Rezension über das Auto Dacia Sandero 2025

Bewertung des Besitzers Vania

1 Besitzer

27 Januar 2026

★ ★ ★ ★ ★ ★ ★ ★
8/10

Vorteile

spart Benzin extrem, klein und wendig, für die Größe überraschend geräumiger Innenraum, günstige Wartung, zuverlässig wie ein Amboss, startet im Winter sofort

Nachteile

Schalldämmung praktisch nicht vorhanden, harte Innenraumplastik, zieht bergauf nur mäßig, Heizung mittelmäßig, Kofferraum knapp mit Kinderwagen, Bedienung der Tasten gewöhnungsbedürftig (dauert wirklich lange)

Rezension

Ich habe Anfang 2025 einen Sandero gekauft, weil mein alter Logan von 2014 schon an allen Ecken und Enden Probleme machte und Benzin zu 60 UAH/L endgültig zu viel wurde. Ich wollte etwas Neues, ohne Aufpreis für „Premium“, habe gelesen, dass die neue Generation sparsamer ist, das Design moderner und der Preis weiterhin vernünftig blieb. Im Autohaus mit 5 Jahren Finanzierung gekauft — meine Frau meinte „Hauptsache kein Lada“, und los ging’s.

Die ersten Tage bin ich herumgefahren und habe gegrinst wie ein Idiot — der Wagen ist im Leerlauf leise, riecht nicht, zieht gleichmäßig ohne Löcher. Im Vergleich zum Logan — der hat mit dem Getriebe gerattert, hier ist alles weicher, die Lenkung leichter, man sitzt bequemer. Anfangs dachte ich „ob das irgendeine umetikettierte Chinesin ist“, aber nein, fährt sicher, nichts fällt ab. Das Gefühl war, als hätte man für relativ wenig Geld das Leben ein Stück verbessert, auch wenn es kein absolutes Wow ist.

In der Stadt einfach klasse — in den Staus von Lwiw oder Kiew kommt man überall durch, parkt wo man will, Verbrauch 5,5–6,5 bei ruhiger Fahrweise. Auf der Landstraße bis 130 km/h problemlos, darüber stören Reifen- und Windgeräusche beim Reden. Auf der Autobahn im Sommer 5,2–5,5, im Winter 7–7,5 — für Benzin ist das ein Traum nach dem alten Logan, der 9–10 verbraucht hat. Im Alltag praktisch — Einkauf, Kita, Arbeit, alles schnell und ohne Nerven.

Vor Kurzem sind wir zu viert mit Frau und zwei Kindern am Wochenende zu meinen Eltern bei Winnyzja gefahren. Kofferraum voll mit Kinderwagen und Taschen, die Kinder saßen hinten ordentlich, nur der Große hat gemeckert, dass „die Beine einklemmen“, aber wir kamen ohne Streit an. Vor zwei Wochen bin ich in einen Wolkenbruch auf der Umgehungsstraße geraten — Wasser bis zu den Knien, alle standen, ich bin langsam durchgefahren — Bodenfreiheit und kurze Überhänge haben geholfen, nichts wurde nass.

Was mich wirklich stört, ist der Lärm — ab 90 km/h muss man ins Telefon schreien, Musik auf Maximum. Das Plastik ist überall hart, schon zerkratzt von Kinderspielzeug. Die Heizung braucht im Winter ewig, die ersten 10 Minuten sitzt man mit Mütze da. Und diese Lenkradtasten — mal trifft man versehentlich die Lautstärke, mal schaltet sich der Tempomat aus, das nervt zwischendurch. Der Kofferraum ist knapp, der Kinderwagen passt nur, wenn man die Rücksitzlehne umklappt.

Insgesamt sind jetzt sechs Monate vergangen, ich fahre und bin insgesamt zufrieden. Das Auto ist einfach, ohne Schnickschnack, frisst wenig Benzin, ist bisher nicht kaputtgegangen. Ich würde nicht sagen, dass ich mich Hals über Kopf verliebt habe, aber fürs Geld ist es derzeit eine der vernünftigsten Optionen. Wenn ich nochmal kaufen würde — vermutlich wieder dieselbe, vielleicht gleich mit stärkerer Klimaanlage.