Mazda 3 III (2013–2019) Innenraum: Materialien, Ausstattung & Facelift | Automotive24.center

Innenraum Mazda 3 III (BM / BN) (2013–2019) — Interieur, Ausstattungslinien & Entwicklung

Die dritte Generation Mazda 3 (BM / BN) wurde von 2013 bis 2019 gebaut und ist eine kompakte C-Segment-Limousine bzw. Hatchback mit sportlichem Design, hoher Fahrdynamik und fahrerorientierter Bedienung

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Der Innenraum dieses Modells verkörpert die Mazda-Philosophie „Jinba Ittai“ – Mensch und Maschine in Harmonie – mit hochwertigen Materialien und exzellenter Ergonomie. Der Beitrag beleuchtet die wichtigsten Aspekte des Innenraums der Mazda 3 dritten Generation: Gesamteindruck, typische Ausstattungsvarianten in Deutschland, Veränderungen über die Jahre, bekannte Schwachstellen und Relevanz im Jahr 2026. Suchbegriffe wie Mazda 3 III Innenraum, Mazda 3 2013–2019 Interieur oder Mazda 3 Innenraum helfen bei der Suche nach ähnlichen Artikeln.

Gesamteindruck Innenraum

Der Innenraum der Mazda 3 dritten Generation ist geprägt von einem minimalistischen, fahrerorientierten Design. Zu den Materialien gehören weiche Kunststoffe auf Armaturenträger und Türverkleidungen, Stoff- oder Lederbezüge je nach Ausstattung sowie Akzente in Aluminiumoptik oder Klavierlack. Die Verarbeitungsqualität liegt deutlich über dem Klassendurchschnitt: Die Kunststoffe sind kratzfest, die Nähte sauber und gleichmäßig. In den Basisversionen dominieren jedoch harte Kunststoffe in den unteren Bereichen, was etwas sparsam wirken kann.

Das Cockpit ist aufgeräumt gestaltet: analoge Rundinstrumente (vor Facelift) oder Kombiinstrument mit digitalen Elementen danach. Die Mittelkonsole trägt einen 7-Zoll-Monitor, der über dem Armaturenträger thront, sowie physische Klimabedienelemente. Die Fahrerposition ist hervorragend: Lenkrad in Höhe und Reichweite verstellbar, Sitze mit starkem Seitenhalt, Pedalerie optimal für lange Strecken positioniert. Besitzer berichten von hohem Komfort auch bei 185–195 cm Körpergröße – kaum Ermüdung nach 300–500 km.

Die vorderen Plätze bieten viel Raum für Beine und Kopf. Die Rückbank ist für zwei Erwachsene gut nutzbar: ausreichend Kniefreiheit, aber der dritte Sitzplatz wird durch den hohen Mitteltunnel unbequem. Die Kopffreiheit im Hatchback ist wegen der Dachlinie etwas geringer als in der Limousine. Kofferraumvolumen: 308–408 Liter (Hatchback/Limousine), erweiterbar auf 1.263 Liter durch Umklappen der 60:40 geteilten Rücksitzbank. Praktikabilität liegt im Mittelfeld: Türfächer, Getränkehalter vorhanden, aber kein hinterer Armlehnen in Basisversionen mindert den Langstreckenkomfort. Insgesamt eignet sich der Innenraum der Mazda 3 2013–2019 sehr gut für den Stadtverkehr und Familien mit 1–2 Kindern.

Ausstattungsvarianten in Deutschland

In Deutschland wurde die Mazda 3 dritte Generation in mehreren Ausstattungslinien angeboten, die an europäische Anforderungen angepasst waren. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt am häufigsten vertreten: Basis (Core/Prime-Line), mittlere (Excellence/Center-Line) und Top-Ausstattung (Sports-Line/Exclusive-Line bzw. High Class). Typisch sind Benziner 1.5–2.0 Skyactiv-G mit Frontantrieb; Allrad gab es in dieser Generation nicht.

Die Basisversion (Core/Prime-Line) umfasst Stoffpolster, manuelle Sitzverstellung, Klimaanlage, Audioanlage mit 4–6 Lautsprechern, Multifunktionslenkrad sowie Grund-Sicherheitsausstattung (ESP, sechs Airbags). Das Infotainment ist einfach gehalten – 7-Zoll-Monitor ohne integrierte Navigation.

Die mittleren Linien (Excellence/Center-Line) bringen Zweizonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, Rückfahrkamera, Licht- und Regensensor, Tempomat sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die Polsterung ist oft eine Stoff-Kunstleder-Kombination.

Die Topversionen (Sports-Line/Exclusive) bieten Lederpolster, beheizbares Lenkrad und Rücksitze, LED-Scheinwerfer, Head-up-Display, Bose-Soundsystem mit 9 Lautsprechern, adaptiven Tempomat sowie das volle i-Activsense-Paket (Totwinkelwarner, Querverkehrswarner hinten, City-Notbremsassistent). Ein Panorama-Glasdach war optional, aber auf dem deutschen Markt selten, da viele Fahrzeuge aus EU-Beständen mit mittlerer Ausstattung importiert wurden.

Die europäische Spezifikation bedeutet: kein Allrad (nur in Nordamerika verfügbar), dafür aber Sitz- und Scheibenheizung serienmäßig oder häufig vorhanden. Auf dem Gebrauchtmarkt dominieren mittlere Ausstattungslinien.

Veränderungen im Innenraum – Facelift & Modelljahre

Zwischen 2013 und 2019 entwickelte sich der Innenraum der Mazda 3 III stetig weiter, wobei das Facelift 2016/2017 (Übergang BM → BN) die größten Sprünge brachte. Frühmodelle (2013–2015) hatten analoges Kombiinstrument, einfacheres Lenkrad und durchschnittliche Geräuschdämmung. Materialien solide, aber ohne spätere Premium-Applikationen; Innenfarben meist Schwarz oder Grau.

Das Facelift 2016/2017 führte ein neues Multifunktionslenkrad, überarbeitete Instrumentenoptik und farbiges Head-up-Display ein. Die Geräuschdämmung wurde spürbar verbessert (zusätzliche Dämmmaterialien in Radhäusern und Türen), neue Polsterfarben (Beige, Rot) kamen hinzu. Das Infotainmentsystem wurde aufgewertet: in Topversionen 8,8-Zoll-Display mit schärferer Grafik. 2018/2019 folgten kleinere Software-Updates und Ausstattungsupgrades ohne große Umwälzungen.

Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt werden die Facelift-Modelle (2017–2019) bevorzugt: leiser, bessere Elektronik, geringerer Materialverschleiß. Die Vorkrisen-Modelle (2013–2016) sind günstiger, haben aber das einfachere Cockpit.

Häufige Mängel & Schwachstellen im Innenraum

Bei der Mazda 3 dritten Generation treten typische Verschleißerscheinungen auf. Stoffsitze glänzen und scheuern ab ca. 100.000–150.000 km, Leder kann bei starker Sonneneinstrahlung oder Kälte reißen. Bekannte Schwachstellen: Kunststoffzahnräder in den elektrischen Spiegeln (brechen), Türfeststeller (verschleißen), Lenkrad-Emblem (bei Unfällen beschädigt).

Geräusche & Knarzen: Ab ca. 150.000 km treten bei manchen Limousinen Heck-Knarzen durch Karosserieverwindung auf; Dämmung mittelmäßig – ab 100 km/h muss man lauter sprechen. Rücksitzkomfort: eng für drei Personen, hoher Mitteltunnel. Sicht: kleine Außenspiegel ungünstig montiert; im Hatchback schlechte Rücksicht durch dicke C-Säulen.

Pflege: Innenraum-Kunststoffe kratzen leicht, Infotainment gelegentlich hakelig (Software-Update nötig), Bose-Lautsprecher neigen bei hoher Lautstärke zu Verzerrungen. Unter deutschen Bedingungen (Autobahn-Hochgeschwindigkeit, Wintersalz, Temperaturschwankungen) verschleißen Teile schneller: Fahrwerksgeräusche übertragen sich in den Innenraum, Sitzheizungen fallen früher aus. Viele Gebrauchte liegen bei 150.000–250.000 km – genau in der Problemzone.

Fazit & Relevanz 2026

Im Jahr 2026 wirkt der Innenraum der Mazda 3 dritten Generation immer noch zeitgemäß: das reduzierte Design und die soliden Materialien altern gut, auch wenn Infotainment und Instrumente im Vergleich zu aktuellen Modellen altbacken erscheinen. Im günstigen Gebrauchtwagen-Segment bleibt sie attraktiv – sehr gutes Verhältnis aus Komfort, Ergonomie und Fahrfreude.

Die besten Preis-Leistungs-Kombinationen auf dem deutschen Markt sind die mittleren bis oberen Ausstattungslinien nach Facelift (Excellence/Sports-Line, 2017–2019): deutlich leiser, bessere Ausstattung und gute Wertstabilität (ca. 11.000–18.000 € je nach Zustand und Laufleistung). Basisversionen taugen für den Stadtverkehr, bieten aber wenig Komfort- und Technik-Extras.

Beim Gebrauchtwagenkauf unbedingt den Innenraum genau prüfen: keine starken Abnutzungsspuren auf den Sitzen, volle Funktionalität des Infotainments (Bugs testen), Geräuschkulisse auf der Autobahn prüfen, Gebrauchsspuren (Gerüche, Kratzer). Eine gründliche Elektronik-Diagnose und Unfallprüfung (ggf. Auswirkungen auf Innenraumgeometrie) sind sehr empfehlenswert.