RB17: Der finale Hypercar des Formel-1-Designers | Automobil-Nachrichten weltweit – automotive24.center

Das finale Projekt des Formel-1-Designers: So wurde der Hypercar RB17 für private Besitzer

Das RB17-Projekt markiert den Abschluss einer der markantesten Phasen moderner Motorsport-Entwicklung

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Es handelt sich um ein Fahrzeug, das von einem legendären Formel-1-Konstrukteur für private Kunden entwickelt wurde, für die die Homologation für Meisterschaften keine Priorität hat, sondern absolute Effizienz auf der Rennstrecke. Die Veröffentlichung der finalen Version ermöglicht es zu verstehen, wie einer der einflussreichsten Ingenieure seiner Zeit das ideale Track-Fahrzeug sieht.

Von der Formel 1 zum extremen Hypercar

Die Entwicklung des RB17 erfolgte parallel zu anderen Projekten hochperformanter Straßenfahrzeuge, doch dieser Hypercar wurde von Anfang an ohne Rücksicht auf Reglements von Rennserien oder Anforderungen des Massenmarkts konzipiert. Im Gegensatz zu Straßenmodellen bestand keine Notwendigkeit, Homologationsnormen, Passagierkomfort oder Vielseitigkeit zu berücksichtigen.

Das finale Design unterscheidet sich deutlich vom frühen Prototyp. Das Fahrzeug erhielt eine aggressivere aerodynamische Form, weiterentwickelte Kühlluftkanäle und einen markanten zentralen Kiel, der vom Dach bis zum Heck der Karosserie verläuft. Das Layout ist strikt funktional und vollständig der Performance bei hohen Geschwindigkeiten untergeordnet.

Technische Philosophie und Antriebseinheit

Der RB17 basiert auf dem Prinzip minimalen Gewichts und maximaler Leistung. Das Trockengewicht liegt bei etwa 900 kg – ein außergewöhnlich niedriger Wert in dieser Fahrzeugklasse. Das Herzstück des Antriebs ist ein 4,5-Liter-V10-Saugmotor von Cosworth, der bis zu 15.000 U/min dreht und 1.014 PS leistet.

Zusätzlich kommt ein Elektromotor zum Einsatz, der in das Sechsgang-Sequenzgetriebe integriert ist. Er übernimmt Hilfsfunktionen einschließlich Rückwärtsfahrt und steuert weitere 203 PS bei. Die Gesamtleistung ist auf anhaltende Performance unter langanhaltender Belastung auf der Strecke ausgelegt, nicht auf Verbrauchsoptimierung.

Interieur und Straßenzulassung

Trotz der klaren Track-Ausrichtung verfügt der RB17 über grundlegende Elemente, die für straßenzugelassene Fahrzeuge typisch sind: Außenspiegel, Frontscheibe mit Scheibenwischer sowie Beleuchtungseinheiten vorn. Das Interieur ist jedoch extrem reduziert: physische Schalter, minimales Instrumentarium und vollständiger Verzicht auf Multimedia-Bildschirme.

Diese Kombination erweckt den Eindruck eines Fahrzeugs, das theoretisch im öffentlichen Straßenverkehr betrieben werden könnte, obwohl seine eigentliche Domäne geschlossene Rennstrecken bleiben.

Produktion und Preis

Insgesamt entstehen nur 50 Exemplare des RB17. Die Auslieferung an Kunden ist für den Frühling des kommenden Jahres geplant. Der Preis pro Exemplar liegt bei etwa 5.000.000 Euro, was den exklusiven Charakter des Projekts und seine Ausrichtung auf einen sehr kleinen Kreis von Besitzern unterstreicht.

Fazit

Der RB17 verkörpert die konzentrierteste Form ingenieurtechnischer Freiheit ohne Kompromisse. Er ist weder ein Straßensportwagen noch ein klassischer Rennwagen, sondern eine eigenständige Fahrzeugkategorie, die entwickelt wurde, um die absoluten Grenzen des Machbaren zu demonstrieren. Das Projekt stellt den logischen Abschluss jahrzehntelanger Formel-1-Erfahrung dar, die in das Format eines Privatfahrzeugs übertragen wurde.