Kia Sorento III (UM) 2014–2020 Innenraum – Ausstattung, Materialien, Facelift | automotive24.center

Der Innenraum der dritten Kia Sorento-Generation (UM) (2014–2020) — Komfort, Ausstattungslinien und wichtigste Änderungen für Deutschland

Der Kia Sorento der dritten Generation (Baureihe UM), gebaut von 2014 bis 2020, bot ein auf Familienkomfort ausgelegtes Interieur im Segment der mittelgroßen SUVs mit optionaler Siebensitzer-Bestuhlung und hoher Alltagstauglichkeit

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Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt im Jahr 2026 zählt der Sorento III weiterhin zu den gefragtesten Siebensitzern im mittleren Preissegment – viel Platz, solide Ausstattung und faire Preise. Im Folgenden beleuchten wir die Stärken des Innenraums, die gängigsten Ausstattungslinien, die Designentwicklung sowie typische Erfahrungen und Kritikpunkte von Besitzern aus Foren und Testberichten der damaligen Zeit.

Gesamteindruck Innenraum

Der Innenraum des Kia Sorento III folgt einer klar horizontal gegliederten Armaturentafel: Der obere Bereich nimmt Dekoreinlagen und Luftdüsen auf, der untere Bereich beherbergt Infotainment und Klimabedienelemente. Die Mittelkonsole ist leicht zum Fahrer geneigt – klassische Ergonomie. In Basisversionen dominieren harte Kunststoffe und Stoffsitze, in den mittleren und oberen Linien kommen Kunst- oder Echtleder, Soft-Touch-Flächen sowie Holz- oder Aluminiumoptik zum Einsatz. Die Verarbeitungsqualität liegt deutlich über dem Klassendurchschnitt: sehr enge Spaltmaße, strapazierfähiges Leder, doch die harten Kunststoffe im unteren Bereich neigen nach einigen Jahren zu Knarzgeräuschen – ein häufig genannter Punkt in Besitzerforen.

Das Kombiinstrument ist analog mit optischem Tacho und kleinem monochromem Bordcomputer-Display (ab Facelift in höheren Linien 4,2-Zoll-Farbdisplay). Der zentrale Touchscreen misst 7 bis 8 Zoll, Navigation gab es in den besseren Ausstattungen. Die Sitzposition ist sehr gut: Lenksäule höhen- und längsverstellbar, Sitz mit ausreichend Verstellwegen (elektrisch in Topversionen), Pedale logisch angeordnet – lange Autobahn-Etappen werden ohne Ermüdung bewältigt.

Die Vordersitze bieten guten Seitenhalt und ausreichend Beinfreiheit (ca. 105 cm) sowie Schulterfreiheit (ca. 148 cm). Die zweite Reihe nimmt drei Erwachsene auf: Knieabstand etwa 95 cm, Kopffreiheit 98 cm – der hohe Mitteltunnel macht den Mittelsitz jedoch auf längeren Strecken unbequemer. Die dritte Reihe (Siebensitzer) ist für Kinder oder Kurzstrecken ausgelegt, Knieabstand nur ca. 70 cm. Die Frontsicht ist gut, die dicken A- und C-Säulen schränken die Rundumsicht ein – ab Werk meist mit Rückfahrkamera entschärft.

Das Kofferraumvolumen liegt bei ca. 660 Litern (bis Abdeckrollo) in der Siebensitzer-Konfiguration und wächst auf bis zu 1732 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank (40:20:40). Sehr praxisnah: ebener Ladeboden, niedrige Ladekante, vollwertiges Ersatzrad unter dem Boden. Im Alltag überzeugt der Innenraum mit vielen Ablagen in Türen und Mittelkonsole – einziges Manko für heutige Maßstäbe: kein kabelloses Laden (damals noch nicht üblich).

Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt

Auf dem deutschen Gebrauchtmarkt dominieren folgende Ausstattungsvarianten des Kia Sorento III (UM):

Ausstattungslinie Typische Baujahre Innenraum-Materialien Infotainment Klima Wichtige Ausstattung
Edition 7 / Basis 2014–2017 Stoff, harte Kunststoffe 7" Audio-System Einzona Tempomat, Sitzheizung vorn, 17-Zoll-Felgen
Spirit / Vision 2015–2020 Stoff + Leder, weiche Flächen 8" mit Navigation (ab 2017) Zweizonen Rückfahrkamera, Einparksensoren, Lenkradheizung, 18-Zoll-Felgen
Platinum / GT-Line 2017–2020 Leder, Holzoptik 8" mit Apple CarPlay Dreizonen Panorama-Glasdach (oft), ESP, Totwinkelwarner, 19-Zoll-Felgen

Spirit- und Platinum-Versionen machen den Löwenanteil des Angebots aus – viele Fahrzeuge wurden 2016–2018 offiziell nach Deutschland importiert. Panoramadächer gab es fast ausschließlich in den Top-Linien und sind vergleichsweise selten. Fahrerassistenzsysteme wie ESP und adaptiver Tempomat wurden ab Facelift 2017 in den höheren Linien Standard oder weit verbreitet – Allradantrieb war bei deutschen Käufern wegen wechselhafter Witterung sehr gefragt.

Entwicklung und Facelift 2017

Der Innenraum entwickelte sich schrittweise, das große Update kam 2017. 2014–2016 startete man mit 7-Zoll-Monitor, Leder in Spirit und solider Grundgeräuschdämmung. Ab 2016 kamen Sitzheizung hinten in Top-Ausstattungen und bessere Belüftung hinzu.

Das Facelift 2017 brachte: neu gestaltete Mittelkonsole mit 8-Zoll-Touchscreen, weichere Kunststoffe und zusätzliche Zierteile, erweiterte Farbpalette (Schwarz, Beige, Grau). Die Geräuschdämmung wurde durch zusätzliche Dämmmatten im Motorraum und Radhäusern spürbar verbessert (ca. 10–15 % weniger Abrollgeräusche). Infotainment erhielt Apple CarPlay / Android Auto, das Kombiinstrument optional ein 4,2-Zoll-Farbdisplay. Insgesamt wirkt der Innenraum danach deutlich zeitgemäßer.

2018–2020 kamen kleinere Annehmlichkeiten wie zusätzliche USB-Anschlüsse in den oberen Linien hinzu. Post-Facelift-Modelle (2017–2020) erzielen auf dem Gebrauchtmarkt 15–20 % höhere Preise – bessere Materialbeständigkeit, weniger Knarzen, insgesamt leisere Kabine.

Häufige Fragen & bekannte Schwachstellen

Die am häufigsten genannten Stärken und Schwächen des Innenraums auf dem deutschen Gebrauchtmarkt:

  • Materialabnutzung: Leder in Spirit/Platinum hält lange, verblasst aber nach 4–6 Jahren starker Sonneneinstrahlung; Basistoff verschmutzt schnell;
  • Schwachstellen: Kunststoff-Applikationen auf der Konsole zerkratzen leicht, Türgriffe zeigen Gebrauchsspuren;
  • Geräusche: Vor-Facelift-Modelle knarzen stärker auf schlechten Straßen; ab 2017 deutlich besser, Reifengeräusche auf der Autobahn aber immer noch hörbar;
  • Rücksitz-Komfort: zweite Reihe ausreichend dimensioniert, dritte Reihe für Erwachsene zu eng; Sitzheizung im Winter unverzichtbar;
  • Rundumsicht: dicke Säulen erzeugen tote Winkel, Rückfahrkamera hilft – verschmutzt aber bei Nässe schnell;
  • Pflege: helle Innenräume ziehen Staub und Straßenschmutz magisch an; regelmäßige Reinigung wichtig.

Die meisten dieser Punkte treten bei Fahrzeugen stärker auf, die viel auf schlechten Straßen unterwegs waren oder selten innen gereinigt wurden.

Fazit & Relevanz 2026

Im Jahr 2026 wirkt der Innenraum des Kia Sorento III (vor allem die Facelift-Modelle ab 2017) im Vergleich zu aktuellen Fahrzeugen etwas altbacken (kleinere Bildschirme, kein vollständiges Touch-Bedienkonzept), bleibt aber für sein Alter sehr ordentlich: hochwertige Materialien und durchdachte Ergonomie halten mit vielen Konkurrenten aus den 2010er-Jahren problemlos mit.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten derzeit meist die Spirit-Modelle Baujahr 2017–2019: Leder, Zweizonen-Klima, 8-Zoll-Monitor, Sitzheizungen – alles zusammen oft im Bereich von ca. 18.000–24.000 € (orientierende Marktpreise für Deutschland). Sie bieten sehr viel Auto fürs Geld, ohne die Aufpreise der Platinum-Linien, bei denen Panoramadach und Assistenzsysteme zwar Komfort bringen, aber selten den Mehrpreis rechtfertigen.

Beim Kauf eines Gebrauchten unbedingt prüfen:

  • Zustand von Leder und Kunststoffen (keine Risse, starkes Ausbleichen);
  • Vollständige Funktion des Infotainments (Navigation, CarPlay);
  • Keine dauerhaften Knarzgeräusche oder Spuren von Laienreparaturen;
  • Erhalt der hellen Zierteile und saubere Teppiche;
  • Einwandfreie Sitzheizung und Belüftung (besonders wichtig bei Winterbetrieb).

Der Innenraum bleibt bis heute einer der stärksten Bereiche des Kia Sorento 2014–2020 auf dem deutschen Gebrauchtmarkt im Budget bis etwa 28.000 €.