
Diese Generation wurde von 2011 bis 2017 gebaut und bot eine breite Auswahl an Motoren und Getrieben, die perfekt auf den Alltagsbetrieb abgestimmt waren. Der Beitrag beleuchtet die wichtigsten technischen Eckdaten: Motoren des Hyundai i30 2011–2017, Motorenübersicht, Abmessungen und Modellpflege-Änderungen. Optik, Innenraum, Ausstattungslinien und typische Schwachstellen werden in anderen Artikeln der Serie behandelt.
Motoren und Getriebe
Der Hyundai i30 II (GD) wurde mit einem breiten Spektrum an Antrieben angeboten, die auf die europäischen – und damit auch deutschen – Marktbedürfnisse zugeschnitten waren. Alle Versionen hatten Frontantrieb. Je nach Land gab es Unterschiede bei der Motorverfügbarkeit, der Schwerpunkt lag jedoch auf sparsamen und zuverlässigen Aggregaten. Getriebe reichten von manuellen bis automatisierten Schaltgetrieben – Allrad gab es in dieser Baureihe nicht. Die Tabelle fasst die wichtigsten Motor-Getriebe-Kombinationen über die gesamte Bauzeit zusammen.
| Motorart | Hubraum (l) | Leistung (PS) | Getriebe | Antrieb |
| Benzin | 1,4 | 100–109 | 5/6-Gang-Schaltgetriebe, 6-Gang-Automatik (teilweise) | Front |
| Benzin | 1,6 | 120–135 | 6-Gang-Schaltgetriebe, 6-Gang-Automatik | Front |
| Benzin (GDi) | 1,6 | 135 | 6-Gang-Schaltgetriebe, 6-Gang-Automatik | Front |
| Benzin | 1,8 | 150 | 6-Gang-Schaltgetriebe, 6-Gang-Automatik | Front |
| Diesel | 1,4 | 90 | 6-Gang-Schaltgetriebe | Front |
| Diesel | 1,6 | 110–128 | 6-Gang-Schaltgetriebe, 6-Gang-Automatik, 7-Gang-DCT (nach Facelift) | Front |
Die Gamma-Benziner (1,4 und 1,6 Liter) waren am weitesten verbreitet – mit Saugrohr- (MPI) oder Direkteinspritzung (GDi). Die U-Serie-Diesel zeichneten sich durch sehr niedrigen Verbrauch und Euro-5-Norm aus. In Deutschland waren vor allem die 1,6-CRDi-Diesel extrem gefragt, während Benziner vorwiegend in Ballungsräumen dominierten. Automatikgetriebe gab es nicht für alle Motoren; die 7-Gang-Doppelkupplung (DCT) kam erst ab 2015 und war in Deutschland sehr beliebt.
Abmessungen und Gewichte
Die Außenmaße des Hyundai i30 II (GD) blieben während der gesamten Bauzeit nahezu konstant, lediglich zwischen Schrägheck und Kombi gab es minimale Unterschiede. Die nachfolgenden Mittelwerte gelten für die gängigsten Frontantriebsversionen mit Schalt- oder Automatikgetriebe. Das zulässige Gesamtgewicht lag je nach Ausstattung meist zwischen 1.800 und 1.900 kg.
| Parameter | Wert | Hinweis |
| Länge (mm) | 4300 | Für die meisten Versionen (Frontantrieb) |
| Breite (mm) | 1780 | Für die meisten Versionen (Frontantrieb) |
| Höhe (mm) | 1470 | Für die meisten Versionen (Frontantrieb) |
| Radstand (mm) | 2650 | Für die meisten Versionen (Frontantrieb) |
| Leergewicht (kg) | 1210–1495 | Schalt-/Automatik, Frontantrieb |
| Zul. Gesamtgewicht (kg) | 1820–1900 | Schalt-/Automatik, Frontantrieb |
Diese Maße sorgten für hervorragende Wendigkeit in der Stadt und gutes Fahrverhalten auf der Autobahn. Nach dem Facelift 2015 stieg das Gewicht modellabhängig um 20–50 kg durch Zusatzausstattung und verbesserte Dämmung – die Fahrdynamik litt darunter kaum.

Modellpflege und Änderungen im Laufe der Jahre
Da es sich um eine abgeschlossene Baureihe handelt, konzentrierten sich die Weiterentwicklungen vor allem auf Verbrauch, Komfort und Abgasnormen. 2011–2012 gab es die Basisversionen mit 1,4- und 1,6-Liter-Benzinern und Dieseln sowie 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe. Ab 2013 wurde die 6-Gang-Automatik häufiger angeboten – besonders bei den 1,6-Liter-Motoren stieg die Nachfrage nach Automatikversionen im Stadtverkehr deutlich an.
Das große Facelift kam 2015: neues Frontdesign, LED-Scheinwerfer in den höheren Ausstattungslinien, deutlich verbesserte Geräuschdämmung, Direkteinspritz-Benziner (1.6 GDi) und die 7-Gang-DCT bei den 1,6-CRDi-Dieseln. Dadurch sanken die CO₂-Werte auf 109–145 g/km. Diese Änderungen wurden in ganz Europa umgesetzt – in Deutschland lag der Fokus besonders stark auf Euro-6-Dieseln, während Euro-5-Modelle vor 2015 dominierten. Das Facelift steigerte die Restwerte gebrauchter Fahrzeuge erheblich, da die neuen Motoren meist 0,5–1,0 l/100 km sparsamer waren. 2017 endete die Produktion zugunsten der Nachfolgegeneration.
Betriebserfahrungen und technische Besonderheiten
Beim Betrieb eines Hyundai i30 II (GD) in Deutschland spielen vor allem die hiesigen Bedingungen eine Rolle: Diesel- und Benzinqualität, hohe Autobahnanteile und strenge TÜV-Vorgaben. Die Zuverlässigkeit ist insgesamt sehr hoch: Die 1,6-Gamma-Benziner erreichen bei guter Pflege locker 250.000–300.000 km, die Steuerkette sollte jedoch alle 150.000–200.000 km kontrolliert/ersetzt werden. Die 1,6-CRDi-Diesel sind noch langlebiger (oft 400.000 km und mehr), Turbolader-Probleme treten bei regelmäßiger Wartung selten auf. Besonders beliebt in Deutschland war der 1,6 CRDi mit 110–128 PS wegen des perfekten Kompromisses aus Leistung und Verbrauch.
Realistischer Verbrauch (nach NEFZ, reale Werte oft etwas höher):
- Benziner 1,6 l: 7–8 l/100 km Stadt / 5–6 l/100 km Landstraße
- Diesel 1,6 l: 5–6 l/100 km Stadt / 4–5 l/100 km Landstraße
Getriebe sind robust: Schaltkupplung hält 100.000–150.000 km, Automatik-Ölwechsel alle 60.000 km empfohlen. Frontantrieb ist wartungsarm. Ersatzteile sind dank großer Stückzahlen günstig und überall verfügbar; Originalteile kosten z. B. 25–50 € für Filter und 400–900 € für Fahrwerkskomponenten. Die Eigenreparaturfreundlichkeit ist hoch. In Deutschland wird Super Plus (95/98 ROZ) bzw. Diesel mit mindestens 10 ppm Schwefel empfohlen, um Injektoren und Partikelfilter zu schonen.
Fazit & beste Wahl für Deutschland
Der Hyundai i30 II (GD) überzeugt durch ausgewogene technische Daten, die auch heute noch überzeugen. Die Kombination aus 1,6 CRDi (110–128 PS), 6-Gang-Schaltgetriebe (später DCT) und Frontantrieb gilt als eine der stimmigsten: extrem niedriger Verbrauch (ca. 5 l/100 km kombiniert), günstige Unterhaltskosten (Inspektion ab ca. 300–500 €) und sehr gute Restwerte. Orientierende Gebrauchtwagenpreise in Deutschland für gut erhaltene 2015–2017-Modelle liegen derzeit zwischen 8.000 und 14.000 € je nach Laufleistung und Zustand. Automatik- oder Benzinvarianten eignen sich besser für reine Stadtbewohner, verbrauchen aber spürbar mehr. Die Entscheidung hängt vom Einsatzzweck ab – wer Wert auf Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit legt, fährt mit dem Diesel meist am besten, ohne dass er in allen Disziplinen unschlagbar wäre.