Neuer Honda Prelude: Design, Hybrid und Preis | Weltweite Auto-News | automotive24.center

Neuer Honda Prelude: Auffälliges Äußeres ohne überzeugenden Inhalt

Die Rückkehr des Namens Prelude wurde anfangs als Versuch Hondas wahrgenommen, an die sportlichen Coupés der Vergangenheit zu erinnern

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Die Serienversion des Modells hat jedoch gezeigt, dass hinter dem attraktiven Design ein Fahrzeug steckt, das sich schwer tut, seinen Platz im Markt zu finden und bereits in den ersten Monaten Preiszugeständnisse machen musste.

Das Design als Hauptargument

Das Äußere des neuen Honda Prelude zieht tatsächlich Blicke auf sich. Das Coupé wirkt modern, die Proportionen der Karosserie betonen den sportlichen Charakter und die Länge von etwa 4,5 Metern vermittelt den Eindruck eines größeren und repräsentativeren Fahrzeugs im Vergleich zu kompakten Hatchbacks. Damit endet die Liste der offensichtlichen Vorteile jedoch weitgehend.

Technik ohne sportliche Ambitionen

Der Antriebsstrang des Prelude besteht aus einem Hybrid-System mit einem 2,0-Liter-Benzinmotor und einem Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 203 PS, wird jedoch durch ein stufenloses CVT-Getriebe stark eingeschränkt. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert etwa 8,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 188 km/h begrenzt.

Diese Werte wirken bescheiden – nicht nur für ein Coupé mit wiederbelebter Legendenbezeichnung, sondern auch im Vergleich zu deutlich günstigeren Volumenmodellen. Fahrzeuge mit klassischen Benzinmotoren und niedrigerem Preis bieten häufig vergleichbare oder sogar bessere Fahrleistungen und übertreffen den Prelude zudem in der Alltagstauglichkeit.

Preis und Marktrealität

Auf europäischen Märkten wird der Prelude für rund 48.000 Euro angeboten. In den USA startet das Modell bei etwa 39.000 Euro ohne Pflichtzubehör und Gebühren. Vor diesem Hintergrund wirkten vereinzelte Versuche von Händlern, Aufschläge zu verlangen, besonders fragwürdig, da Käufer in dieser Preisklasse auch deutlich leistungsstärkere und fahrerorientiertere Sportcoupés wählen können.

Erwartungsgemäß fiel das Interesse gering aus. Die Händler wechselten schnell von Aufschlägen zu Rabatten und unterboten die unverbindliche Preisempfehlung. Selbst das führte jedoch nicht zu einer spürbaren Nachfragesteigerung.

Verkaufszahlen und Vergleich mit der Konkurrenz

Die Statistiken der ersten Verkaufsmonate in den USA zeigten einen schwachen Start: Die Zulassungszahlen des Prelude liegen deutlich hinter Modellen wie Toyota GR 86, Subaru BRZ oder Nissan Z zurück. Selbst im Nischensegment der Sportcoupés befindet sich Honda in der Rolle des Nachzüglers.

Ausblick für das Modell

Die aktuelle Lage wirft Fragen zur Zukunft des Prelude in seiner jetzigen Form auf. Eine deutliche Leistungssteigerung ist unwahrscheinlich, da sie unweigerlich zu einem höheren Preis führen würde. Eine Preissenkung erscheint dagegen realistischer, würde jedoch eine Neuausrichtung des Konzepts erfordern und möglicherweise den Verzicht auf das komplexe Hybridsystem bedeuten.

Fazit

Der neue Honda Prelude zeigt, wie wenig ein ansprechendes Design allein ausreicht, um erfolgreich zu sein. Mit der aktuellen Kombination aus Preis, Leistungsdaten und Markterwartungen befindet sich das Coupé in einer schwierigen Position. Die weitere Entwicklung des Modells hängt davon ab, ob Honda bereit ist, den eingeschlagenen Kurs anzupassen.