Skoda Octavia III – Innenraum und Ausstattungen nach dem Facelift 2017 | Auto News | automotive24.center

Innenraum der Skoda Octavia III (2013–2020) – Interieur, Ausstattungslinien und wichtigste Änderungen

Der Innenraum der Skoda Octavia III war damals ein echter Meilenstein für die Marke: Erstmals in der Kompakt- und Mittelklasse gab es fast Premium-Anmutung bei Materialien und Technik

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Selbst 2025 wirkt der Innenraum der Skoda Octavia 2013–2020 noch immer zeitgemäß und kann sich problemlos mit deutlich jüngeren Modellen messen. In diesem Beitrag schauen wir uns ganz genau an, wie der Octavia Innenraum der dritten Generation aufgebaut ist, welche Ausstattungslinien in Deutschland angeboten wurden, was das Facelift verändert hat und welche typischen Schwachstellen Gebrauchtwagenkäufer kennen sollten.

Materialien und Design

Das Interieur der Octavia III verbindet deutsche Präzision mit den typischen tschechischen „Simply Clever“-Ideen. Oberer Bereich von Armaturenträger und Türverkleidungen sind aus weichem, griffigem Kunststoff; in den höheren Linien kommen Aluminium-Optik, Klavierlack oder echtes Leder hinzu. Vor dem Facelift gab es klassische analoge Rundinstrumente mit weißer Beleuchtung, ab 2017 war das volldigitale Virtual Cockpit mit 12,3 Zoll optional erhältlich.

Die Mittelkonsole ist leicht zum Fahrer geneigt: oben der Touchscreen (von 5,8 Zoll in der Basis bis 9,2 Zoll im Topmodell), darunter die übersichtliche Zweizonen-Klimaautomatik mit drehbaren Reglern. Das Lenkrad ist Drei- oder Vierspeichen-Design, lederbezogen und beheizbar in den besseren Ausstattungen. Die Sitzposition zählt zu den besten im Segment: riesiger Verstellbereich bei Sitz (inkl. Sitzflächenverlängerung) und Lenkrad – selbst über 2 Meter große Fahrer finden eine perfekte Position. Hinten herrscht fast Limousinen-Niveau: mehr Beinfreiheit als in vielen aktuellen Mittelklasse-Modellen, drei Erwachsene sitzen dank flachem Boden entspannt.

Der Kofferraum ist legendär: Limousine 590/1580 Liter, Combi 610/1740 Liter. Unter dem Ladeboden befinden sich Notrad oder Reparaturset, dazu Haken, Netze, 12-V-Steckdose, variabler Doppelboden und die berühmten Regenschirmhalter in den Türen ab Style aufwärts.

Ausstattungslinien in Deutschland

In Deutschland wurden offiziell vier Hauptlinien angeboten (plus einige Sondermodelle):

  • Active (Einstieg) — Stoff „Active“, manuelle Klimaanlage, Radio Swing (6,5-Zoll-Display, Bluetooth, USB), manuelle hintere Fensterheber, Kunststofflenkrad, 16-Zoll-Stahlfelgen.
  • Ambition (Komfort) — Stoff „Ambition“, Zweizonen-Klimaautomatik, Tempomat, Multifunktionslenkrad, 16–17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Regensensor & Lichtsensor, Parkpiepser hinten, Sitzheizung vorn.
  • Style (Luxus) — Kombi-Bezug (Stoff + Alcantara oder Leder), Sportsitze, Parkpiepser vorn, LED-Scheinwerfer, Panoramadach (optional), Navigation Columbus (9,2 Zoll), schlüsselloses Zugangssystem, beheizbares Lenkrad.
  • Laurin & Klement / RS (Spitze) — Leder Vienna oder Alcantara, Virtual Cockpit, Canton-Soundsystem mit 12 Lautsprechern, adaptives Fahrwerk DCC, Recaro-Sportsitze (RS), schwarzer Dachhimmel, rote Kontrastnähte.

Die begehrtesten Gebrauchten sind Style- und L&K-Modelle Baujahr 2018–2020 mit Panoramadach, Virtual Cockpit, adaptivem Tempomat und Winterpaket (beheizbare Frontscheibe + Rücksitze).

Interieur-Updates nach Jahren (Facelift 2017)

Das Facelift im Februar 2017 (Modelljahre 2017–2020) brachte die deutlichsten Veränderungen im Innenraum:

  • Voll digitales 12,3-Zoll Virtual Cockpit (optional ab Style/L&K).
  • Neue Infotainmentsysteme: Bolero und Columbus mit kapazitiven Touchscreens 8 und 9,2 Zoll, Android Auto/Apple CarPlay und MirrorLink-Unterstützung.
  • Neue Lenkräder und Schalthebel vom Golf VII Facelift übernommen.
  • Verbesserte Geräuschdämmung: zusätzliche Dämmmatten in Türen und Boden (ab 2017 deutlich leiser auf der Autobahn).
  • Neue Farben und Materialien: Elfenbein-Beige „Ivory“, Cognac-Braun bei L&K.
  • Schlüsselloses KESSY-System und elektrische Heckklappe serienmäßig ab Style.

Die Facelift-Modelle (2017–2020) erkennt man sofort an den zweigeteilten Scheinwerfern und dem digitalen Cockpit.

Typische Innenraum-Schwachstellen bei gebrauchten Octavia III in Deutschland

Auch 2025 wirkt der Innenraum noch ansehnlich, doch Alter und hiesige Bedingungen hinterlassen Spuren:

  • Fahrersitz-Verschleiß — Seitenwangen durchgesessen und gerissen ab ca. 150–200.000 km, besonders Stoff und Kunstleder.
  • Lenkrad-Abnutzung — Leder löst sich ab ca. 180–250.000 km, schlimmer bei Ex-Taxi oder Dienstwagen.
  • Knister- und Quietschgeräusche — Armaturenträger und Mittelkonsole fangen nach 8–10 Jahren an zu knarzen, besonders im Winter.
  • Kratzer im Hochglanz-Kunststoff — Piano Black auf der Mittelkonsole zerkratzt extrem schnell.
  • Panoramadach — neigt mit der Zeit zu Knarzen und Undichtigkeiten (Reparatur ca. 500–950 €).
  • Columbus-Infotainment — hängt, verliert Karten, braucht Software-Update (ca. 200–350 €).
  • Klimaanlage — Stellmotoren der Klappen korrodieren, muffiger Geruch (Reinigung + Motorentausch ca. 300–600 €).

Auf deutschen Straßen (Salz im Winter, Staub, Temperaturschwankungen) verschmutzen Stoffinterieurs schneller und Leder wird spröde.

Fazit: Welchen Innenraum 2025 wählen?

2025 wirkt der Octavia III Innenraum immer noch moderner als die meisten Koreaner und Japaner aus 2018–2020 und hält locker mit Basisversionen neuer chinesischer Modelle mit.

Optimale Wahl für Deutschland:

  • Ambition oder Style 2017–2020 — Zweizonen-Klima, Tempomat, Multifunktionslenkrad, großer Bildschirm, beheiztes Lenkrad und Frontscheibe.
  • Orientierungspreis am Markt: ca. 12.000–18.000 €.
  • Optimal mit Panoramadach und Virtual Cockpit, wenn das Budget es hergibt.

Wer das Maximum will, greift zu einem Laurin & Klement 2018–2020 mit Leder, Canton-Sound und adaptivem Tempomat.

Worauf beim Kauf unbedingt achten:

  • Zustand Fahrersitz und Lenkrad (Neubezug 250–500 €).
  • Funktion Panoramadach und Rollo.
  • Keine muffigen oder Schimmelgerüche.
  • Einwandfreie Funktion von Infotainment und Virtual Cockpit.
  • Spuren intensiver Nutzung (Ex-Taxi: starke Abnutzung, Schonbezüge, Gerüche).

Bei guter Pflege präsentiert sich der Octavia III Innenraum 2025 immer noch mit 9 von 10 Punkten – einer der stärksten Kaufargumente für diese dritte Generation auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt.