Nissan Rogue II 2013–2020 Innenraum: Materialien, Sitze & Ausstattungen | Automagazin – automotive24.center

Der Innenraum des Nissan Rogue II (2013–2020) – durchdacht, komfortabel und immer noch zeitgemäß

Der Innenraum des Nissan Rogue II vereint clevere Lösungen, hohen Sitzkomfort und solide Verarbeitung in einem kompakten SUV

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Der Innenraum des Nissan Rogue 2013–2020 verbindet moderne Materialien mit durchdachten Detaillösungen und eignet sich hervorragend für den Alltag. Auch im Jahr 2026 wirkt das Interieur auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch sehr frisch – besonders bei vielen gut erhaltenen Importfahrzeugen aus Übersee.

1. Gesamteindruck des Innenraums

Materialien & Design

Das Interieur der zweiten Rogue-Generation punktet mit weichen Kunststoffflächen im Armaturenbrett- und Türbereich sowie Stoff- oder Lederakzenten je nach Ausstattungslinie. Das Cockpit-Design ist elegant, übersichtlich und fahrerorientiert. Der 5- bis 7-Zoll-Touchscreen ist harmonisch integriert, analoge Instrumente werden durch ein kleines digitales Display ergänzt. Der Gesamteindruck war für die damalige Zeit modern, mit fließenden Linien und klarem Fokus auf Alltagstauglichkeit.

Hervorragender Sitzkomfort dank der bekannten Zero Gravity-Sitze von Nissan, die nach ergonomischen Erkenntnissen entwickelt wurden, um Ermüdung auf langen Strecken zu minimieren. Die Vordersitze bieten guten Seitenhalt und vielfältige Verstellmöglichkeiten (teils elektrisch). Die Rückbank ist großzügig dimensioniert – selbst größere Personen finden ausreichend Beinfreiheit und Kopffreiheit (Radstand 2.705 mm). Fünf Personen sitzen bequem, Kindersitze lassen sich problemlos befestigen.

Das Kofferraumvolumen liegt bei ca. 1.113 Litern im Normalzustand und wächst auf etwa 1.982 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank (40/20/40). Der Ladeboden ist eben und viele Fahrzeuge verfügen über das praktische Divide-N-Hide-Organisationssystem. Nützliche Details: Taschenhaken, Beleuchtung und elektrische Heckklappe in den höheren Linien. Perfekt für Großeinkäufe, Sportausrüstung oder Familienausflüge über die Autobahn.

2. Ausstattungslinien: was ist drin?

Typische Ausstattungen auf dem deutschen Markt

In Deutschland dominiert der Rogue II in den US-Ausstattungsvarianten S, SV und SL, da fast alle Fahrzeuge Importe sind. Die Basis S bietet Stoffpolster, manuelle Klimaanlage, Tempomat, Rückfahrkamera und einfaches Audiosystem. SV legt mit 2-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, Keyless Entry, 17- bis 18-Zoll-Felgen und verbessertem Infotainment mit Bluetooth nach.

Die Top-Variante SL kommt mit Leder, Panoramadach, Navigation, Bose-Soundsystem, 360-Grad-Kamera (Around View Monitor), LED-Scheinwerfern und Assistenzsystemen (Totwinkelwarner, Spurhalteassistent). Besonders gefragt sind SV und SL nach dem Facelift 2017 mit Apple CarPlay und Android Auto. Hier die typische Übersicht:

Ausstattung Sitzbezug Infotainment Klimaanlage Wichtige Assistenzsysteme & Extras
S (Basis) Stoff 5-Zoll-Display, Bluetooth Manuell Rückfahrkamera
SV (Komfort) Stoff + Sitzheizung 7-Zoll-Display, Apple CarPlay (ab 2017) 2-Zonen-Automatik Keyless, Totwinkelwarner
SL (Premium) Leder Navigation, Bose 2-Zonen-Automatik Panoramadach, 360°-Kamera, ProPILOT
Hybrid (selten) Stoff/Leder 7-Zoll-Display Automatik Eco-Modi

Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt sind reine S-Modelle selten, SV-Varianten machen einen großen Teil des Angebots aus. Orientierungspreis für Deutschland bei gut erhaltenen Modellen 2017–2020 liegt meist zwischen 14.500 € und 22.000 € je nach Kilometerstand und Zustand.

3. Entwicklung innerhalb der Generation

Wichtigste Interieur-Updates

Die Generation startete 2013 (Modelljahr 2014) mit einem soliden, aber eher schlichten Interieur. Das Facelift 2017 brachte deutliche Aufwertungen: neuer Lenkradkranz mit abgeflachtem Boden, deutlich bessere Geräuschdämmung (zusätzliche Dämmmaterialien in Türen und Boden), modernisiertes Kombiinstrument mit größerem Display sowie Apple CarPlay/Android Auto. Die Materialanmutung stieg durch mehr Soft-Touch-Flächen und Chrom-Applikationen. Dazu kam das ProPILOT-System mit adaptivem Tempomat und Spurhaltefunktion – ein großer Komfortgewinn auf langen Autobahnfahrten.

2018–2020 gab es nur noch Feinheiten: neue Farbkombinationen (u. a. Beige statt mancher Grautöne) und letzte Optimierungen am Infotainment. Modelle ab Facelift wirken deutlich frischer, leiser und wertiger – ein wichtiger Punkt auf deutschen Straßen.

4. Häufige Fragen & bekannte Schwachstellen im Innenraum

Typische Kritikpunkte

Trotz vieler Stärken zeigen gebrauchte Rogue II ein paar wiederkehrende Schwächen. Die Geräuschdämmung – besonders vor Facelift – wird oft bemängelt: Roll- und Windgeräusche ab ca. 100 km/h. Auf holprigen Landstraßen und bei schlechten Asphaltflächen können sich Kunststoffteile im Armaturenbrett und den Türen gelegentlich bemerkbar machen.

Verschleiß: Stoffpolster verschmutzen schnell, Leder kann bei starker Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen spröde werden. Die Standheizwirkung im Leerlauf ist manchmal schwach (Heizkörperverstopfung oder Luft im System). Feuchtigkeit im Innenraum durch undichte Dichtungen oder verstopfte Abläufe führt in feuchten Regionen nicht selten zu muffigem Geruch unter den Teppichen. Die Rückbank ist für drei Erwachsene auf Dauer etwas eng; die Übersicht nach hinten durch die dicken C-Säulen nur mittelmäßig. Hartplastik neigt zum Verkratzen und verlangt sorgfältige Pflege. Ältere Infotainmentsysteme können mitunter träge reagieren oder Bluetooth-Probleme zeigen. Beim Gebrauchtwagenkauf unbedingt auf Unfallreparaturen achten – schiefe Spaltmaße und Restgerüche sind Warnsignale.

5. Fazit: Wie wirkt der Innenraum heute und welche Variante lohnt sich?

Zusammenfassung

2026 wirkt der Innenraum des Nissan Rogue II nach wie vor zeitgemäß: elegantes Design, sehr bequeme Zero Gravity-Sitze und praktische Raumaufteilung haben nicht an Attraktivität verloren – besonders bei den Facelift-Modellen ab 2017. Für die meisten Käufer in Deutschland ist die SV-Ausstattung (2017–2020) der sweet spot: ausgewogenes Verhältnis zwischen Orientierungspreis für Deutschland (ca. 16.500–21.500 €), Ausstattung (Klimaautomatik, Sitzheizung, CarPlay) und Alltagskomfort. Sehr familientauglich und mit guter Restwertentwicklung.

Beim Kauf unbedingt den Sitzabrieb, ungewollte Geräusche, Funktion von Heizung und Infotainment sowie Feuchtigkeit/Schimmel kontrollieren – vor allem bei US-Importen. Eine gründliche Werkstattprüfung ist sehr zu empfehlen, um versteckte Mängel auszuschließen. Insgesamt bleibt der Rogue-Innenraum eine solide, alltagstaugliche und komfortable Wahl für deutsche Verhältnisse.