Bewertung des Besitzers Ваня
1 Besitzer
26 Januar 2026
hohe Bodenfreiheit, unzerstörbares Fahrwerk, Allradantrieb hilft wirklich, großer Kofferraum, Ersatzteile spottbillig, Verbrauch akzeptabel
Schalldämmung fast nicht vorhanden, harter Innenraum-Kunststoff, schwache Leistungsentfaltung, Heizung braucht ewig bis warm, Ergonomie stellenweise unglücklich, dünner Lack. Wer pingelig ist, findet noch mehr Kleinigkeiten
Ich habe 2020 den Duster genommen, weil ich ein Auto für alles brauchte — Stadt, Wochenendhaus, Schnee im Winter, und ohne bei Reparaturen pleitezugehen. Mein vorheriger Kleinwagen (Lacetti) hatte mich genervt — zu niedrig, im Winter hat er den Bauch aufgeschürft, und die Teile wurden teurer. Ich habe Alternativen geprüft und gerechnet: Für das Geld war der neue Duster mit Allrad und Schaltgetriebe die vernünftigste Lösung. Ich wollte nichts Modisches oder Teures im Unterhalt.
Als ich das erste Mal eingestiegen bin und losgefahren — ehrlich gesagt war ich erstmal enttäuscht. Der Innenraum ist spartanisch wie bei einem Traktor, alles knarzt, das Plastik ist hart, die Lenkung leicht wie bei einem Spielzeugauto. Aber nach ein paar Tagen habe ich mich dran gewöhnt und angefangen, es zu schätzen: Er steht hoch, schluckt Schlaglöcher problemlos, mein altes Auto hätte auf solchen Pisten das Fahrwerk ruiniert. Es fühlt sich an, als wäre man vom Fahrrad auf einen Traktor umgestiegen — robust und unkompliziert.
In der Stadt geht es gut, auch wenn er kein Sportler ist — an der Ampel lasse ich alle vor, aber ich parke überall, Bordsteine sind kein Thema. Auf der Autobahn hält er 130 locker, ab 140 pfeift der Wind und man muss fester zufassen. Im Winter hilft der Allrad wirklich: Zweimal bin ich zum Wochenendhaus gefahren, als alle durchdrehten, und ich bin einfach durchgekommen. Verbrauch 8–9 l/100 km auf der Landstraße, 10–11 in der Stadt — für so einen hohen Crossover völlig in Ordnung.
Im Sommer sind wir zu viert gefahren: Frau, Kind, Schwiegermutter und ich ans Meer. Kofferraum randvoll, die Schwiegermutter hinten hat zuerst gemeckert, es sei „eng und hart“, aber nach einer Stunde war sie ruhig und hat sogar gesagt, „es wird einem nicht übel wie in einem normalen Pkw“. Und letztes Jahr bin ich nach dem Regen im Schlamm auf einem Feldweg steckengeblieben: Die Freunde mit Priora haben neben mir gedreht, ich habe auf 4×4 geschaltet, Gas gegeben und bin raus — sie haben ewig Witze gemacht, ich sei jetzt Traktorfahrer.
Was stört, ist der Lärm: ab 100 muss man schreien, um sich zu verstehen, also dreht man das Radio lauter. Die Heizung braucht 10–15 Minuten, bis der Innenraum warm wird, man sitzt im Winter in der Jacke, bis es taut. Und diese kleinen Macken — ungünstige Becherhalter, Tasten wild verteilt, manchmal denkt man „wie konnte man das so bauen?“. Dazu der Lack, der schon vom Steinschlag am Motorhaube abplatzt und langsam rostet.
Kurz gesagt, vier Jahre später — ich fahre ihn immer noch und bereue es kaum. Das Auto ist einfach wie ein Hammer, geht selten kaputt, Reparaturen sind günstig. Es ist kein „Wow“-Gefühl und keine große Liebe, aber für unsere Straßen und den Geldbeutel eine der besten Entscheidungen. Wenn ich nochmal wählen müsste, würde ich wahrscheinlich wieder denselben nehmen, vielleicht mit Automatik gegen Aufpreis. So leben wir weiter, und das reicht.