
In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden unter diesem Namen ein Hatchback und ein Coupé produziert. Heute interpretiert die Marke das Konzept neu und präsentiert einen modernen SUV mit coupéhafter Silhouette. Die Produktion ist für 2026 im Werk Melfi geplant, die Verkaufsfreigabe soll noch im selben Jahr mit Hybrid- und Elektroantrieben erfolgen.
Plattform und technische Basis
Der neue Gamma basiert auf der STLA-Medium-Architektur des Stellantis-Konzerns. Diese Plattform ist für Fahrzeuge der Mittelklasse konzipiert und unterstützt sowohl rein elektrische als auch hybride Antriebe. Auf ihr entstehen bereits Modelle wie der Peugeot 3008, Peugeot 5008, Opel Grandland und der Jeep Compass der nächsten Generation.
Für den Gamma sind mehrere Antriebsvarianten vorgesehen. In der Hybridpalette wird ein 1,2-Liter-Motor mit Mild-Hybrid-System und 145 PS erwartet, kombiniert mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Elektrovarianten erhalten einen Elektromotor mit 170 kW (231 PS) und Batterien mit 74 oder 97 kWh Kapazität. Die maximale Reichweite soll bei rund 700 Kilometern liegen.
Später ist ein Plug-in-Hybrid mit etwa 200 PS und einer rein elektrischen Reichweite von rund 90 Kilometern geplant. Zudem wurde eine sportliche HF-Version mit zwei Elektromotoren und einer Systemleistung von etwa 350 PS angekündigt.
Format und Abmessungen
Der Gamma wird das Flaggschiff-Modell der Marke. Ersten Angaben zufolge beträgt die Karosserielänge etwa 4,70 Meter. Das Fahrzeug verbindet Elemente eines Crossovers und eines Coupés: erhöhte Bodenfreiheit und kräftige Proportionen mit einer abfallenden Dachlinie und einer ausgeprägten Heckpartie.
Die Karosserieelemente unterstreichen den modernen Charakter des Modells:
- versteckte hintere Türgriffe, integriert in die Säulen;
- ausfahrbare vordere Türgriffe bündig zur Karosserie;
- Heckspoiler und ausgeprägter Diffusor;
- schmale LED-Rückleuchten mit vertikalen Elementen.

Design und Lichtsignatur
Der erste offizielle Teaser zeigte die charakteristische Lichtgrafik der Marke. Auf der Kofferraumklappe befindet sich ein vertikaler LED-Streifen, über dem ein horizontales Leuchtelement verläuft. Der Frontbereich setzt das Thema des Pu+Ra-HPE-Prototyps fort: ein markanter Grill mit stilisiertem „kelchförmigem“ Umriss kombiniert mit einer feinen LED-Linie am oberen Rand und einem zusätzlichen vertikalen Element in der Mitte.
Winterprototypen bestätigten den Crossover-Charakter des neuen Modells. Die Scheinwerfer sitzen im unteren Bereich der Frontstoßstange, und die Konstruktion verfügt über aktive Aerodynamikklappen zur Effizienzsteigerung. Die Dachlinie geht fließend in einen kompakten Spoiler über und erzeugt ein dynamisches Profil.
Produktion und Positionierung
Die Montage des neuen Gamma erfolgt im italienischen Stellantis-Werk in Melfi. Diese Anlage wird für die Produktion mehrerer Modelle auf der STLA-Medium-Plattform vorbereitet. Lancia erhofft sich, dass die Rückkehr des Namens Gamma die Position der Marke im mittleren Segment stärkt und den Wettbewerb mit modernen Coupé-Crossover-Modellen europäischer Hersteller ermöglicht.
Fazit
Der neue Lancia Gamma stellt einen wichtigen Schritt in der Erneuerung der Marke dar. Das Modell vereint eine moderne Plattform, eine breite Auswahl an Hybrid- und Elektrovarianten sowie ein ausdrucksstarkes Design mit Elementen des Pu+Ra-Konzepts. Die Wiederbelebung des historischen Namens im Coupé-Crossover-Format unterstreicht das Bestreben der Marke, eine stabile Position im mittleren Segment einzunehmen und Tradition mit zeitgenössischer Technologie zu verbinden.