
Diese Generation des Kia Sportage wird häufig für ihren Wandel zu einem deutlich moderneren Design und besserer Technik gelobt. Sie basiert auf der gemeinsamen Plattform mit dem Hyundai Tucson der zweiten Generation (LM) und profitiert so von einer einheitlichen, soliden technischen Basis. In der Kia-Modellpalette positioniert er sich als erschwinglicher, praktischer Kompakt-SUV für den Stadt- und Überlandverkehr – ideal für Familien. Charakteristisch sind die markanten, von Peter Schreyer gezeichneten Linien, die hohe Gürtellinie, schmale Seitenscheiben und die expressive Front. Das Fahrwerk bietet eine Einzelradaufhängung rundum, Allradantrieb optional und motorseitig eine große Bandbreite je nach Markt.
Der Verkaufsstart in Europa erfolgte im April 2010 – in Deutschland war das Modell kurz darauf über die Händlernetze verfügbar. Die Generation ist abgeschlossen, die Produktion endete 2016 mit dem Übergang zur Nachfolgegeneration.
Was ist neu gegenüber dem Vorgänger?
Im Vergleich zum Kia Sportage II (JE/KM, 2004–2010) gab es einen deutlichen Sprung. Das Äußere wirkt dynamischer und zeitgemäßer: die Karosserie wurde um 95 mm länger (auf 4.445 mm), 15 mm breiter und flacher – das verbessert Aerodynamik und Fahrstabilität. Die kantigen Formen wichen fließenden Linien und einer aggressiven Lichtsignatur, die dem europäischen Geschmack sehr entgegenkam.
Die Plattform wurde mit dem Tucson vereinheitlicht: McPherson-Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse sorgen für deutlich besseren Komfort und präziseres Handling. Die Ausstattung legte zu – ESP serienmäßig in vielen Versionen, bis zu sechs Airbags und Touchscreen-Infotainment. Der Innenraum wurde etwas großzügiger (Radstand +10 mm), die Geräuschdämmung verbessert und die Materialanmutung hochwertiger.
Bei der Sicherheit kamen aktive Systeme wie ESP und Berganfahrhilfe hinzu. Die Motoren wurden effizienter – weg vom V6, hin zu modernen Vierzylindern. Besonders in Deutschland waren die Dieselversionen wegen des günstigen Verbrauchs sehr beliebt.
Aktueller Stand der Generation
Die letzte Modellpalette umfasste Benziner und Diesel, Front- oder Allradantrieb, Schaltgetriebe oder Automatik. Wichtige Meilensteine: Marktstart 2010, Facelift 2014 mit neuem Kühlergrill, überarbeiteter Optik, verbessertem Interieur und optimierten Motoren (der 2.4er stieg auf ca. 182 PS, in manchen Märkten gab es Turbo-2.0er mit bis zu 260 PS).
Auf dem Gebrauchtmarkt gelten die Facelift-Modelle 2014–2016 mit den 2.0 CRDi-Dieseln (136–184 PS) als besonders empfehlenswert – sie überzeugen durch Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit. Die Benziner 2.0 (ca. 166 PS) eignen sich für entspannte Fahrweise, brauchen aber Pflege. Allradversionen sind wegen ihrer guten Traktion auf nassen oder winterlichen Straßen gefragt.
Markt Deutschland
In Deutschland ist der Kia Sportage III auf dem Gebrauchtmarkt sehr präsent. Auf Plattformen wie mobile.de, autoscout24.de oder kleinanzeigen.de finden sich regelmäßig mehrere Hundert Angebote. Neuwagen gibt es längst nicht mehr, vereinzelt tauchen aber frische EU-Importe auf – bei einem Alter von über 10 Jahren bleibt das jedoch die Ausnahme.
Der Zustand ist meist solide: Viele Fahrzeuge haben Laufleistungen zwischen 140.000 und 220.000 km und wurden regelmäßig gewartet. Der aktuelle Preisrahmen liegt ungefähr zwischen 8.000 und 15.500 Euro, je nach Baujahr, Kilometerstand, Zustand und Ausstattung. Frühe Modelle 2011–2012 sind günstiger, gut gepflegte Facelift-Exemplare 2014–2016 mit wenig km liegen deutlich höher. Orientierungspreis für den deutschen Markt.
Am stärksten nachgefragt sind die 2.0 CRDi Diesel mit Automatik und Allrad sowie Ausstattungen ab Comfort-Niveau – das spiegelt die Vorliebe für sparsame, langstreckentaugliche Diesel wider.

Typische Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt
Die gängigsten Ausstattungslinien in Deutschland sind Basis (Base/Edition 7), Comfort, Elegance und die Topversion (Spirit oder Prestige).
Die Basisversion bietet Stoffsitze, Klimaanlage, einfaches Radio, ABS und Airbags. Comfort-Line bringt meist Klimaautomatik, Tempomat, Alufelgen, Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Höhere Linien haben Teilleder oder Vollleder, Rückfahrkamera, Einparkhilfe. Die Topmodelle kommen oft mit Vollleder, Navigationssystem, Panoramadach und adaptiven Scheinwerfern.
In Deutschland dominieren Stoff- oder Kunstledersitze, Infotainment mit USB/MP3, Assistenzsysteme wie ESP und Berganfahrhilfe. Das Fahrwerk ist auf europäische Straßenverhältnisse abgestimmt, Winterpakete waren beliebt. Motoren: vor allem Diesel 2.0 CRDi (136–184 PS) und Benziner 2.0 MPI (166 PS), der 1.7 CRDi war seltener. Getriebe: 6-Gang-Schalter oder Automatik. Antrieb: Frontantrieb Standard, Allrad (AWD) sehr häufig gewählt.
| Ausstattung | Wichtigste Merkmale |
| Base/Edition 7 | Klimaanlage, Basis-Radio, ABS |
| Comfort | Klimaautomatik, Tempomat, Bluetooth, Alufelgen |
| Elegance | Rückfahrkamera, Parksensoren, hochwertige Felgen |
| Spirit/Prestige | Leder, Navigation, Panoramadach |
Fazit & Relevanz heute
Der Kia Sportage der dritten Generation ist auch heute noch eine sehr solide Wahl auf dem Gebrauchtmarkt – für alle, die einen zuverlässigen, praktischen und sparsamen Kompakt-SUV suchen, besonders für Familien oder Vielfahrer. Er punktet weiterhin mit günstigen Preisen, überschaubaren Unterhaltskosten und bewährter Haltbarkeit.
Am besten geeignet sind die Facelift-Modelle ab 2014 mit Diesel 2.0 CRDi, Automatik und Allrad. Beim Gebrauchtwagenkauf unbedingt Motor (besonders Verschleiß bei hohen Laufleistungen), Getriebe, Fahrwerk und Elektronik prüfen lassen. Eine Fachwerkstatt, HU/AU-Historie und Kilometerprüfung sind in Deutschland unverzichtbar – gerade weil viele Fahrzeuge unterschiedlich gewartet wurden.