wichtigste Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt

Häufig anzutreffende Ausstattungslinien:

  • Center-Line / Attraction (Basis/Mittel) — Klimaanlage, Audioanlage mit 4–6 Lautsprechern, Sitzheizung vorn, Multifunktionslenkrad, sechs Airbags, ESP, Stoffpolster.
  • Selection / Exclusive (Mittel/Obere Mittelklasse) — Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Licht- und Regensensor, Tempomat, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, 7-Zoll-Infotainment-Display.
  • Sports-Line / Nagisa / Exclusive Line (Top) — Leder- oder Teillederpolster, beheiztes Lenkrad und Rücksitze, LED-Scheinwerfer, Head-up-Display, Bose-Soundsystem (9 Lautsprecher), adaptiver Tempomat, i-Activsense-Paket (Totwinkelwarner, RCTA, SBS, LAS u. v. m.), 18-Zoll-Felgen.

Auf dem deutschen Markt dominieren Benziner 1.5 und vor allem 2.0 Skyactiv-G, der 2.2 Diesel ist deutlich seltener. Allradantrieb (i-Activ AWD) wurde offiziell nur auf ausgewählten Märkten angeboten und ist in Deutschland für diese Generation sehr selten.

Fazit und aktuelle Relevanz

Die Mazda 3 BM/BN bleibt auch 2025–2026 eine sehr interessante Option auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Das Auto überzeugt mit ausgewogenem Handling, hochwertigem Innenraum, zuverlässigen Skyactiv-Motoren und vergleichsweise moderaten Unterhaltskosten gegenüber deutschen Wettbewerbern.

Die besten Exemplare sind die Facelift-Modelle 2017–2019 mit 2.0-Motor (ca. 165 PS) und Automatik – sie bieten das beste Verhältnis aus Dynamik, Komfort und Zuverlässigkeit. Das Schaltgetriebe ist ebenfalls sehr solide, aber etwas weniger nachgefragt.

Beim Kauf einer gebrauchten Mazda 3 der dritten Generation sollte man besonders achten auf:

  • echten Wartungsnachweis (Ölwechsel alle 10.000–15.000 km);
  • Zustand der Lackierung (werkseitig eher dünne Schicht);
  • einwandfreies Funktionieren des Skyactiv-Drive-Automatikgetriebes (sanfte Schaltvorgänge, keine Ruckeln);
  • keine Hinweise auf schwere Unfälle (verstärkte Längsträger und Schweller);
  • einwandfreie Funktion der i-Activsense-Systeme (viele Sensoren und Kameras sind stoßempfindlich).

Wer einen lebendigen, hochwertig verarbeiteten und angenehm zu fahrenden Kompakten bis ca. 21.000 € sucht, für den bleibt die Mazda 3 dritte Generation eine der attraktivsten Optionen auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt in dieser Klasse.