Technische Daten der dritten Generation Hyundai Santa Fe (DM) (2012–2018) – Motoren, Getriebe und Abmessungen für den deutschen Markt

Der Hyundai Santa Fe der dritten Generation (Baureihe DM) wurde von 2012 bis 2018 gebaut und bot verschiedene Antriebsvarianten, die je nach Markt angepasst waren – in Deutschland besonders beliebt.

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Auf dem deutschen Markt dominierten bestimmte Motor-Getriebe-Kombinationen, die heute auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt am häufigsten anzutreffen sind. Der Artikel beleuchtet die technischen Daten des Hyundai Santa Fe der dritten Generation, Motoren 2012–2018, Abmessungen, Modellpflege und betriebsspezifische Besonderheiten unter deutschen Fahrbedingungen.

Eine ausführliche Vorstellung von Optik, Innenraum, Ausstattungslinien und typischen Schwachstellen dieser Baureihe finden Sie in weiteren Teilen der Serie.

Motoren und Getriebe

Für den Santa Fe DM standen mehrere Antriebsvarianten zur Verfügung. Auf dem europäischen Markt (und damit auch in Deutschland) waren vor allem der Saugbenziner 2.4 Liter und der Turbodiesel 2.2 CRDi verbreitet. Die starken 3.3-Liter-V6-Motoren kamen fast ausschließlich aus US-Importen oder asiatischen Märkten und sind in Deutschland sehr selten. Die kleineren 2.0-Liter-Diesel (D4HA) wurden offiziell kaum nach Europa geliefert.

Nach dem Facelift 2015 stieg die Leistung des Diesels offiziell auf 200 PS (vorher 197 PS), während der 2.4-Benziner in den meisten Fällen bei 175 PS (G4KE) blieb oder in späteren Ausführungen 188 PS (G4KJ GDI) leistete.

Kraftstoffart Hubraum & Code Leistung, PS Drehmoment, Nm Getriebe Antrieb Zeitraum / Hinweis
Benzin 2.4 L Theta II G4KE 175 227 6-Gang-Schaltgetriebe / 6-Gang-Automatik Front / Allrad 2012–2018, Hauptvariante in DE
Benzin 2.4 L Theta II G4KJ GDI 188 241 6-Gang-Automatik Allrad Nach 2015, seltener
Diesel 2.2 L CRDi D4HB 197 436 6-Gang-Automatik Allrad 2012–2015
Diesel 2.2 L CRDi D4HB 200 440 6-Gang-Automatik Allrad 2015–2018, Facelift
Benzin 3.3 L Lambda II V6 249–290 301–340 6-Gang-Automatik Allrad Sehr selten, meist US-/Korea-Import

In Deutschland dominieren Modelle mit HTRAC-Allradantrieb (elektrohydraulische Lamellenkupplung) und 6-Gang-Automatikgetriebe A6LFx. Schaltgetriebe gab es nur beim 2.4-Benziner und nur in geringer Stückzahl.

Abmessungen und Gewichte

Die Maße des Santa Fe DM unterschieden sich je nach Sitzkonfiguration (5 oder 7 Sitze) nur geringfügig. Nachfolgend die gängigsten Werte für die Standard-5-Sitzer-Version sowie die Grand Santa Fe (7-Sitzer, Code NC).

Parameter Santa Fe DM (5 Sitze) Grand Santa Fe (7 Sitze) Hinweis
Länge, mm 4690 4905–4915 Nach Facelift leicht variierend
Breite, mm 1880 1885 ohne Außenspiegel
Höhe, mm 1680 1690–1695 mit Dachreling +20–30 mm
Radstand, mm 2700 2800
Leergewicht, kg 1730–1900 1930–2050 je nach Ausstattung und Motor
Zul. Gesamtgewicht, kg 2400–2510 2600–2700
Bodenfreiheit, mm 185 185 Werkangabe, real ~170–180

Werte gemittelt über die in Deutschland am häufigsten vertretenen Ausführungen.

Modelljahres-Updates und Facelift 2015

Der Santa Fe DM erhielt 2015 eine umfassende Modellpflege. Vor dem Facelift (2012–2015) gab es:

  • Benziner 2.4 L 175 PS (G4KE) mit Schalt- oder Automatikgetriebe, Front- oder Allradantrieb;
  • Diesel 2.2 CRDi 197 PS (D4HB) ausschließlich mit Automatik und Allrad.

Nach dem Facelift 2015:

  • Diesel auf 200 PS / 440 Nm angehoben (D4HB);
  • Benziner in Europa meist weiterhin 175 PS, teilweise 188 PS GDI;
  • Abschaffung des Frontantriebs (nur noch Allradmodelle);
  • modifiziertes Automatikgetriebe mit optimierten Übersetzungen für besseren Verbrauch;
  • deutlich verbesserte Geräuschdämmung und Fahrwerksabstimmung.

Die Facelift-Modelle (2015–2018) gelten auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt als besonders wertstabil – dank höherer Dieselleistung, besserer Scheinwerfer und geringerer Frühdefekte.

Betriebserfahrungen und technische Hinweise

Die mit Abstand beliebteste und häufigste Variante auf dem deutschen Gebrauchtmarkt ist der 2.2 CRDi mit 197/200 PS, Automatik und Allradantrieb. Der Motor gilt bei regelmäßiger Wartung als relativ zuverlässig (Ölwechsel alle 15.000–20.000 km bzw. nach Longlife-Intervall, Steuerkette nach 180.000–220.000 km kontrollieren, EGR und Partikelfilter reinigen). Der Benziner 2.4 G4KE ist grundsolide, reagiert aber empfindlich auf schlechte Kraftstoffqualität und neigt bei Überhitzung oder zu langen Ölwechselintervallen zu Laufbuchsenbeschädigungen.

Nach Angaben deutscher Portale (mobile.de, autoscout24.de, Foren) liegt der reale Verbrauch etwa bei:

  • Diesel 2.2 CRDi — Stadt 8–10 l/100 km, Landstraße 6–7,5 l, gemischt 7–8,5 l;
  • Benziner 2.4 L — Stadt 11–13 l, Landstraße 8–9,5 l, gemischt 9,5–11 l.

Das 6-Gang-Automatikgetriebe A6LF1/2/3 benötigt bei hohen Laufleistungen (>200.000 km) regelmäßige Getriebeölwechsel (alle 60.000–80.000 km) und Kontrolle des Hydraulikblocks. Der HTRAC-Allradantrieb ist robust, Kupplung und Kardanwelle können jedoch ab ca. 180.000–250.000 km Reparaturen erfordern.

Ersatzteile sind reichlich verfügbar (Original und Nachbau), die Unterhaltskosten liegen im Mittelfeld der Klasse. Die Reparaturfreundlichkeit ist hoch – viele freie Werkstätten kennen die Baureihe sehr gut.

Fazit & beste Wahl für den deutschen Markt

Die ausgewogenste und auf dem deutschen Gebrauchtmarkt am meisten empfohlene Variante ist der 2.2 CRDi mit 200 PS (Facelift 2015–2018), 6-Gang-Automatik und Allradantrieb. Diese Kombination bietet gute Fahrleistungen, akzeptablen Verbrauch, hohe Wertstabilität und moderate Unterhaltskosten – vorausgesetzt, die Servicehistorie ist lückenlos. Wer einen Saugbenziner bevorzugt, greift zum 2.4-Liter – muss aber mit deutlich höherem Verbrauch leben.

Beim Kauf unbedingt prüfen: Zustand der Turbolader (Diesel), Steuerkette, Zweimassenschwungrad, Automatikgetriebe und Allrad-Kupplung. Modelle ab 2015 haben meist weniger Kinderkrankheiten und halten den Wert besser.