
Der Innenraum des BMW 7er 1994–2001 verbindet edelste Materialien, fahrerorientierte Ergonomie und außergewöhnlichen Komfort – ideal für Manager und Liebhaber gehobener Automobile. In Deutschland erfreut sich das Modell nach wie vor großer Beliebtheit auf dem Gebrauchtmarkt dank seiner Präsenz und inzwischen erschwinglichen Preise. Im Folgenden beleuchten wir die wichtigsten Aspekte des Interieurs, die Ausstattungsvarianten, die Änderungen im Laufe der Jahre, typische Schwachstellen und Tipps zum Kauf.

Überblick über den Innenraum
Materialien & Design
Das Interieur ist mit erstklassigen Materialien gestaltet: Nappaleder oder Velours, Echtholzeinlagen (Nussbaum oder Kirsche) und weiche Kunststoffe auf dem Armaturenbrett. Das Layout folgt der klassischen BMW-Philosophie mit fahrerzentrierter Instrumententafel: gut ablesbare analoge Rundinstrumente, mittige Mittelkonsole mit Klimabedienung, Audiosystem und Zusatzschaltern. Die Konsole ist übersichtlich gestaltet, meist mit Holz- oder Aluminiumzierleisten, die Tasten sind intuitiv erreichbar. In der Langversion (L) liegt der Fokus auf den Fondplätzen mit individuellen Einstellmöglichkeiten.

Der Sitzkomfort ist herausragend: elektrisch verstellbare Vordersitze, Sitzheizung/-belüftung (optional) und Massagefunktion in den Topversionen. Die Rückbank ist sehr großzügig dimensioniert – besonders in der L-Version mit ca. 140 mm mehr Beinfreiheit – und verfügt über Mittelarmlehne, Sonnenrollos und Klapptische. Der Innenraum eignet sich hervorragend für Langstreckenfahrten mit zahlreichen Ablagen, Getränkehaltern und werksseitigem Autotelefon (Sonderausstattung).
Der Kofferraum fasst 500 Liter mit ebenem Boden, Verzurrösen und optionaler elektrischer Heckklappenbetätigung. Die Rücksitzlehnen lassen sich 60/40 umklappen und erweitern das Volumen auf etwa 1000 Liter. Für eine Luxuslimousine ist der 7er E38 überraschend praktisch, inklusive separatem Fach für Bordwerkzeug.

Ausstattungslinien: Was ist drin?
Ausstattungsvarianten auf dem deutschen Markt
In Deutschland wurde der 7er E38 in den Ausstattungslinien Standard, Executive, Highline und Individual angeboten, jeweils mit an hiesige Vorlieben angepassten Paketen. Die meisten Fahrzeuge verfügen über Premium-Leder, hochwertige Audioanlagen und Komfortassistenten.
Standard: Velours oder Basisleder, Zweizonen-Klimaautomatik, Radio/CD, Airbags, optionale PDC (Park Distance Control).
Executive: Nappaleder, Echtholz, Harman Kardon oder Bose-Sound, Telefon optional, Navigation (spätere Modelle), Glasschiebedach.
Highline: belüftete/massierende Vordersitze, Fond-Klimaautomatik, Rear-Entertainment-Optionen, Xenon-Scheinwerfer, ASC+T, PDC.
Individual: exklusive Zweiton-Leder-/Alcantara-Kombinationen, maßgefertigte Hölzer, Night Vision (sehr selten), Vollausstattung elektrisch, individuelle Lack- und Lederfarben.

V8-Modelle mit Automatikgetriebe sind heute am häufigsten anzutreffen. Auf dem aktuellen deutschen Gebrauchtmarkt bewegen sich gut erhaltene Executive- und Highline-Exemplare meist im Bereich von ca. 12.000–28.000 € je nach Laufleistung und Zustand. Siehe Vergleichstabelle unten.
| Ausstattung | Wichtige Interieurelemente | Hervorstechende Sonderausstattungen |
|---|---|---|
| Standard | Velours oder Basisleder, Zweizonen-Klima, Grundaudio | Sitzheizung, PDC |
| Executive | Nappaleder, Echtholz, Premium-Sound | Navigation, Telefon, Glasschiebedach |
| Highline | Belüftung/Massage, Fond-Klima, Xenon | ASC+T, Rear-Entertainment |
| Individual | Exklusives Leder/Alcantara, Maßholz | Vollausstattung Luxury |

Entwicklung des Interieurs innerhalb der Baureihe
Facelift-Änderungen (ab 1998)
Das Facelift 1998 brachte spürbare Verbesserungen: neu gestaltete Mittelkonsole mit modernisierten Instrumenten-Grafiken, weichere Kunststoffe, höherwertiges Leder, zusätzliche Dämmmaßnahmen und ein aufgewertetes Audio-System mit CD-Wechsler. Neue Farbkombinationen (mehr Beige- und Grautöne) kamen hinzu. Modelle ab 1998 wirken deutlich leiser und hochwertiger – ein großer Vorteil auf deutschen Autobahnen bei hohem Tempo und langen Strecken. Insgesamt zeigen Facelift-Exemplare meist weniger Verschleiß an Knöpfen und Zierleisten.

Häufige Probleme & Eigentümer-Erfahrungen
Typische Interieur-Schwachstellen
Bei gebrauchten E38 treten regelmäßig auf: Leder-Risse oder Ausbleichen ab ca. 200.000–250.000 km, durchhängender Dachhimmel, Kratzer im Holz, tote Pixel im Radio-/Klima-Display. Ab ca. 120 km/h wird der Abroll- und Reifengeräuschpegel spürbar – für heutige Maßstäbe mittelmäßige Dämmung. Die Fond-Sicht ist durch dicke C-Säulen eingeschränkt. Elektrische Probleme können Klimaregelung, Sitzverstellung oder Fensterheber betreffen. In sonnenintensiven Regionen altern Leder und Holz schneller. Regelmäßige Pflege und UV-Schutz verlängern die Lebensdauer deutlich.

Fazit: Wie präsentiert sich der Innenraum heute und welche Linie lohnt sich?
Im Jahr 2026 wirkt der Innenraum des BMW 7er E38 immer noch zeitlos und edel – Materialien und Design sind hervorragend gealtert und begeistern nach wie vor Sammler und Youngtimer-Fans. Zwar wirken analoge Instrumente und die damalige Technik im Vergleich zu heutigen Displays etwas altmodisch, doch die Verarbeitungsqualität und der großzügige Raum halten den Wagen attraktiv. Die beste Wahl für die meisten Käufer ist ein Executive oder Highline 740i/iL – optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bei aktuellen Marktpreisen (ca. 15.000–25.000 €), Ausstattung (Massagesitze, Premium-Sound, Xenon) und Langstreckenkomfort. Vor dem Kauf unbedingt prüfen: Lederzustand, Funktion aller Elektrik, Geräusche/Flecken und ungewöhnliche Gerüche. Der Innenraum bleibt eine der stärksten Seiten des E38 und einer der Hauptgründe, warum das Modell auf dem deutschen Gebrauchtmarkt so gefragt ist.