Bewertung des Besitzers Анатолій В.
2 Besitzer
28 Januar 2026
verbraucht kein Benzin wie verrückt, Ersatzteile überall und günstig, klein und wendig in der Stadt, Kofferraum überraschend brauchbar, Klimaanlage kühlt schnell
Schalldämmung schwach, ab 110 km/h auf der Autobahn unkomfortabel, harte und billig wirkende Kunststoffe im Innenraum, Rücksitzpassagiere bei langen Strecken etwas eingeengt, Automatikgetriebe zögert manchmal beim starken Anfahren
Ich habe den Accent ziemlich spontan genommen — ich brauchte einfach ein günstiges Auto, das nicht ständig auseinanderfällt und mit dem man sich morgens nicht schämen muss, zur Arbeit zu fahren. Habe vieles angeschaut: Logan, Rio, Polo, sogar eine alte Corolla. Am Ende fiel die Wahl auf den Accent: Baujahr 2020, nur ein Vorbesitzer, wirklich guter Zustand und der Preis war nach der Corona-Zeit deutlich gesunken. Kurz entschlossen gekauft, statt auf das „Traumauto“ zu warten.
In den ersten zwei Wochen bin ich mit Dauergrinsen gefahren. Klein, wendig, die Lenkung leichtgängig, Einparken ohne Nachdenken. Im Vergleich zu meinem alten 2109 war das eine andere Welt: dort war die Lenkung schwer wie Blei, hier weich, fast schwammig, aber angenehm. Einzig die Sitze haben mich anfangs gestört — flach, Rücken schnell müde. Mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt und merke es kaum noch.
In der Stadt macht das Auto richtig Spaß. Man schlüpft problemlos zwischen den Spuren durch, an der Ampel bei Bedarf als Erster weg, Verbrauch bei 6–6,5 l/100 km, solange man nicht ständig Vollgas gibt. Auf der Autobahn wird es nüchterner. Ab 120 km/h kommt der Lärm — Radkästen, Außenspiegel, alles dröhnt, Musik lauter und trotzdem kaum hörbar. Lkw-Überholmanöver wollen gut geplant sein. Bei ruhiger Fahrt mit 100–110 km/h ist es aber völlig in Ordnung.
Im Sommer habe ich meine Schwiegermutter vom Schrebergarten abgeholt: Kofferraum voll mit Kartoffeln, Tomaten, Gläsern — alles rein, noch Taschen obendrauf. Sie meinte danach: „Ich dachte, in so einem kleinen Auto passt gar nichts rein.“ Wir haben gelacht. Später wollte ein Freund einen alten Omasofa transportieren. Ich meinte, mal sehen, ob’s geht. Rücksitze umgeklappt, ein Ende im Innenraum, das andere aus dem Kofferraum raus — angekommen, auch wenn ich in jeder Kurve gehofft habe, dass nichts herunterfällt.
Ehrlich gesagt nervt es, dass er kalt ein paar Minuten braucht, bis er richtig anspringt — als würde er überlegen, ob er losfahren will. Im Winter steigt der Verbrauch auf 8–8,5 l/100 km, obwohl ich genauso fahre. Die hinteren Türen müssen manchmal richtig zugeknallt werden, sonst schließen sie nicht richtig. Und die Kunststoffe knarzen bei Kälte gelegentlich.
Insgesamt ein bodenständiges Arbeitstier. Kein „Wow“, nichts zum Angeben, aber auch kein Fehlkauf. Läuft, bisher ohne Defekt (hoffentlich bleibt’s so), geringer Verbrauch, lächerlich niedrige Steuern. Für Stadt, Garten und Alltag die nächsten 5–7 Jahre — absolut solide Wahl. Danach sieht man weiter, vielleicht irgendwann etwas Anspruchsvolleres, aber momentan fahre ich entspannt.