
Die Motoren des Hyundai i30 ab 2017 (Generation PD) unterscheiden sich je nach Baujahr und Markt. In Deutschland dominieren Benzinvarianten, mit Konfigurationen, die den strengen Abgasnormen (Euro 6d und neuer) entsprechen, insbesondere nach dem Facelift 2020. Optik, Innenraum, Ausstattungslinien und bekannte Schwachstellen werden in anderen Artikeln dieser Serie behandelt.
Motoren und Getriebe
Die PD-Generation erhielt nach dem Facelift 2020 mehrere Antriebs-Updates. Auf dem deutschen Markt liegt der Schwerpunkt auf aufgeladenen und Saug-Benzinern, mit Mild-Hybrid-Technik bei den neueren Modellen. Allradantrieb wird nicht angeboten – alle Varianten haben Frontantrieb. Dieselaggregate wurden in der EU sukzessive ausgedünnt.
Hier die Übersicht der wichtigsten Antriebsstränge, die zwischen 2017 und 2026 verfügbar waren und heute auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt am häufigsten vorkommen.
| Motorart | Hubraum, l | Leistung, PS | Motorcode | Getriebeart | Antrieb | Hinweise / Verfügbarkeit in DE |
| Benzin Saugmotor | 1.4 | 100 | Kappa 1.4 MPi | 6-Gang-Schaltgetriebe | Front | Nur vor Facelift; selten in Deutschland nach 2020 |
| Benzin Turbo | 1.0 | 120 | Smartstream G1.0 T-GDi | 6MT / 7DCT | Front | Nach Facelift, Mild-Hybrid ab späteren Baujahren; eine der häufigsten Varianten in Deutschland |
| Benzin Turbo | 1.4 | 140 | Kappa 1.4 T-GDi | 6MT / 7DCT | Front | Vor Facelift; in Deutschland und Europa verfügbar |
| Benzin Saugmotor | 1.5 | 110 | Smartstream G1.5 DPI | 6MT / IVT | Front | Nach Facelift; weit verbreitet in Deutschland |
| Benzin Turbo | 1.5 | 160 | Smartstream G1.5 T-GDi | 7DCT | Front | Nach Facelift, Mild-Hybrid; in Deutschland verfügbar |
| Diesel | 1.6 | 95–136 | U2 1.6 CRDi | 6MT / 7DCT | Front | Mild-Hybrid ab späteren Modellen; stark reduziert nach 2022, heute selten |
Die mit Abstand häufigste Kombination auf dem deutschen Gebrauchtmarkt nach Facelift ist der 1.0 T-GDi mit 7DCT. Der 1.5 DPI mit IVT ist ebenfalls sehr beliebt wegen seiner Laufruhe und Sparsamkeit.
Abmessungen und Gewichte
Die Außenmaße und das Leergewicht des Hyundai i30 PD variieren je nach Karosserieform (Hatchback, Kombi, Fastback), bleiben aber nach dem Facelift konstant. Die Bodenfreiheit liegt typischerweise bei 135–140 mm. Nachfolgend die Durchschnittswerte für die in Deutschland am meisten verbreitete Hatchback-Version.
| Parameter | Wert | Hinweis |
| Länge, mm | 4340 | Hatchback; Kombi – 4585 mm, Fastback – 4455 mm |
| Breite, mm | 1795 | ohne Außenspiegel |
| Höhe, mm | 1455 | Hatchback; Kombi – 1465 mm |
| Radstand, mm | 2650 | bei allen Karosserien gleich |
| Leergewicht, kg | 1195–1445 | je nach Motor und Ausstattung; ca. 1260 kg beim 1.0 T-GDi |
| Zulässiges Gesamtgewicht, kg | 1750–1920 | je nach Ausführung |
| Kofferraumvolumen, l | 395–1301 | Hatchback (Sitze hoch/runter); Kombi – 602–1650 l |
| Tankinhalt, l | 50 | einheitlich |
Diese Werte gelten für die meisten benzingetriebenen Frontantriebs-Modelle auf dem deutschen Markt.

Updates nach Baujahr und Facelift 2020
Die PD-Generation ist auch 2026 noch aktuell. Zwischen 2017 und 2019 gab es nur kleinere Anpassungen an Fahrwerk und Elektronik. Das große Facelift 2020 brachte:
- Umstellung auf Smartstream-Motoren: 1.4 MPi → 1.5 DPI, 1.4 T-GDi → 1.5 T-GDi Mild-Hybrid;
- Einführung des 48-V-Mild-Hybrid-Systems bei fast allen Benzin- und verbleibenden Dieselversionen;
- Getriebe-Update: 7-Gang-Doppelkupplung statt 6-Gang-DCT bei den Turbomotoren;
- Optimierte Fahrwerksgeometrie für besseres Handling und Komfort.
Die alten Nicht-Hybrid-Motoren (1.4 MPi, 1.4 T-GDi, Basis-1.6 CRDi) wurden eingestellt. Das Dieselangebot ist seit 2022 aufgrund der Euro-6d-Normen massiv zurückgegangen. Die aktuellen Konfigurationen 2025–2026 in Deutschland konzentrieren sich auf 1.5 DPI mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder IVT sowie 1.0 T-GDi Mild-Hybrid mit 7DCT.
Betriebserfahrungen und technische Hinweise
Beim Kauf oder Betrieb eines Hyundai i30 PD in Deutschland ist die Motorzuverlässigkeit insgesamt hoch. Der Saugbenziner 1.5 DPI (Smartstream G1.5) gilt als sehr unkompliziert und erreicht bei regelmäßiger Wartung locker über 250.000 km. Der 1.0 T-GDi Mild-Hybrid benötigt Super Plus (95/98 Oktan), zeigt in Besitzerberichten aber eine gute Haltbarkeit. Der 1.6 CRDi Diesel ist grundsolide, aber empfindlich gegenüber Dieselqualität und heute sehr selten.
Die beliebtesten Motorisierungen auf dem deutschen Gebrauchtmarkt sind der 1.0 T-GDi (120 PS) und der 1.5 DPI (110 PS) – beide eignen sich hervorragend für gemischten Stadt- und Autobahneinsatz. Realer Verbrauch nach Besitzerangaben und vergleichbaren Tests (NEFZ/WLTP-ähnlich):
- 1.5 DPI 6MT — 6,2–7,2 l/100 km kombiniert;
- 1.0 T-GDi 7DCT Mild-Hybrid — 5,4–6,4 l/100 km kombiniert;
- 1.5 T-GDi 7DCT Mild-Hybrid — 5,8–6,8 l/100 km kombiniert;
- 1.6 CRDi 7DCT Mild-Hybrid — 4,6–5,6 l/100 km kombiniert (wo noch vorhanden).
Getriebe-Hinweise: Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ist schnell und agil, profitiert aber von Ölwechseln alle 60.000 km, um Probleme im Stop-and-Go-Verkehr zu vermeiden. Das IVT-Stufenlosgetriebe mit dem 1.5 DPI ist butterweich und sparsam, aber weniger sportlich. Frontantrieb hält die Wartungskosten niedrig, schränkt aber die Fahrsicherheit bei Schnee ohne gute Winterreifen ein.
Ersatzteilverfügbarkeit ist ausgezeichnet über Hyundai-Händler und Zubehörhandel; Kosten liegen im Segmentdurchschnitt: Filter und Bremsbeläge günstig, größere Teile (DCT-Kupplungspaket, Turbolader) ca. 800–2.500 €. Die allgemeine Reparaturfreundlichkeit ist gut – die meisten freien Werkstätten kennen die Baureihe sehr gut.
Fazit und beste Wahl für Deutschland
Die ausgewogenste Variante für den deutschen Markt ist der 1.0 T-GDi Mild-Hybrid mit 7DCT und Frontantrieb nach Facelift. Sie vereint vernünftigen Verbrauch, ordentliche Fahrleistungen und günstige Unterhaltskosten mit sehr guter Wertstabilität auf dem Gebrauchtmarkt (besonders Baujahre 2020–2023).
Die 1.5-DPI-Versionen eignen sich ideal für preisbewusste Fahrer, die Wert auf Einfachheit und Sparsamkeit legen; Dieselmodelle sind für Vielfahrer interessant, aber selten und teurer in der Wartung. Beim Kauf immer den vollständigen Serviceverlauf prüfen (insbesondere DCT-Ölwechsel und Zustand der Mild-Hybrid-Batterie) und Fahrzeuge mit nachweisbarer Laufleistung und ohne Unfallschäden bevorzugen.