
Diese Generation mit der internen Bezeichnung G01 wurde von 2017 bis 2024 gebaut und hat sich auf dem deutschen Markt durch ihre Vielseitigkeit einen sehr guten Namen gemacht. Der Innenraum des BMW X3 2017–2024 bietet hohen Komfort für den täglichen Stadtverkehr in Berlin oder München sowie für lange Autobahnfahrten und ist gleichzeitig praktisch genug für Familienausflüge. In diesem Beitrag beleuchten wir die wichtigsten Aspekte des Interieurs, die verfügbaren Ausstattungslinien, die Modellentwicklung und mögliche Schwachstellen – alles unter Berücksichtigung der deutschen Markt-Realität im Jahr 2026.
Materialien und Design
Der Innenraum des BMW X3 2017–2024 folgt dem klassischen BMW-Stil: klar, ergonomisch und konsequent fahrerorientiert. Das Cockpit-Layout unterstreicht den sportlichen Charakter – die gesamte Schalttafel ist leicht zum Fahrer gedreht, was ein starkes Gefühl der Verbundenheit mit dem Auto erzeugt. Im Zentrum steht der große Touchscreen des iDrive-Systems: 10,25 Zoll in den Basisversionen, bis zu 12,3 Zoll in den Top-Ausstattungen. Die Materialanmutung ist durchweg premium: weiche Kunststoffe im Armaturenträger, Einlagen aus Aluminium oder Echtholz (je nach Linie) sowie Vernasca-Leder oder hochwertiges Sensatec-Kunstleder mit Perforation.

Die Sitzqualität ist hervorragend: die vorderen Sportsitze bieten starken Seitenhalt, große Verstellbereiche (elektrisch in den mittleren und oberen Linien) inklusive Memory-Funktion. Selbst Fahrer bis ca. 195 cm finden eine sehr gute Sitzposition. Die Rückbank bietet ausreichend Platz für drei Erwachsene bei Beinfreiheit und Kopffreiheit, wobei der hohe Mitteltunnel den Mittelsitz etwas einschränkt. Die Übersichtlichkeit ist dank schlanker Säulen und großer Spiegel gut, doch im dichten Stadtverkehr erleichtern die optionalen 360°-Kameras das Rangieren erheblich.
Der Kofferraum rundet die Alltagstauglichkeit ab: 550 Liter im Normalzustand und bis zu 1.600 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank (40:20:40). Der Ladeboden ist nahezu eben, es gibt Staufächer, Haken, 12-V-Steckdose und serienmäßige elektrische Heckklappe (bei den meisten in Deutschland angebotenen Fahrzeugen). Perfekt für den Alltag – vom Wocheneinkauf bis zum Transport von Baumarkt-Material.

Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt
In Deutschland wurde der BMW X3 III hauptsächlich mit Dieselantrieben (xDrive20d, xDrive30d, teils M40d) angeboten – wegen hoher Laufleistungen, günstiger Verbräuche und der guten Diesel-Infrastruktur. Die wichtigsten Linien: Basis, xLine, Luxury Line und M Sport. Schon die Basisversion ist für das Segment sehr gut ausgestattet.

| Ausstattungslinie | Typische Interieur-Elemente | Wichtige Zusatzausstattung | Ungefährer Gebrauchtwagenpreis (2026, €) |
|---|---|---|---|
| Basis / xDrive20d | Sensatec, 3-Zonen-Klima, iDrive 10,25", LED-Ambiente, Sitzheizung vorn | PDC, Tempomat | 24.000 – 32.000 |
| xLine | Vernasca-Leder, Panoramadach (oft), erweiterte Ambientebeleuchtung, elektr. Sitze | Rückfahrkamera, induktives Laden | 30.000 – 40.000 |
| Luxury Line | Holz-/Alu-Dekor, 3-Zonen-Klima, Head-Up-Display, Premium-Sound | Adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent | 35.000 – 45.000 |
| M Sport / M40d | Sportsitze mit Alcantara, M-Lederlenkrad, Harman Kardon, 360°-Kameras | Adaptivfahrwerk, Driving Assistant Professional komplett | 42.000 + |
Die meisten Gebrauchten auf dem deutschen Markt sind xLine- oder M Sport-Modelle – Basismodelle wurden seltener neu bestellt, während Luxury- und M-Versionen den Wert besonders gut halten.

Interieur-Updates im Laufe der Jahre
2021 erhielt der BMW X3 III ein umfangreiches Facelift (LCI), das den Innenraum deutlich aufgewertet hat:
- Neue Mittelkonsole im Stil der aktuellen 3er/4er mit größerem iDrive-Bildschirm (10,25" oder 12,3").
- Neugestalteter Wählhebel mit neuer Form und Beleuchtung.
- Deutlich erweiterte Serienausstattung: 3-Zonen-Klima, Sitz- und Lenkradheizung wurden bei fast allen Modellen Standard – auch in Deutschland.
- Neue Interieurfarben (u.a. Cognac, Tacora Red) und verbesserte Ambientebeleuchtung mit mehr Zonen.
- Bessere Geräuschdämmung durch akustisches Glas an Frontscheibe und vorderen Seitenscheiben als Serienstandard.
- Breitere Verfügbarkeit des 12,3" Live Cockpit Professional.
Vor dem Facelift (2017–2021) wirkte der Innenraum etwas konservativer – analoge Instrumente in der Basis und iDrive 6. Nach 2021 wirkt der Innenraum deutlich moderner und näher an den aktuellen BMW-Modellen 2025/2026.

Typische Schwachstellen des Innenraums
Trotz Premium-Anspruch gibt es beim BMW X3 2017–2024 einige bekannte Schwachstellen, die besonders unter deutschen Nutzungsbedingungen auffallen:
- Verschleiß bei hellen Ledern und Sensatec – helle Farben (Beige, Cognac) bekommen schnell Scheuerstellen und Jeans-Abdrücke, vor allem Fahrersitz.
- Kratzer im Klavierlack der Mittelkonsole – sehr empfindlich gegen Schlüssel, Handy etc.
- Knister- und Klappergeräusche auf schlechten Straßen – meist vom Armaturenträger oder Türverkleidungen (oft durch Filzband oder Werkstatt behebbbar).
- Abrollgeräusche – vor Facelift mäßige Dämmung an Radhäusern und Boden; ab 2021 deutlich besser durch akustisches Glas.
- Rücksicht – kleines Heckfenster; Rückfahrkamera fast Pflicht.
- Lederpflege – regelmäßige Pflege nötig, sonst Risse durch Wintersalz, Sommerhitze und häufigen Gebrauch.
- iDrive-Stabilität – bei Pre-LCI-Modellen (iDrive 6) gelegentliche Software-Glitches; meist per Update behoben.
Auf dem deutschen Gebrauchtmarkt stammen viele Fahrzeuge aus Leasing- oder Dienstwagenrückläufern – diese zeigen oft stärkere Innenraum-Abnutzung.

Fazit
Im Jahr 2026 wirkt der Innenraum des BMW X3 III (insbesondere nach Facelift 2021) immer noch zeitgemäß, wertig und konkurrenzfähig – er hinkt neuen Modellen nur bei Display-Größe und Touch-Bedienelementen der Klima hinterher. Moralisch veraltet ist er keineswegs, im Gegensatz zu manchen Konkurrenten gleichen Alters.
Optimale Ausstattung für Deutschland: xLine oder M Sport, Baujahr 2021–2024, mit Vernasca-Leder, Panoramadach, 360°-Kameras und Driving Assistant-Paket. Diese Kombination bietet das beste Preis-Leistungs-Komfort-Verhältnis (ca. 32.000–48.000 € auf dem Gebrauchtmarkt je nach Laufleistung und Zustand).

Worauf achten beim Kauf:
- Zustand von Leder und Kunststoffflächen (besonders helle Varianten).
- Keine Klapper- oder Knistergeräusche bei Probefahrt.
- Funktion des Infotainments und aktuelle Software-Updates.
- Vorhandensein von akustischem Glas und verbesserter Dämmung (ab 2021).
- Nutzungshistorie – besser keine ehemaligen Dienst- oder Leasingrückläufer mit sehr hoher Laufleistung.
Der Innenraum der dritten BMW X3-Generation gehört weiterhin zu den besten im Segment der kompakten Premium-SUV – komfortabel, hochwertig verarbeitet und bei guter Pflege sehr langlebig.