
Diese Generation des kompakten SUV bot eine breite Palette an Antrieben, die speziell für europäische Märkte – einschließlich Deutschland – angepasst waren. Die Motorenpalette des Kia Sportage 2011–2016 balancierte zwischen sparsamen Dieseln und kräftigen Benzinern für den Alltag auf Landstraße und Autobahn. Leistungen und Verbrauch unterschieden sich je nach Motorfamilie und Ausstattung, mit klarem Fokus auf Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Der Beitrag beleuchtet die wichtigsten Parameter: Motoren, Getriebe, Abmessungen, Facelift-Änderungen und reale Betriebserfahrungen. Optik, Innenraum, Ausstattungslinien und typische Schwachstellen werden in weiteren Teilen der Serie behandelt.
Motoren und Getriebe
Auf dem deutschen Markt gab es in der dritten Sportage-Generation ausschließlich Benzin- und Dieselmotoren – keine Hybridversionen. Angeboten wurden manuelle 5- und 6-Gang-Getriebe sowie das 6-Stufen-Automatikgetriebe. Antrieb: Frontantrieb (2WD) oder Allrad (4WD) mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung. Nachfolgend die Übersicht der in Deutschland zwischen 2011 und 2016 relevanten Motorisierungen.
| Motorart | Hubraum, l | Leistung, PS | Getriebe | Antrieb |
| Benzin (G4KD MPI) | 2.0 | 150–163 | 5/6-Gang-Schaltgetriebe oder 6-Stufen-Automatik | 2WD/4WD |
| Benzin (G4NA MPI, nach Facelift) | 2.0 | 150–166 | 6-Gang-Schaltgetriebe oder 6-Stufen-Automatik | 2WD/4WD |
| Benzin (G4KE/G4KJ GDI) | 2.4 | 177–184 | 6-Stufen-Automatik | 2WD/4WD |
| Benzin Turbo (G4KH T-GDi) | 2.0 | 260 | 6-Stufen-Automatik | 2WD/4WD (SX-Topmodell, in DE verfügbar) |
| Diesel (D4FD CRDi) | 1.7 | 115 | 6-Gang-Schaltgetriebe | 2WD |
| Diesel (D4HA CRDi) | 2.0 | 136 | 6-Gang-Schaltgetriebe oder 6-Stufen-Automatik | 2WD/4WD |
| Diesel (D4HA CRDi High Power) | 2.0 | 184 | 6-Stufen-Automatik | 4WD |
Alle Motoren erfüllten mindestens Euro 5 (später teilweise Euro 6-Vorstufen), mit Schwerpunkt auf Langlebigkeit im Alltagsbetrieb.
Abmessungen und Gewichte
Die Abmessungen des Kia Sportage III sorgten für gute Wendigkeit in der Stadt und einfaches Einparken. Fünftüriger Crossover mit selbsttragender Karosserie. Die Werte schwankten je nach Ausstattung (mit/ohne Dachreling) nur geringfügig – hier die typischen Mittelwerte für den deutschen Markt. Leergewicht abhängig von Motor und Antrieb: leichter bei 2WD-Benzinern, schwerer bei 4WD-Dieseln. Zuladung lag meist bei 500–600 kg.
| Parameter | Wert | Hinweise |
| Länge, mm | 4440–4450 | Mehrheit der Versionen |
| Breite, mm | 1855 | ohne Außenspiegel |
| Höhe, mm | 1635–1645 | Standardkonfiguration |
| Radstand, mm | 2640 | einheitlich |
| Leergewicht, kg | 1430–1540 | 2WD Automatik |
| Leergewicht, kg | 1500–1630 | 4WD Automatik |
| Zul. Gesamtgewicht, kg | 1950–2130 | ca.-Bereich |
Die Bodenfreiheit lag bei ca. 172 mm – ausreichend für Bordsteine und leichte Feldwege (Fahrwerk in Deutschland eher komfort- als geländegängig abgestimmt).

Modellpflege und Facelift 2014
Im Laufe des Lebenszyklus gab es schrittweise Verbesserungen. Ab 2011 starteten die Basisversionen mit 2.0-Benzin und 2.0-Diesel. 2012/13 kamen bessere Dämmung und erweiterte Assistenzsysteme hinzu. Das Facelift 2014 brachte neue Scheinwerfer, Kühlergrill, Rückleuchten und ein überarbeitetes Interieur (neues Kombiinstrument, hochwertigere Materialien). Technisch wurde der 1.7 CRDi bei den meisten Märkten gestrichen und durch den optimierten 2.0 CRDi (136 PS) ersetzt, der sparsamer war. Der 2.0 G4KD wich dem effizienteren G4NA. Das Automatikgetriebe erhielt eine neue Abstimmung für geringeren Verbrauch.
Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt dominieren die Facelift-Modelle (2014–2016) – sie machen den Großteil der Angebote aus und werden wegen Optik und kleinen Verbesserungen bevorzugt.
Betriebserfahrungen und technische Highlights
Im deutschen Alltag zeigt der Sportage III insgesamt gute Zuverlässigkeit. Die 2.0 CRDi-Diesel (D4HA) erreichen bei regelmäßiger Wartung oft 300.000–450.000 km, sind aber empfindlich gegenüber schlechter Dieselqualität – im Winter Additiv empfohlen. Die 2.0 MPI-Benziner (G4KD/G4NA) sind genügsamer bezüglich Kraftstoff, erreichen 250.000–400.000 km, können aber ab ca. 150.000 km erhöhten Ölverbrauch zeigen. Am häufigsten angeboten sind die 2.0-Diesel (ca. 55–65 % der Inserate), dank günstigem Verbrauch.
Realverbrauch (Daten aus mobile.de, autoscout24 & Foren): 2.0 CRDi ca. 6,2–7,8 l/100 km kombiniert (Autobahn 5,5–6,5 l, Stadt 8–9,5 l); 2.0-Benziner ca. 8,5–10,5 l/100 km (Autobahn 7–8 l, Stadt 10–12 l). Werte hängen stark von Fahrstil, Beladung und Allrad ab.
Getriebe: Schaltgetriebe sehr haltbar, Automatik A6MF1 sollte alle 60.000–80.000 km Ölwechsel bekommen, um Ruckeln vorzubeugen. Allrad mit Kupplung taugt gut für Schnee und nasse Straßen, überhitzt aber bei längerem Offroad oder Anhängerbetrieb. Ersatzteile sehr gut verfügbar – Original und Nachbau preiswert (Filter ab 15–40 €, Fahrwerksteile 150–600 €). Instandhaltung unkompliziert: McPherson-Vorderachse und Multilink-Hinterachse leicht zugänglich, Stabilisatorstreben halten meist 50.000–80.000 km. Beim Gebrauchtwagenkauf Unterboden und Längsträger auf Rost prüfen – besonders in Streusalz-Regionen.
Fazit & beste Wahl für Deutschland
Technisch bleibt der Kia Sportage III ein ausgewogener Gebrauchtwagen-SUV. Die Kombination 2.0 CRDi (136 PS) mit 6-Gang-Automatik und Allrad gilt als besonders empfehlenswert: sparsamer Verbrauch (6,5–7,8 l/100 km), günstige Unterhaltskosten (Inspektion ca. 350–650 €), solide Wertstabilität (meist 3–6 Wochen bis zum Verkauf). Orientierungspreis für Deutschland liegt derzeit zwischen 8.500 € und 16.500 € je nach Laufleistung, Zustand und Region (höher bei topgepflegten 2015/16-Modellen mit <140.000 km). Benziner eignen sich für Wenigfahrer, die Einfachheit schätzen, verbrauchen aber spürbar mehr. Beim Kauf auf Laufleistung unter 180.000 km und lückenlosen Scheckheft achten.