Hyundai Santa Fe III (DM) 2012–2018 Innenraum: Ausstattung und Varianten | Autonews | automotive24.center

Innenraum der Hyundai Santa Fe III-Generation (DM) (2012–2018) — Interieur, Ausstattungslinien und wichtigste Änderungen

Der Hyundai Santa Fe der dritten Generation (DM) ist ein mittelgroßer SUV, dessen Innenraum gezielt auf Alltagstauglichkeit und Familienkomfort ausgelegt wurde.

twitter facebook whatsapp linkedin

Der Innenraum des Hyundai Santa Fe von 2012 bis 2018 verbindet modernes Design der damaligen Zeit mit praxisorientierten Lösungen, die für europäische Märkte – einschließlich Deutschland – optimiert wurden. Der Beitrag beleuchtet die zentralen Aspekte des Interieurs der Santa Fe III-Generation: Materialien, Ergonomie, Ausstattungsvarianten und Entwicklung über die Baujahre.

Gesamteindruck des Innenraums

Das Interieur des Santa Fe DM folgt dem typischen koreanischen Stil der frühen 2010er: fließende Linien, symmetrische Architektur und klare Fokussierung auf die Mittelkonsole. Verwendete Materialien umfassen weichen Kunststoff im oberen Bereich des Armaturenbretts, harten Kunststoff unten sowie Stoff- oder Lederbezüge je nach Ausstattung. Die Verarbeitungsqualität liegt im Klassendurchschnitt – robust im Alltag, zeigt aber nach 150.000–200.000 km erste Verschleißspuren, besonders bei intensiver Nutzung auf anspruchsvollen Straßen.

Das Kombiinstrument ist analog mit Supervision-Beleuchtung (in Topversionen mit digitalem Bordcomputer-Display), die Mittelkonsole ist fahrerorientiert mit Klimabedienung und Infotainment-Bildschirm von 5 bis 8 Zoll. Die Ergonomie am Fahrersitz ist durchdacht: Lenkrad höhen- und tiefenverstellbar, Sitze mit großem Verstellbereich (elektrisch ab mittlerer Ausstattung), Pedale und Schalthebel logisch platziert. Der Einstieg vorne ist sehr komfortabel dank breiter Türen und ausreichend Platz für Beine und Kopf (bequem bis ca. 1,90 m Körpergröße).

Die Rückbank bietet Platz für drei Erwachsene, mit neigbaren Lehnen und Längsverschiebung (bei vielen Ausführungen). In der siebensitzigen Grand Santa Fe-Version ist die dritte Reihe hauptsächlich für Kinder oder Kurzstrecken geeignet. Kofferraumvolumen liegt bei ca. 585 Litern in der Fünfsitzer-Version (bis 1.680 Liter bei umgeklappten Sitzen), beim Grand bei etwa 383/2.025 Litern. Die Variabilität ist hoch – 60:40 umklappbare Rücksitze ergeben eine ebene Ladefläche plus praktische Staufächer. Alltagstauglichkeit sehr gut: ideal für Familien, Transportaufgaben und Langstrecken, mit einer Geräuschdämmung auf Augenhöhe mit Wettbewerbern wie Toyota RAV4 oder VW Tiguan.

Varianten und Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt

In Deutschland wurde der Hyundai Santa Fe DM in mehreren Ausstattungslinien angeboten – von Basis bis Premium – mit Unterschieden je nach Baujahr und Import. Basisversionen (Comfort o. Ä.) umfassen meist Stoffpolster, manuelle Sitzverstellung, Klimaanlage, Audioanlage mit CD/MP3/USB, Sitzheizung vorne und sechs Airbags. Komfortablere Linien (Style/Trend) bringen Zweizonen-Klimaautomatik, Lederlenkrad, Tempomat, Sitzheizung hinten und 7-Zoll-Monitor.

Die gehobenen Ausstattungen (Highline/Innovation) bieten Leder, elektrisch verstellbaren Fahrersitz, Keyless Entry & Go, Rückfahrkamera, Einparkhilfe. Topversionen (Premium/Panorama) enthalten Panoramadach, Sitzventilation vorne, Infinity-Soundsystem, 360-Grad-Kamera (nach Facelift), adaptives Fernlicht. Fahrerassistenzsysteme: ESP, Bergan- und Abfahrhilfe, Totwinkelwarner (in Topausstattung). Die in Deutschland verkauften Modelle waren oft mit verstärkter Dämmung und Sitzheizungen für kalte Winter ausgerüstet, ohne große Abweichungen von den übrigen europäischen Spezifikationen.

Ausstattungslinie Wichtige Interieurelemente Zusatzausstattung
Basis (Comfort) Stoff, Klimaanlage, Basis-Audio, Sitzheizung vorne
Komfort (Style) Lederlenkrad, Zweizonen-Klima, Sitzheizung hinten, 7"-Monitor Tempomat, Rückfahrkamera
Gehoben (Highline) Leder, elektrische Sitze, Keyless Einparkhilfe, Totwinkelwarner
Premium (Panorama) Ventilation, Panoramadach, Infinity-Sound, 360°-Kamera Adaptives Licht, Holzapplikationen

Deutsche Modelle enthielten häufig Komfortpakete für Langstrecken, der Innenraum blieb jedoch ohne spezielle Anpassungen an schlechte Straßen.

Entwicklung des Interieurs über die Jahre und Facelift

Zu Produktionsbeginn (2012–2014) war die Geräuschdämmung noch überschaubar, Instrumente analog und Bildschirme 5–7 Zoll groß. Innenfarben meist Schwarz oder Beige ohne Premium-Applikationen. Das Facelift 2015 brachte spürbare Aufwertungen: neu gestaltete Mittelkonsole mit 8-Zoll-Display, überarbeitete Instrumentengrafik, deutlich bessere Dämmung (zusätzliche Matten in Türen und Boden), Joystick-Wählhebel bei manchen Automatikversionen. Materialien wurden hochwertiger – weicherer Kunststoff, mehr Chromakzente.

Ab 2016–2018 kamen Apple CarPlay/Android Auto (in Topversionen) sowie neue Bezugsfarben (Grau, Braun) hinzu. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind Modelle vor Facelift günstiger, aber einfacher; nach Facelift deutlich komfortabler und wertstabiler – vor allem wegen der modernisierten Multimedia, die in Deutschland stark geschätzt wird.

Häufige Fragen und typische Schwachstellen im Interieur

Charakteristisch für den Santa Fe III ist die Neigung zu Knarzen und Klappern in den Verkleidungen bei unebenen Straßen – vor allem vor dem Facelift. Materialverschleiß: Stoffsitze pillen nach ca. 100.000 km, Leder neigt bei Temperaturschwankungen zu Rissen. Schwachstellen: Lenkrad (Beschichtung löst sich), Armauflagen und Türverkleidungen (Kratzer). Fahrwerksgeräusche dringen bei frühen Modellen stärker in den Innenraum – nach 2015 deutlich verbessert.

Rücksitzraum ausreichend für Erwachsene, dritte Reihe beim Grand aber eng für Große. Sicht nach hinten mittelmäßig wegen dicker Dachholme, Kameras helfen jedoch. Pflege: helle Innenräume verschmutzen schnell, Kunststoffe brauchen regelmäßige Pflege. Bei typisch deutschen Bedingungen (Salz im Winter, Staub) korrodieren Schweller schneller und können den Innenraum indirekt beeinträchtigen. Auf dem Gebrauchtmarkt finden sich Fahrzeuge mit Vorbesitzer-Gerüchen oder Schäden durch Kinder/Tiere.

Fazit und heutige Relevanz des Interieurs

Im Jahr 2026 wirkt der Innenraum des Santa Fe DM im Vergleich zu aktuellen Modellen veraltet (analoge Instrumente, kleinere Bildschirme), bleibt aber hochpraktisch für den Familienalltag. Die attraktivsten Angebote im deutschen Gebrauchtwagenmarkt bieten derzeit post-Facelift-Modelle (ca. 2016–2018) in den höheren Linien mit Leder, Sitzventilation und moderner Multimedia – zu einer realistischen Marktpreisspanne von ca. 14.000–20.000 € je nach Zustand und Laufleistung.

Beim Kauf eines Gebrauchten unbedingt den Innenraum genau prüfen: keine Risse im Leder, funktionierende Multimedia (Bildschirme können einbrennen), Abnutzung an Lenkrad und Sitzen, Gerüche und Sauberkeit. Testen Sie Dämmung während der Fahrt, Sitzumklappung und alle Extras (Panoramadach kann mit der Zeit undicht werden). Insgesamt bleibt das Interieur im Budget bis ca. 22.000 € sehr wettbewerbsfähig für alle, die solide Zuverlässigkeit ohne Schnickschnack schätzen.