
Die zweite Generation des Dacia Duster feierte ihre Weltpremiere im September 2017 auf der IAA in Frankfurt. In Deutschland begann der Marktstart am 13. Januar 2018. Bis 2024 blieb der Duster II im Programm, bevor ihn die dritte Generation ablöste.
Technisch basierte der Duster II nicht auf der später verwendeten CMF-B-Architektur, sondern auf einer weiterentwickelten B0-Basis. Der rund 4,34 Meter lange Fünftürer wurde mit Front- oder Allradantrieb angeboten. Zum Marktstart fasste der Kofferraum 445 Liter bei den Fronttrieblern und 376 Liter bei den 4x4-Versionen.
Im Dacia-Programm war der Duster als kompakter SUV mit bewusst einfacher, zweckmäßiger Ausrichtung positioniert. Typisch für die zweite Generation sind die hohe Bodenfreiheit, robuste Kunststoffbeplankungen und ein vergleichsweise geradliniges Bedienkonzept. Je nach Baujahr und Ausstattung kamen unter anderem Klimaautomatik, Rückfahr- oder Multiview-Kamera, Media Nav und ein Toter-Winkel-Warner hinzu.
Was änderte sich gegenüber der ersten Generation?
Die Abmessungen blieben grundsätzlich ähnlich, die Karosserie wurde jedoch vollständig neu gezeichnet. Die Frontscheibe rückte weiter nach vorn, die A-Säulen wurden flacher gestellt und der Innenraum neu gestaltet. Mit etwa 4,34 Metern Länge blieb der Duster kompakt genug für den Alltag, ohne sein für die Baureihe typisches Raumangebot aufzugeben.
Zum Deutschlandstart bestand die Motorenpalette aus SCe 115, TCe 125 sowie den Dieseln dCi 90 und dCi 110; zusätzlich gab es eine LPG-Version des SCe 115. Je nach Motor waren 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe verfügbar, für den dCi 110 mit Frontantrieb außerdem ein 6-Gang-EDC. Ab 2019 ergänzten die 1,3-Liter-Turbobenziner TCe 130 und TCe 150 das Angebot. Später folgten unter anderem TCe 90, TCe 100 ECO-G und Blue dCi 115.
Mit dem Facelift 2021 erhielt der Duster eine überarbeitete Lichtsignatur, Änderungen an Front und Heck sowie ein modernisiertes Infotainment mit bis zu 8-Zoll-Touchscreen. Der TCe 150 mit Frontantrieb war nun auch mit 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe EDC erhältlich. Euro NCAP bewertete die zweite Duster-Generation nach dem damaligen Testprotokoll mit drei Sternen; im weiteren Modellzyklus wurde die passive Sicherheitsausstattung unter anderem um Windowbags ergänzt.
Aktueller Stand der Generation
In der späten deutschen Modellphase umfasste das Angebot die Benziner TCe 90, TCe 130 und TCe 150, den bivalenten TCe 100 ECO-G für Benzin und LPG sowie den Diesel Blue dCi 115. TCe 150 und Blue dCi 115 waren auch mit Allradantrieb erhältlich. Das EDC blieb an den TCe 150 mit Frontantrieb gebunden; die 4x4-Varianten nutzten ein 6-Gang-Schaltgetriebe.
Wichtige Stationen des Lebenszyklus waren der Deutschlandstart Anfang 2018, die Einführung der neuen 1,3-Liter-TCe-Motoren 2019 und das Facelift 2021. In den letzten Baujahren änderte Dacia außerdem die Ausstattungsbezeichnungen und führte die neue Markenoptik ein. 2024 übernahm der Duster III auf CMF-B-Basis.
Für den Gebrauchtwagenkauf kommen je nach Einsatzprofil unterschiedliche Varianten infrage: Der Blue dCi 115 ist vor allem bei höheren Jahresfahrleistungen interessant, während TCe 130 und TCe 150 die stärkeren Benziner darstellen. Wer Allradantrieb sucht, findet ihn bei ausgewählten TCe-150- und Blue-dCi-115-Versionen. Beim TCe 150 EDC handelt es sich dagegen um einen Fronttriebler.

Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland
Der Dacia Duster II ist in Deutschland weiterhin breit auf dem Gebrauchtwagenmarkt vertreten. Mitte September 2026 listete AutoScout24 rund 1.000 Fahrzeuge der zweiten Generation; der Median der Angebotspreise lag bei etwa 15.700 €. Auch mobile.de führt mehrere hundert Fahrzeuge einzelner Baujahre. Die tatsächlichen Preise hängen stark von Erstzulassung, Laufleistung, Motor, Antrieb und Ausstattung ab.
Als grobe Orientierung für Inserate im September 2026 lassen sich folgende Bereiche ansetzen. Es handelt sich um Angebotspreise und nicht um verbindliche Marktwerte:
| Erstzulassung | Typische Varianten | Grobe Angebotsspanne | Einordnung |
| 2018–2019 | SCe 115, TCe 125, dCi/Blue dCi | ca. 9.000–14.000 € | frühe Fahrzeuge vor dem Facelift |
| 2020–2021 | TCe 90/100, TCe 130/150, Blue dCi 115 | ca. 12.000–16.700 € | Übergang zum Facelift |
| 2022 | TCe 100 ECO-G, TCe 130/150, Blue dCi 115 | ca. 14.800–18.600 € | Faceliftmodelle |
| 2023–2024 | späte Duster-II-Versionen | ca. 17.000–22.000 € | junge Gebrauchtwagen; Baujahr 2024 genau prüfen |
Bei der Suche lohnt es sich, die Antriebsart genau zu filtern: Nicht jeder stärkere Motor besitzt Allradantrieb, und das EDC-Getriebe wurde beim Duster II in Deutschland nicht mit 4x4 kombiniert. Für einen Marktvergleich sind vor allem mobile.de und AutoScout24 relevant.
Wichtige Ausstattungen in Deutschland
Die Bezeichnungen änderten sich während des Modellzyklus. Zum Marktstart 2018 reichte das deutsche Programm von Access über Essential und Comfort bis Prestige. Später wurden unter anderem Essential, Expression, Journey, Journey+ und die Sonder- beziehungsweise Topausstattung Extreme verwendet.
Access war zu Beginn bewusst einfach gehalten, bot aber bereits Bordcomputer, Geschwindigkeitsbegrenzer und elektrische Fensterheber vorn. Essential ergänzte unter anderem Dachreling, Nebelscheinwerfer und das Audiosystem Dacia Plug & Radio.
Comfort brachte unter anderem eine manuelle Klimaanlage, Tempopilot sowie elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel. Prestige ergänzte beispielsweise Rückfahrkamera, Media-Nav-Navigationssystem, 17-Zoll-Leichtmetallräder und stärker getönte Scheiben im Fond.
Nach dem Facelift verschob sich die Struktur: Essential und Expression bildeten die unteren beziehungsweise mittleren Stufen, Journey und Journey+ lagen darüber. Je nach Version waren 8-Zoll-Multimedia, Navigation, Multiview-Kamera, Toter-Winkel-Warner und 4x4-Monitor verfügbar. Extreme setzte zusätzlich auf eine eigenständige Optik und 17-Zoll-Leichtmetallräder. Die konkrete Ausstattung sollte bei Gebrauchtwagen immer anhand von Baujahr, Ausstattungslinie und Optionspaketen geprüft werden.

Fazit und Relevanz als Gebrauchtwagen
Der Dacia Duster II bleibt 2026 ein häufig angebotener Gebrauchtwagen für Käufer, die einen vergleichsweise einfachen kompakten SUV mit ordentlicher Bodenfreiheit suchen. Neben klassischen Fronttrieblern stehen auch echte 4x4-Varianten zur Wahl.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen den Bauphasen: Frühe Fahrzeuge besitzen andere Motoren und Ausstattungsstrukturen als die Modelle nach dem Facelift 2021. Für die Auswahl sind deshalb weniger pauschale Empfehlungen als vielmehr der konkrete Motor, die Antriebsart, die Wartungshistorie und der technische Zustand entscheidend.
Besonders relevant sind auf dem deutschen Gebrauchtmarkt der Blue dCi 115 für Vielfahrer, die TCe-130- und TCe-150-Benziner sowie die ECO-G-Version für LPG-Nutzer. Wer 4x4 benötigt, sollte gezielt nach TCe 150 4x4 oder Blue dCi 115 4x4 suchen und die jeweilige Baujahrspezifikation prüfen.
Vor dem Kauf eines gebrauchten Duster II empfiehlt sich ein genauer Blick auf:
- eine nachvollziehbare Wartungs- und Servicehistorie;
- Fahrwerk, Achsen und bei 4x4-Versionen den Allradantrieb auf Geräusche, Spiel und Undichtigkeiten;
- Karosserie und Unterboden auf Unfallspuren, Beschädigungen und Korrosion;
- bei EDC-Fahrzeugen ein sauberes Anfahren und unauffällige Gangwechsel;
- Funktion von Infotainment, Kameras, Klimaanlage und Assistenzsystemen.
Als Gebrauchtwagen ist der Dacia Duster II damit auch 2026 noch stark präsent. Entscheidend ist, die jeweilige Bauphase und Ausstattung korrekt zuzuordnen, denn Motoren, Getriebe und Ausstattungsnamen änderten sich im Verlauf der Generation mehrfach.