Kia Sorento III (UM) – Test, Daten & Gebrauchtpreise in Deutschland | automotive24.center

Kia Sorento III (UM) – Generation im Test

Der Kia Sorento der dritten Generation mit internem Kürzel UM wurde von 2014 bis 2020 gebaut

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Diese Generation gilt inzwischen als abgeschlossen, da Kia ab 2020 auf die vierte Generation (MQ4) umgestiegen ist. Das Modell feierte 2014 auf dem Pariser Autosalon seine Weltpremiere, die Verkäufe in Europa starteten Anfang 2015. Der Sorento basiert auf der Hyundai-Kia N3-Plattform, die speziell für mittelgroße SUVs des Konzerns entwickelt wurde. In der Kia-Modellpalette nahm der Sorento III die Position des Top-Siebensitzers ein – deutlich über dem Sportage positioniert – und bot ein höheres Maß an Komfort und Technik für den Familienalltag. Markanteste Merkmale waren das expressive Design mit der berühmten „Tigernase“, eine breite Motorenpalette (Benziner, Diesel, Hybrid), optionaler Allradantrieb sowie ein klarer Fokus auf Sicherheit mit umfangreichen Assistenzsystemen.

Was ist neu gegenüber dem Vorgänger?

Der Kia Sorento der dritten Generation (UM) unterschied sich deutlich vom konservativeren und praxisorientierten Vorgänger (XM, 2009–2014). Im Vergleich zum Vorgänger erhielt die neue Generation:

  • ein modernes, aggressiveres Außendesign mit schärferen Linien, größerer Niere und LED-Scheinwerfern für einen deutlich hochwertigeren Auftritt;
  • die steifere N3-Plattform mit 20 % mehr Karosseriesteifigkeit und ca. 100 kg weniger Gewicht dank hochfester Stähle – das verbessert die Fahrdynamik spürbar;
  • eine modernisierte Motorenpalette mit 2.4 GDI (188 PS), 2.0 T-GDI (240 PS) bei den Benziner, 2.2 CRDi (200 PS) Diesel und 2.4 Hybrid (197 PS), kombiniert mit 6- oder 8-Gang-Automatik;
  • deutlich besseren Innenraumkomfort durch verbesserte Dämmung, optionalem Panoramadach und belüfteten Sitzen in den Topversionen;
  • erhöhte Sicherheitsausstattung mit sieben Airbags, ESP, adaptivem Tempomat und Spurhalteassistent – viele Funktionen wurden nach dem Facelift 2017 serienmäßig.

Aktueller Stand der Generation

Die Produktion des Kia Sorento III (UM) endete 2020. Die letzte Modellpalette umfasste Benziner 2.4 GDI und 2.0 T-GDI, den Diesel 2.2 CRDi, den Hybrid 2.4, 6-Gang-Automatik beim Diesel bzw. 8-Gang bei Benzinern und Hybrid, Front- oder Allradantrieb. Wichtigste Meilensteine: Debüt 2014, Facelift 2017 mit neuer Front, LED-Scheinwerfern, überarbeitetem Interieur, Hybridvariante und Euro-6d-Norm.

Das Facelift 2017 brachte neue Niere, LED-Scheinwerfer, 8-Zoll-Multimedia mit Apple CarPlay, bessere Geräuschdämmung und erweiterte Assistenzsysteme (Totwinkelwarner). Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt gelten die Modelle ab Facelift 2017–2020 – insbesondere mit 2.2 CRDi und Allrad – als besonders empfehlenswert: Sie vereinen Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und moderne Ausstattung.

Markt in Deutschland

Stand Anfang 2026 finden sich auf den großen Portalen (mobile.de, autoscout24.de) mehrere Tausend Angebote für den Kia Sorento III (UM) Baujahr 2014–2020. Neuwagen dieses Typs gibt es längst nicht mehr, frische Importe aus anderen EU-Ländern sind selten und meist teurer als lokale Fahrzeuge.

Der Gebrauchtmarkt ist lebhaft: Die meisten Fahrzeuge stammen aus dem Zeitraum 2017–2020, viele aus Deutschland selbst, einige aus Nachbarländern oder den USA. Zustände reichen von sehr gepflegten Exemplaren mit lückenloser Historie bis hin zu Unfall- und Reparaturfahrzeugen. Aktuelle Preisspanne (je nach Jahr, Laufleistung, Zustand und Ausstattung) auf dem deutschen Markt:

BaujahrMotor / AntriebOrientierungs-Preisspanne (€)
2014–20162.4 GDI / Frontantrieb9.000 – 14.000
2015–20172.2 CRDi / Allrad12.000 – 17.000
2017–20192.0 T-GDI / Allrad16.000 – 23.000
2018–20202.4 Hybrid / Allrad20.000 – 28.000

Besonders gefragt sind die Facelift-Diesel mit Allrad in den höheren Ausstattungslinien (Prestige / Premium-Äquivalent).

Wichtigste Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt

Typische Ausstattungsvarianten, die man häufig antrifft:

  • Classic / Basis — Stoffsitze, manuelle oder einzonige Klimaautomatik, einfaches Audio, 17-Zoll-Felgen, wenige Assistenzsysteme;
  • Prestige / EX-Äquivalent — Teilleder-Sitze, Zweizonen-Klimaautomatik, 7–8-Zoll-Navi-Multimedia, Sitzheizung vorn, Tempomat, 18-Zoll-Felgen;
  • Premium / SX-Äquivalent — Vollleder, Panoramadach (oft), 360°-Kamera (ab 2017), erweiterte Assistenzsysteme, Reifendruckkontrolle, 19-Zoll-Felgen, Allrad optional.

Auf dem deutschen Markt dominieren Diesel 2.2 CRDi mit Allrad, Leder und umfangreicher Sitzheizung (auch hinten). Das Fahrwerk ist hinten unabhängig Mehrlenker, ohne große Unterschiede zwischen den Linien – Luftfederung nur sehr selten in Topversionen.

Fazit & Relevanz der Generation

Im Jahr 2026 bleibt der Kia Sorento III (UM) auf dem deutschen Gebrauchtmarkt eine attraktive Wahl für Familien, die einen geräumigen Siebensitzer-SUV mit zeitgemäßer Technik unter 30.000 € suchen. Er bietet ein sehr gutes Gleichgewicht aus Komfort, Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit – ohne auf Sportlichkeit zu setzen.

Die Generation ist nach wie vor interessant wegen günstiger Ersatzteile und moderater Unterhaltskosten. Besonders die Facelift-Modelle 2017–2020 mit 2.2 CRDi (200 PS) und Allrad in gehobener Ausstattung punkten mit niedrigem Verbrauch (ca. 7–9 l/100 km), hoher Wertstabilität und Laufleistungen von deutlich über 300.000 km bei guter Pflege.

Beim Kauf eines gebrauchten Sorento UM sollte man besonders prüfen:

  • Getriebe-Ölwechselhistorie (alle 60.000 km empfohlen);
  • Zustand von Turbolader und DPF bei Dieseln (ab ca. 150.000 km kritisch);
  • keine schweren Unfallschäden und fachgerechte Reparaturen;
  • Funktion des Allradantriebs (Kupplung prüfen);
  • Fahrwerkszustand (Stoßdämpfer, Querlenker) – auf deutschen Straßen und Autobahnen zeigt sich Verschleiß deutlich.

Der Test des Kia Sorento dritten Generation zeigt: Auch nach Jahren bleibt er auf dem Gebrauchtmarkt konkurrenzfähig – dank großzügigem Raumangebot und solider Technik.