Familien-SUV MG Hector für 11.000 Euro – Automobil-Nachrichten weltweit | automotive24.center

Familien-SUV aus China zu einem sehr günstigen Preis: Sieben Sitze, Gesten statt Knöpfe und große Ambitionen

Chinesische Automobilhersteller haben den Markt längst an den Gedanken gewöhnt: Für relativ wenig Geld erhält man sehr viel Auto

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Bei diesem Familien-SUV scheinen sie jedoch die Grenzen des Vertretbaren ausloten zu wollen. Die Rede ist vom Modell MG Hector, das in der aktuellen Version ab etwa 11.000 Euro angeboten wird. Für diesen Preis verspricht der Hersteller ein geräumiges Interieur, moderne Elektronik und die Möglichkeit, bis zu sieben Personen zu transportieren.

Wenig Knöpfe – viel Bildschirm

Die Modellgeschichte reicht bis ins Jahr 2018 zurück, als die Basisversion noch über eine logische Bedienung verfügte: Multimedia-Display und separate physische Tasten für die Klimaanlage. Doch die Trends haben gewirkt. Mit jeder Aktualisierung wurden weniger Knöpfe verbaut und der Bildschirm immer größer. Das Ergebnis: Ein zentraler Bildschirm von 14 Zoll und der nahezu vollständige Wegfall klassischer Regler.

Hier beginnt der interessanteste Teil. Die Nutzer sind – vorsichtig formuliert – nicht begeistert davon, für einfache Einstellungen wie die Innenraumtemperatur den Bildschirm bedienen zu müssen. Der Hersteller hat das wahrgenommen… ist aber einen anderen Weg gegangen.

Gesten statt klassischer Lösungen

In der jüngsten Aktualisierung wurde das Gestensteuerungssystem I-Swipe eingeführt. Klimaanlage und Audiosystem lassen sich durch Bewegungen mit zwei oder drei Fingern vor dem Bildschirm regeln. Die Idee dahinter: mehr Komfort und Sicherheit, da präzises Treffen von Icons und langes Hinschauen auf den Bildschirm entfallen.

Die Lösung ist durchaus diskussionswürdig. Ja, sie ist besser als endlose Menüs, aber physische Tasten wären für viele weiterhin intuitiver. Andererseits wirken Gesten technisch beeindruckend – und bieten Gesprächsstoff für Mitfahrer.

Technik ohne Überraschungen

Technisch gesehen gibt es keine Revolutionen. Unter der Haube arbeitet ein bewährter 1,5-Liter-Benzin-Turbomotor mit 143 PS. Später soll ein 2,0-Liter-Diesel mit 170 PS folgen. Für ruhige Familienfahrten reichen beide Antriebe mehr als aus.

Was man für das Geld bekommt

  • geräumiges Interieur mit Option auf drei Sitzreihen;
  • großer Multimedia-Bildschirm mit Gestensteuerung;
  • 18-Zoll-Leichtmetallfelgen;
  • zeitgemäßes Design und frische Karosseriefarben.

Fazit

Dieses Fahrzeug ist nicht perfekt. Die Bedienung über Bildschirm und Gesten wird nicht jedem gefallen, und die Materialqualität wurde klar am Preis ausgerichtet. Dennoch relativiert sich vieles beim Blick auf den Preis von rund 11.000 Euro. Einen Siebensitzer-SUV mit vergleichbarem Ausstattungsumfang findet man in dieser Preisklasse nur sehr schwer. Die Chinesen setzen erneut auf Vernunft – und scheinen damit erneut erfolgreich zu sein.