Bewertung des Besitzers Ан.Т.
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27 Januar 2026
Verbrauch ist wirklich niedrig, Innenraum bequem und leise, fährt sich angenehm, viele Features schon in der Basis, heizt im Winter schnell auf, Ersatzteile noch preislich im Rahmen
Plastik teilweise hart, Kofferraum für Familie etwas knapp, Federung schlägt in Schlaglöchern durch, zieht beim Überholen schwach, Rückfahrkamera bei Regen blind, Bedienung der Tasten nicht jedermanns Sache
Habe Anfang 2025 den i30 genommen, weil mein alter Focus 2013 mich langsam in den Wahnsinn trieb — Ölverbrauch, Aussetzer, Quietschen… und bei Benzinpreisen von 58–60 Hrywnja pro Liter war das kein Spaß mehr, sondern Strafe. Wollte etwas Frisches, das nicht ständig Geld frisst, mit Garantie und ohne böse Überraschungen. Chinesen kamen aus Prinzip nicht infrage (obwohl die mittlerweile ganz ordentlich sind), und über Hyundai hatte ich gelesen, dass sie lange laufen und nicht jammern. Verbrauch niedrig, sieht passabel aus, nichts Peinliches. Innenraum gecheckt — Frau sofort: „Na, wenigstens kein Taxilook.“ Damit war die Sache klar.
In den ersten Tagen bin ich mit breitem Grinsen gefahren. Das Auto ist leise, weich gefedert, nichts klappert, Gas geben und losfahren – ohne Ruckeln oder Theater. Man sitzt da und fragt sich: Wo ist der Benzingeruch, die Vibrationen, das Gefühl, dass gleich was abfällt? Gegenüber dem Focus ist der Unterschied deutlich: Der war hart, laut, das Getriebe ruckte wie verrückt, hier läuft dieser „Variator oder was sie da haben“ butterweich und belastet überhaupt nicht. Ja, anfangs wirkte es etwas spielzeugartig, viel Plastik, aber man gewöhnt sich schnell. Fühlt sich an wie eine neue Jacke: kein Traumauto, aber angenehm und zweckmäßig.
In der Stadt ist der i30 klasse. Klein, wendig, in den Staus von Lwiw oder Odessa kommt man ohne Fluchen und ohne viel Rangieren durch. Verbrauch freut einen — 5,8–6,5 Liter, wenn man nicht den Rennfahrer gibt. Auf der Landstraße hält er 140 locker, aber zum Überholen muss man manchmal voll aufs Gas, besonders wenn die Klimaanlage läuft. Federung nicht übermäßig komfortabel, schlägt in Löchern durch — vor allem auf unseren „Straßen“ —, aber bisher nichts gebrochen oder angefangen zu quietschen. Für den Alltag genau richtig: Arbeit, Kinder, Einkauf, alles schnell, einfach und ohne Stress.
Neulich sind wir als Familie — ich, Frau und die zwei Jungs — zur Schwiegermutter bei Charkiw gefahren. Kofferraum voll mit Torten, Tüten und Geschenken bis obenhin. Kinder hinten saßen ordentlich, nur der Kleine hat gemeckert, dass „die Beine einklemmen“, aber das ist Standard. Ruhig angekommen, kein Drama. Und vor zwei Wochen nach starkem Regen in einer Pfütze auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums steckengeblieben — dachte schon, wir müssen schieben. Aber nein, leicht Gas gegeben und raus. Die anderen drehen durch, ich fahre weg — haben danach lange mit Freunden gelacht: „Na sieh mal einer an, Vorderradantrieb.“
Natürlich gibt es auch Nachteile. Reifengeräusch auf der Autobahn nervt wirklich — ab 110 so ein Dröhnen, dass man das Radio weit aufdrehen muss. Innenraumplastik zerkratzt beim bloßen Hinsehen — Türen schon von den Schlüsseln der Frau gezeichnet, und sie wie immer: „Selbst schuld.“ Federung knallt bei großen Schlaglöchern so, dass man denkt, jetzt reißt was ab. Rückfahrkamera bei Regen nutzlos, verschmiert in einer Minute, einparken nach Gefühl und Erfahrung.
Insgesamt fahre ich jetzt fast ein Jahr damit und bisher überwiegen die Pluspunkte bei Weitem die Ärgernisse. Das Auto ist einfach, sparsam, geht nicht kaputt und raubt einem nicht den Verstand. Keine große Liebe, aber fürs Geld ein wirklich solides Fahrzeug, besonders wenn man nicht eimerweise Benzin einfüllen will. Würde ich nochmal wählen — wahrscheinlich wieder genau denselben, vielleicht mit Turbo und etwas besserer Ausstattung.