
Nach dem Produktionsende im Jahr 2019 dominieren auf den Anzeigenportalen Fahrzeuge der Baujahre 2016–2018 mit Laufleistungen von 50.000–120.000 km, und genau die technischen Parameter entscheiden oft über die Wahl zwischen den verschiedenen Exemplaren. Design, Interieur und Ausstattungen werden in anderen Materialien der Serie ausführlich behandelt – hier geht es ausschließlich um die Antriebsaggregate, Getriebe, Abmessungen und die Merkmale, die sich direkt auf den Betrieb und die Unterhaltskosten in Deutschland auswirken.
Antriebsaggregate: moderne Benzinmotoren ohne unnötige Komplexität
Die Motorenpalette des Kia Soul II für die europäischen und deutschen Märkte wurde um atmosphärische Benzinmotoren der Gamma- und Nu-Familien mit Direkteinspritzung aufgebaut. Allradantrieb wurde in dieser Generation nicht angeboten – alle Versionen sind frontgetrieben, was perfekt zum urbanen und vorstädtischen Fahrstil der meisten deutschen Halter passt. Auf unserem Markt dominierten die Benzinversionen: Der 1.6 GDI wurde zur meistverkauften Konfiguration dank guter Dynamik und moderatem Verbrauch. Der Zweiliter-Motor war seltener und meist in höheren Ausstattungslinien zu finden. Der Diesel 1.6 CRDi kam nur in begrenzten Stückzahlen über Parallelimporte und konnte sich wegen höherer Wartungskosten und Empfindlichkeit gegenüber der Kraftstoffqualität nicht durchsetzen.
Die Direkteinspritzmotoren bieten eine bessere Ansprechverhalten im unteren Drehzahlbereich als die Vorgängergeneration bei gleichzeitig akzeptabler Wirtschaftlichkeit. In der Praxis ist der 1.6 GDI die optimale Wahl für die Stadt: er ist lebendig und sparsam bei normaler Wartung.
| Motortyp | Hubraum, l | Leistung, PS | Getriebe | Antrieb |
| Benzin Gamma 1.6 GDI | 1.6 | 130–132 | 6-Gang-Schaltgetriebe / 6-Gang-Automatik | Vorderachse |
| Benzin Nu 2.0 MPI / GDI | 2.0 | 164 | 6-Gang-Schaltgetriebe / 6-Gang-Automatik | Vorderachse |
| Diesel U 1.6 CRDi (selten) | 1.6 | 126–128 | 6-Gang-Schaltgetriebe / 6-Gang-Automatik | Vorderachse |
Beide Haupt-Benzinmotoren sind mit Steuerkette ausgestattet und bieten guten Zug im städtischen Drehzahlbereich. Der 1.6 GDI ist in Deutschland am beliebtesten: er ist unkompliziert beim Superbenzin und bewältigt problemlos Laufleistungen bis 200.000 km bei regelmäßiger Wartung. Die 2.0-Liter-Variante ist auf der Autobahn deutlich agiler und eignet sich besser für häufige Fahrten mit voller Beladung.
Getriebe und ihr Verhalten auf deutschen Straßen
Das Sechsgang-Schaltgetriebe besticht durch präzise Schaltwege und hohe Langlebigkeit. Das Automatikgetriebe (Drehmomentwandler) arbeitet bei beiden Motoren sanft und zuverlässig – typische „Krankheiten“ treten nicht auf, solange das Öl alle 60–80.000 km gewechselt wird. In der Praxis gilt die Automatik in Kombination mit dem 1.6 GDI als die komfortabelste Variante für den Stadtverkehr: sie ist geschmeidig und erfordert keinen aufwändigen Unterhalt.

Abmessungen und Gewicht: ausgewogenes Verhältnis von Kompaktheit und Innenraum
Der Kia Soul II basiert auf einer Plattform mit 2.570 mm Radstand. Dadurch entstand deutlich mehr Innenraum im Vergleich zur Vorgängergeneration bei gleichzeitig kompakten Außenmaßen. Die Bodenfreiheit von 150 mm ist der ideale Kompromiss für deutsche Verhältnisse: das Auto meistert Bodenwellen, regionale Straßen und leichte Feldwege, ohne das Unterbodenschutz zu riskieren. Die Maße blieben während der gesamten Modelllaufzeit praktisch unverändert, auch beim Facelift 2017.
| Parameter | Wert | Hinweis |
| Länge, mm | 4140 | Hatchback |
| Breite, mm | 1800 | ohne Außenspiegel |
| Höhe, mm | 1600–1618 | je nach Ausstattung |
| Radstand, mm | 2570 | Zuwachs gegenüber Vorgängergeneration |
| Leergewicht, kg | 1240–1426 | je nach Motor und Ausstattung |
| Zulässiges Gesamtgewicht, kg | 1700–1820 | maximal zulässig |
| Bodenfreiheit, mm | 150 | ideal für deutsche Straßen |
Das niedrige Leergewicht und die optimalen Karosserieproportionen wirken sich positiv auf das Fahrverhalten und den Verbrauch aus. Das Modell bleibt wendig in engen Parklücken und komfortabel auf der Autobahn.

Änderungen innerhalb der Generation und ihr Einfluss auf die Technik
In den fünf Produktionsjahren erhielt der Soul PS 2017 ein Facelift, das vor allem Optik und Ausstattung betraf, aber auch kleine Kalibrierungen bei Motoren und Getrieben für die Einhaltung der Abgasnormen einschloss. Die Antriebs-Palette blieb praktisch unverändert – es kamen keine neuen Motoren hinzu. Auf dem deutschen Markt bedeutet das, dass die späteren Exemplare von 2017–2019 sich von den frühen nur durch kleine Verbesserungen bei Zuverlässigkeit und Komfort unterscheiden, dabei aber die gesamte Konstruktions-Einfachheit behalten.
Die heute gefragtesten Versionen sind der 1.6 GDI mit 130 PS und Automatik für den Stadtbetrieb sowie der 2.0 MPI mit 164 PS und Automatik für Vielfahrer auf der Autobahn.

Betriebseigenschaften und reale Werte
Nach Angaben deutscher Anzeigenportale und Halterforen zeigen die Motoren des Soul II eine gute Zuverlässigkeit bis 200.000 km und darüber hinaus. Wichtig ist die Einhaltung der Ölwechselintervalle alle 10–12.000 km und die Verwendung von qualitativ hochwertigem Superbenzin. Der reale Verbrauch im Mischbetrieb liegt beim 1.6 GDI zwischen 7–9 Litern pro 100 km, beim 2.0 MPI zwischen 8–11 Litern pro 100 km – je nach Fahrstil und Beladung.
Die Getriebe verursachen bei termingerechter Wartung keine Massenbeschwerden. Die Ersatzteilversorgung ist hervorragend – sowohl Original- als auch Qualitäts-Ersatzteile sind reichlich verfügbar. Die Reparierbarkeit ist hoch: weder Motoren noch Getriebe sind „Wegwerf-Konstruktionen“, was auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt besonders wichtig ist.
Insgesamt bietet die Technik des Kia Soul II (PS) den optimalen Kompromiss aus Preis, Verbrauch, Wartung und Wiederverkaufswert genau für deutsche Verhältnisse. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt 2026 bleibt das Modell aktuell dank der bewährten Konstruktion, die Wirtschaftlichkeit und ausreichend Dynamik für die meisten Einsatzzwecke ohne unnötige Kosten liefert.