Warum Ford Milliarden mit den Elektrofahrzeugen Model e verliert – Globale Auto-News automotive24.center

Warum die Elektrosparte von Ford weiterhin Milliardenverluste einfährt

Ford investiert massiv in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen, doch dieser Übergang ist mit erheblichen finanziellen Verlusten verbunden

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Das Unternehmen investiert seit mehreren Jahren hohe Summen in die Entwicklung und Produktion elektrischer Modelle, doch dieser Bereich schreibt bisher keine Gewinne. Eine Analyse der aktuellen Lage zeigt die zentralen Herausforderungen des Herstellers sowie die Perspektiven für seine Elektrosparte.

Milliardenverluste und langfristige Erwartungen

Die Ford-Model-e-Division, die sich ausschließlich mit Elektrofahrzeugen beschäftigt, ist seit ihrer Gründung defizitär. Allein im vergangenen Jahr beliefen sich die finanziellen Verluste auf rund 4,48 Milliarden US-Dollar. Die kumulierten Verluste der letzten Jahre übersteigen 16 Milliarden US-Dollar – ein deutliches Zeichen für die hohen Kosten bei Entwicklung und Einführung neuer Technologien.

Die Unternehmensführung rechnet nicht mit schnellen Veränderungen. Internen Prognosen zufolge wird die Sparte mindestens bis Ende dieses Jahrzehnts Verluste schreiben. Eine Gewinnzone wird frühestens ab 2029 in Aussicht gestellt – vorausgesetzt, neue Modelle werden erfolgreich auf den Markt gebracht und die Produktionskosten spürbar gesenkt.

Produktionskosten und die Rolle der Batterien

Ein Hauptgrund für die hohen Stückkosten von Elektrofahrzeugen bleibt die Batterie. Sie macht einen erheblichen Anteil am Fahrzeugpreis aus, insbesondere bei Modellen mit großer Reichweite. Um Elektroautos erschwinglicher zu machen, plant Ford die Einführung neuer Modelle mit einem Einstiegspreis von etwa 30.000 US-Dollar.

Kostensenkungen gehen jedoch zwangsläufig mit Abstrichen einher. Günstigere Varianten könnten mit Batterien geringerer Kapazität ausgestattet werden, was die Reichweite ohne Nachladen verringert. Dadurch sinkt die Alltagstauglichkeit solcher Fahrzeuge und möglicherweise auch ihre Attraktivität für Kunden.

Beschleunigte Entwicklung und deren Folgen

Der Druck zur Kostensenkung hat zu einer Beschleunigung der Modellentwicklung und zur Optimierung der Fertigungsprozesse geführt. Dieser Ansatz erfordert jedoch höchste Präzision und strenge Qualitätskontrolle. In den vergangenen Jahren musste Ford zahlreiche Rückrufaktionen durchführen, um technische Mängel – darunter auch in elektronischen Systemen – zu beheben.

Die Beseitigung solcher Probleme verursacht zusätzliche Kosten und mindert die wirtschaftliche Effizienz der Produktion. Das wiegt besonders schwer, wenn die Sparte ohnehin bereits defizitär arbeitet.

Neue Technologien und ihre Auswirkungen auf die Zukunft

Die Automobilindustrie erforscht intensiv neue Batterietechnologien, darunter Feststoffbatterien. Diese könnten Sicherheit und Effizienz steigern, ihre Serieneinführung erfordert jedoch Zeit und erhebliche Investitionen. Derzeit setzen die meisten Hersteller weiterhin auf konventionelle Lithium-Ionen-Batterien mit flüssigem Elektrolyten.

Selbst nach Einführung neuer Technologien wird deren anfängliche Umsetzung die Fahrzeugkosten zunächst erhöhen, da die Produktion zunächst begrenzt und technologisch anspruchsvoll bleibt. Die finanzielle Tragfähigkeit der Elektrosparte dürfte daher noch einige Jahre auf sich warten lassen.

Veränderungen in der Führung und strategische Entscheidungen

Die Ford-Führung sucht weiterhin nach den optimalen Wegen für die Weiterentwicklung des Unternehmens inmitten des Wandels der Automobilbranche. Neben Investitionen in neue Technologien liegt der Fokus auf Kostenmanagement und Steigerung der Produktionseffizienz.

Gleichzeitig engagieren sich Top-Manager in anderen großen Unternehmen, was den Austausch von Führungserfahrung ermöglicht und neue Ansätze für die Unternehmensentwicklung eröffnet.

Fazit

Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen erfordert massive Investitionen und geht mit erheblichen finanziellen Belastungen einher – selbst für große Hersteller. Ford setzt weiterhin auf den Ausbau der Elektromobilität und setzt dabei auf langfristige Ergebnisse. Trotz der derzeitigen Verluste plant das Unternehmen die Erweiterung des Modellprogramms und die Weiterentwicklung der Technologien – Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung dieses Segments in der Zukunft.