Rezension über das Auto Dacia Spring 2023

Bewertung des Besitzers Саша

1 Besitzer

25 Januar 2026

★ ★ ★ ★ ★ ★ ★
7/10

Vorteile

günstig im Laden, wendig in der Stadt, geht fast nie kaputt, klein und passt überall rein, heizt im Winter schnell, Verbrauch wirklich minimal

Nachteile

Dämmung katastrophal, auf der Autobahn ab 100 unangenehm, Reichweite im Winter stark reduziert, harter Kunststoff im Innenraum, hinten sehr eng, beschleunigt träge

Rezension

Ich habe mir dieses kleine Auto gekauft, weil die Benzinpreise mich inzwischen wirklich genervt haben, und ich fahre hauptsächlich in Kiew zur Arbeit und zur Schule der Kinder, ab und zu auch zur Datscha bei Bila Tserkva. Ich hatte überlegt, einen gebrauchten kleinen Benziner zu nehmen, aber nach etwas Recherche zu Elektroautos dachte ich mir — warum eigentlich nicht, der Spring ist das günstigste neue Modell und hat noch Garantie dazu. Wir haben ihn auf Kredit genommen, ehrlich gesagt — meine Frau hat anfangs gemeckert, das sei „so eine Art chinesischer Hocker“, hat sich aber dann dran gewöhnt.

Die ersten Tage waren wirklich ungewohnt. Man sitzt drin, und es ist komplett still, als wäre der Motor abgestorben, nur ein Piepen beim Anfahren. Ich habe es ständig mit meinem alten Logan verglichen — der hat gerattert und gestunken, hier herrscht Ruhe und es zieht sofort ohne Schaltvorgänge. Am Anfang fand ich es fast komisch — man fährt und denkt „ob er jetzt wohl gleich ausgeht?“. Aber nein, er läuft einfach weiter. Das Gefühl ist so eine Mischung aus „wow, die Zukunft ist da“ und gleichzeitig „naja, jetzt auch wieder nicht überwältigend“.

In der Stadt ist er super: Einparken macht richtig Spaß, er passt in enge Hinterhöfe problemlos rein. Im Winter sinkt die Batterie deutlich, statt 220–230 km sind real nur 140–160 km drin, aber für mich reicht es, weil ich nachts zu Hause günstig lade. Auf der Landstraße/Autobahn wird’s schwieriger — ab 110 pfeift der Wind laut, Lkw-Überholmanöver sind unangenehm, also bleibe ich bei 90–100 und komme klar. Verbrauch im Sommer 11–12 kWh/100 km, im Winter bis 18, aber immer noch deutlich günstiger als früher Benzin.

Neulich war mein Schwiegervater aus dem Dorf da, wir sind zu viert mit Gepäck gefahren — er hat hinten gemeckert, dass kein Platz für die Beine ist, aber wir sind gut angekommen, und die Kinder sind sofort eingeschlafen wegen der Ruhe. Ein anderes Mal bin ich in einen Wolkenbruch auf der Borispil-Straße geraten, Pfützen bis zu den Knien, und das Auto ist ruhig weitergefahren, ohne abzusterben wie alte Autos, nur Wasserfontänen. Schön, dass es mich nicht im Stich gelassen hat.

Was stört, ist der Lärm von Reifen und Wind — manchmal fühlt es sich an wie in einer Blechdose. Der Kunststoff ist überall hart und schon von den Schlüsseln meiner Frau zerkratzt. Und diese langsame Ladung an der normalen Steckdose — steht halbe Nächte dran, bis morgens voll ist. Schnellladung habe ich ein paar Mal probiert — geht, aber teuer, wenn man es öfter macht.

Insgesamt fahre ich ihn jetzt zwei Jahre, bereue den Kauf nicht, aber wenn ich heute wählen würde, würde ich vielleicht etwas Leistungsstärkeres fürs gleiche Geld in Betracht ziehen. Für Stadt und kurze Strecken ist er genau richtig, für lange Fahrten eher nicht. Na gut, dafür bleibt die Brieftasche an der Tankstelle voll.