
Der Innenraum des Mitsubishi Outlander 2013–2021 wurde auf maximale Vielseitigkeit ausgelegt: 5- oder 7-Sitzer-Konfiguration, unzählige Ablagen und Fächer, bequeme Sitzposition und ein riesiger Kofferraum. Selbst 2025 wirkt der Outlander-Innenraum noch solide gegenüber vielen neuen günstigen chinesischen SUVs, auch wenn er in puncto Premium-Anmutung dem fünften Generation oder Konkurrenten wie Toyota und Honda unterlegen ist.
Materialien & Design
Der Innenraum der dritten Generation durchlief drei Phasen: Vor-Facelift (2013–2015), erstes Facelift (2015–2018) und zweites Facelift (2018–2021). In den frühen Modellen ist das obere Armaturenbrett mit weichem, griffigem Kunststoff bezogen, darunter harter, aber sehr haltbarer Kunststoff, der selbst nach 150.000–190.000 km keine Knarzgeräusche entwickelt. Die charakteristische Ablage über dem Handschuhfach ist ein echter Pluspunkt: Handy, Portemonnaie oder Papiere finden dort problemlos Platz.
Die hohe Mittelkonsole ist leicht zum Fahrer geneigt, der Schalthebel liegt perfekt in der Hand. Das Kombiinstrument ist klassisch analog mit farbigem 4,2-Zoll-Display in den höheren Ausstattungen. Das Dreispeichen-Lenkrad liegt gut in der Hand und die Tasten sind logisch angeordnet. Nach dem Facelift 2015 wirkt das Cockpit deutlich moderner: die Ablage verschwand, weicher Kunststoff erstreckt sich nun über die gesamte Breite, neue Zierteile in Aluminium-Optik oder Klavierlack kamen hinzu.

Die Sitzposition ist hoch und übersichtlich — hervorragende Sicht nach vorn und zur Seite. Die Sitze sind breit mit guter Seitenführung in den Intense/Instyle-Versionen; die Polsterung ist mittelfest — ideal für lange Autobahnfahrten von Hamburg nach München oder Frankfurt–Berlin. Die zweite Reihe gehört zu den besten im Segment: 2.670 mm Radstand sorgen für sehr gute Beinfreiheit selbst bei 1,90 m Körpergröße, fast ebener Boden und neigbare Rückenlehne. Die optionale dritte Sitzreihe ist nur für Kinder oder Kurzstrecken geeignet, lässt sich aber komplett flach umklappen.
Der Kofferraum ist die größte Stärke des Modells. Bei 5 Sitzen 477–591 Liter (je nach Stellung der Rückbank), bei 7 Sitzen von 128 bis 1.608 Liter. Der doppelte Ladeboden verbirgt Reserverad oder Reparaturset, dazu 12-V-Steckdose, Haken und gute Beleuchtung. Die elektrische Heckklappe kam ab 2015 hinzu. Perfekt für Familien, Wochenendausflüge, Urlaubsfahrten in die Alpen oder an die Nord- oder Ostsee mit viel Gepäck.
Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt
Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt dominieren europäische (v. a. Deutschland, Polen, Niederlande) und nordamerikanische Exemplare, seltener offizielle deutsche Fahrzeuge 2013–2018. Die häufigsten Ausstattungslinien:
- Inform / Basis — Einstieg, eher selten: Stoffpolster (schwarz), manuelle Klimaanlage, einfaches Audio mit 6,1-Zoll-Monitor, Bluetooth, USB, 4–6 Lautsprecher, Stahlfelgen 16–18 Zoll, Sitzheizung vorn und Scheibenwischer-Enteisung (fast immer vorhanden in Deutschland).
- Invite / Intense — mit Abstand am häufigsten (ca. 50–55 % der Angebote): Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Licht- und Regensensor, Lederlenkrad und -schaltknauf, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, SDA-Multimedia mit 7-Zoll-Display, Lenkradheizung, elektrisch anklappbare Außenspiegel.
- Intense+ / Instyle — Leder (schwarz oder beige), elektrisch verstellbarer Fahrersitz, Lenkrad- und Rücksitzheizung (selten), Panoramadach, Premium-Sound Rockford Fosgate (9 Lautsprecher + Subwoofer), Keyless Entry & Go, elektrische Heckklappe.
- Ultimate / S-Edition / PHEV Premium — Topmodelle (vor allem Plug-in-Hybrid): perforiertes Leder, Sitzventilation vorn (sehr selten in Deutschland), Head-up-Display, adaptiver Tempomat, Totwinkelwarner, 360°-Kamera, Ambientebeleuchtung.
Die begehrtesten Gebrauchten sind Facelift-Modelle 2018–2021 in Instyle oder Ultimate mit Panoramadach, Leder und vollem Sicherheits-Paket.

Innenraum-Updates nach Baujahr
Die größten Sprünge gab es bei den beiden Facelifts:
Facelift 2015:
- Komplett neues Armaturenbrett — weicher Kunststoff über die gesamte Breite
- Bessere Materialanmutung: weniger Hartplastik, neue Dekorelemente
- SDA-Multimedia mit 7-Zoll-Display (schneller, bessere Grafik)
- Deutlich verbesserte Geräuschdämmung (zusätzliche Matten in Radhäusern und Türen — ca. 4–5 dB leiser)
- Neues Lenkrad- und Schalthebel-Design
- Optionen mit beigem Leder und Kontrastnähten
Facelift 2018:
- Noch weichere Materialien, neue Braunleder-Optionen
- Überarbeitete Mittelkonsole mit induktiver Ladefläche (in Topausstattungen)
- USB-Anschlüsse für die zweite Reihe
- Bessere Instrumenten- und Tastenbeleuchtung
- Beifahrersitz elektrisch verstellbar in den höchsten Linien
Modelle ab 2018 wirken spürbar frischer und hochwertiger — der Unterschied ist sofort sichtbar.
Typische Schwachstellen im Innenraum
Häufige Probleme, besonders unter deutschen Bedingungen:
- Schwache Dämmung der Radhäuser — deutliches Abrollgeräusch auf grobem Asphalt oder Winterreifen (viele rüsten nach für 600–1.000 €)
- Hartplastik an Türen und unterem Armaturenbrett kratzt leicht — nach 150.000 km sichtbar abgenutzt
- Leder am Lenkrad und auf den Sitzen löst sich nach 120.000–180.000 km, vor allem bei viel Sonne
- Beiger Innenraum wird schnell schmutzig durch Staub, Salz und Matsch
- Multimedia vor 2018 wirkt träge, Bildschirm stark spiegelnd, kein nativer CarPlay/Android Auto (nur mit Aftermarket-Nachrüstung)
- Dritte Reihe sehr eng für Erwachsene — Knie stoßen an, niedrige Dachlinie
- Rücksicht eingeschränkt durch dicke C-Säulen
- Plastikknarzen bei Kälte (vor allem Vor-Facelift) — „Heuschrecken“ am Morgen
- Sitzheizung eher schwach — braucht lange bis warm

Fazit
2025 wirkt der Innenraum des Mitsubishi Outlander III nicht mehr zeitgemäß — es fehlen riesige vertikale Displays, edle Ambientebeleuchtung und echte Premium-Materialien wie im aktuellen Outlander oder bei den Konkurrenten 2024–2025. Dennoch bleibt er einer der praktischsten und familienfreundlichsten Innenräume im Gebrauchtwagen-Segment bis etwa 25.000 €.
Die beste Wahl in Deutschland 2025: Facelift-Modelle 2018–2021 in Instyle oder Ultimate mit Leder (am besten schwarz), Panoramadach und vollem Elektrik-Paket. Solche Fahrzeuge liegen meist zwischen 22.000 und 30.000 € und bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei Komfort und Ausstattung.
Bei einem Budget von 18.000–22.000 € → Intense+ oder Instyle 2016–2018 mit Panoramadach und Rückfahrkamera — sehr ausgewogenes Angebot.
Vor dem Kauf unbedingt prüfen:
- Zustand von Lenkrad- und Fahrersitz-Leder (Neubezug Lenkrad kostet 200–400 € weniger Wert)
- Funktion aller Tasten, Display und elektrischer Heckklappe
- Keine starken Kratzer an Türverkleidungen und Konsole
- Kein muffiger oder Rauchgeruch im Innenraum
- Funktion von Panoramadach / Hubdach (Reparatur teuer — bis 1.200 €)
- Mechanik der dritten Sitzreihe (falls vorhanden)
Der Innenraum des Mitsubishi Outlander 2013–2021 steht für Raum, Praktikabilität und Langlebigkeit – nicht für Wow-Effekte. Und genau das brauchen die meisten deutschen Familien mit Kindern oder aktivem Lebensstil am meisten.