
Mitsubishi Outlander III, auch bekannt als Mitsubishi Outlander dritte Generation, wurde zum echten Erfolgsmodell dank des perfekten Zusammenspiels aus Preis, Platzangebot und legendärer japanischer Zuverlässigkeit. In diesem Testbericht beleuchten wir den Mitsubishi Outlander 2013-2021: vom Debüt bis zur heutigen Attraktivität auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt. Diese Generation, weltweit von 2012 bis 2021 gebaut, markierte die Renaissance der Marke Mitsubishi im Segment der mittelgroßen SUVs und trat direkt gegen Toyota RAV4 und Honda CR-V an.
Einleitung
Die dritte Generation des Outlander mit internem Code ZJ/ZK wurde Ende 2012 auf der LA Auto Show vorgestellt, die Verkäufe in Europa und Deutschland starteten Anfang 2013. Die Produktion lief bis 2021 mit wichtigen Facelifts 2015 und 2018, bevor die vierte Generation kam. Weltweit wurden über 1,5 Millionen Exemplare verkauft, in Deutschland über das offizielle Mitsubishi-Händlernetz.
Das Fahrzeug basiert auf der GS-Plattform (Global Shared), die gemeinsam mit Renault-Nissan entwickelt wurde – dieselbe wie beim Nissan X-Trail/Rogue. Das sorgt für exzellente Ersatzteilverfügbarkeit, Kostenvorteile und eine um 30 % steifere Karosserie als beim Vorgänger. Die Abmessungen wuchsen: Länge 4695 mm (+120 mm), Breite 1815 mm, Radstand 2670 mm – genug Platz für die optionale dritte Sitzreihe (7 Sitze). Bodenfreiheit 215 mm, Böschungs- und Abfahrtswinkel 21°/21°, bestens geeignet für deutsche Straßen und leichte Feldwege.
Das Design des Mitsubishi Outlander 2013-2021 führte den neuen Dynamic-Shield-Look ein: markante Chrom-„Hufeisen“-Grill, schmale LED-Scheinwerfer (ab 2015), muskulöse Radläufe und fließende Linien. Das Heck ist schlicht mit horizontalen Leuchten und Dachreling. Technisch: Saugbenziner 2.0 l (146–150 PS) und 2.4 l (167 PS) mit Steuerkette, Jatco-CVT (beim 2.0) oder 6-Gang-Automatik INVECS-III (beim 2.4). Der Allradantrieb S-AWC (Super All Wheel Control) mit drei Modi (2WD, 4WD Auto, 4WD Lock) war bei den meisten Versionen Serie. Kofferraum 477–1608 l (5 Sitze) bzw. 128–1608 l (7 Sitze), Tank 60 l. In Deutschland gab es angepasste Versionen: verbesserter Korrosionsschutz, Winterpaket und Euro-5/6-Norm.
Diese Generation passte hervorragend zum deutschen Markt, wo der Bedarf an 7-Sitzern für Familien und Freizeitaktivitäten stetig wächst. Der Mitsubishi Outlander dritte Generation ist weit mehr als ein Auto – ein echter Allrounder für Stadt, Autobahn und leichte Offroad-Passagen.
Was ist neu gegenüber dem Vorgänger?
Im Vergleich zum Outlander II (CW, 2006–2012) vollzog sich eine radikale Weiterentwicklung vom kompakten Crossover zum vollwertigen Mittelklasse-SUV. Das Design änderte sich komplett: vom konservativen japanischen Look hin zu einer aggressiveren, europäisch geprägten Optik. Der Dynamic Shield ersetzte die freundliche Front, die Scheinwerfer wurden schmaler und schärfer, die Silhouette länger und flacher (Höhe 1680 mm statt 1690 mm) – Cd-Wert verbessert von 0,36 auf 0,33. Mehr Länge (+120 mm) und Radstand (+70 mm) brachten +100 mm Beinfreiheit hinten und eine optionale dritte Reihe für Kinder oder Gepäck.
Die GS-Plattform war ein Quantensprung: die alte war veraltet; die neue bietet 30 % mehr Steifigkeit, besseres Handling (McPherson vorne, Multilink hinten) und deutlich weniger Geräusche (NVH um 5–7 dB reduziert). Tieferer Schwerpunkt, Wendekreis 5,3 m – ideal für den Stadtverkehr.
Technisch wurde viel verbessert. Motoren: 2.0 MIVEC mit Direkteinspritzung (10–15 % weniger Verbrauch, Mix ca. 7,5–8,5 l/100 km), ähnlich beim 2.4. Das CVT-Getriebe löste das alte Automatikgetriebe ab – sanfter und langlebiger (200–250.000 km bei guter Pflege). Elektronischer S-AWC verteilt das Drehmoment bis 50:50 und bietet Modi für Schnee/Schlamm. Infotainment: 7-Zoll-SDA-Bildschirm (Navigation für Deutschland), Bluetooth, USB; ab 2015 Apple CarPlay/Android Auto in den Topversionen.
Komfort: Innenraum deutlich großzügiger (Schulterfreiheit hinten +50 mm), weiche Materialien (Leder in Intense+), Zweizonen-Klima, Panorama-Glasdach optional. Dritte Reihe versenkbar, elektrische Heckklappe. Sicherheit top: 7 Airbags Serie, ABS, EBD, ESP, Berganfahrhilfe. Ab 2015: AEB (Frontkollisionsvermeidung), Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat. Sehr gute Crashtest-Ergebnisse (5 Sterne-Äquivalent), hochfester Stahl-Käfig (+40 % Energieabsorption).
Zusammengefasst entwickelte sich der Mitsubishi Outlander 2013-2021 zu einem familienfreundlichen Alleskönner mit Fokus auf Platz, Effizienz und moderne Assistenzsysteme – klar besser als der Vorgänger.
Markt in Deutschland
Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt gehört der Mitsubishi Outlander III zu den gefragtesten japanischen SUVs: hunderte Angebote auf mobile.de, autoscout24.de und bei Händlern. Zwar nicht so viele wie der RAV4, aber konstant nachgefragt dank günstiger Ersatzteile (Nissan-Kompatibilität), moderater Steuerlast (bis 2.0 l) und der 7-Sitzer-Option für Familien.
Preisspanne ungefähr (Januar 2026, Gebrauchtmarkt):
- 2013–2015, 2.0 CVT, 2WD/4WD — 10.500 € – 15.500 € (marktgerechter Preis in Deutschland)
- 2015–2018 Facelift, 2.0–2.4 CVT, 4WD — 16.000 € – 22.000 € (marktgerechter Preis in Deutschland)
- 2018–2021, 2.0/2.4, Top-Ausstattung — 23.000 € – 29.000 € (marktgerechter Preis in Deutschland)
Am meisten gesucht: 2.0 CVT 4WD (ca. 0–100 km/h in 10,5 s, Verbrauch Mix ca. 8–9 l/100 km) sowie faceliftete Intense/Instyle mit Panoramadach. US-Importe oft 10–15 % günstiger, aber auf Rost prüfen. Sehr gute Liquidität: meist in 3–6 Monaten verkauft, Wertverlust jährlich ca. 7–9 %.

Wichtigste Ausstattungsvarianten auf dem deutschen Markt
In Deutschland wurde der Mitsubishi Outlander dritte Generation in 4–5 Ausstattungslinien angeboten, angepasst an europäische Normen: bessere Dämmung, Winterpaket, Navigation mit deutscher Sprache. Die meisten Gebrauchten sind europäisch oder US-Import mit 2.0 oder 2.4 CVT 4WD.
- Inform / Base — seltene Basis: Stoffsitze, manuelle Klima, 18" Stahlfelgen, 6 Airbags, ESP, Tempomat, 6,1"-Display, USB. Sitzheizung vorn, elektrische Spiegel. Gebraucht ca. 10.500–13.500 €.
- Invite / Style — mit Abstand beliebteste (ca. 40 % Marktanteil): Zweizonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Einparkhilfe, 18" Leichtmetall, Lederlenkrad, Lenkrad- und Scheibenwischerheizung, 7"-SDA-Multimedia. 7 Sitze optional. ca. 14.500–19.000 €.
- Intense — meistverkaufte Mittelklasse: Ledersitze, Keyless, elektrische Heckklappe, Panoramadach, Totwinkelwarner, 7 Airbags. Rockford-Fosgate-Sound (9 Lautsprecher). ca. 19.000–24.000 €.
- Instyle / Ultimate — Topmodell: adaptiver Tempomat, AEB, Spurhalteassistent (ab 2018), belüftete Sitze, Head-up-Display, 19"-Felgen. Voller S-AWC. ca. 24.000–29.000 €, meist mit 2.4.
Für Deutschland zusätzlich: Frontscheibenheizung, verstärkter Unterbodenschutz, optionale 7-Sitz-Konfiguration. Auf dem Gebrauchtmarkt dominieren Invite/Intense 2016–2018 mit 2.0 CVT 4WD.
Fazit
Der Mitsubishi Outlander III (2013–2021) passt perfekt zum deutschen Markt, wenn Sie suchen nach:
- viel Platz für große Familien — 7 Sitze, riesiger Kofferraum, luftiger Innenraum;
- Alltagstauglichkeit in der Stadt — handliche Abmessungen, sanftes CVT im Stau, moderater Verbrauch;
- Freizeit & Ausflüge — S-AWC für Schnee und Schotter, Dachreling für Fahrräder oder Ski.
Warum er sich lohnt: Nissan-Kompatibilität (günstige Teile, ca. 400–700 € Wartung/Jahr), Top-Sicherheit (5 Sterne), gute Restwerte. 2026 ist er eine clevere Alternative zu vielen neuen SUVs asiatischer Newcomer – aber mit echter japanischer Qualität und Laufleistung 300.000+ km.
Worauf achten beim Gebrauchtkauf:
- CVT-Zustand (Probefahrt ohne Ruckeln, Ölwechsel alle 40.000 km);
- Rost an Radläufen und Unterboden (US-Importe rosten schneller);
- Echter Kilometerstand (VIN-Check via CarVertical o.ä.);
- Vorgeschichte (keine Ex-Taxis oder Firmenwagen >200.000 km);
- Dritte Sitzreihe (nur für Kinder praktikabel, sonst stark reduzierter Kofferraum).
Wer einen vielseitigen, soliden SUV für ca. 15.000–28.000 € sucht, macht mit dem Mitsubishi Outlander 2013-2021 (vor allem Facelift ab 2016 in Intense oder besser) immer noch eine sehr gute Wahl in Deutschland.