Nilu27 testet V12 mit über 1.085 PS für neues Hypercar

Nilu27 entwickelt analoges Hypercar mit mehr als 1.085 PS starkem V12-Saugmotor

Nilu27 hat einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung seines ersten Hypercars erreicht: Der eigens für das Projekt konstruierte V12 lief erstmals auf dem Prüfstand

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Das Fahrzeug ist als moderne Alternative zu komplexen Hybridmodellen konzipiert – mit Saugmotor, Handschaltung und möglichst wenigen elektronischen Systemen zwischen Fahrer und Maschine.

Projekt eines ehemaligen Bugatti- und Koenigsegg-Designers

Nilu27 wurde von Sasha Selipanov gegründet, der zuvor an Fahrzeugen von Bugatti, Koenigsegg und Lamborghini gearbeitet hatte. Das Unternehmen entstand 2024 und konzentriert sich auf die Entwicklung eines Hypercars mit einem traditionellen Bedienkonzept. Im Innenraum sind weder zahlreiche Touchscreens noch eine Vielzahl elektronischer Fahrmodi vorgesehen. Stattdessen stehen Mechanik, Rückmeldung und die unmittelbare Kontrolle über das Fahrzeug im Mittelpunkt.

Als einzige Getriebeoption ist ein manuelles Sieben-Gang-Getriebe vorgesehen. Elektromotoren, Turbolader und andere Formen der Aufladung sind konstruktiv nicht eingeplant.

6,5-Liter-V12-Saugmotor

Der Antrieb wurde vom neuseeländischen Unternehmen Hartley Engines entwickelt. Es handelt sich um einen frei saugenden 6,5-Liter-V12 mit einem Zylinderbankwinkel von 80 Grad. Beim ersten Start erreichte der Motor die vorgesehenen Betriebsbereiche einschließlich Drehzahlen von rund 11.000 U/min.

Ursprünglich war eine Leistung von 1.085 PS angegeben worden, nach Angaben der Entwickler liegt der endgültige Wert jedoch darüber. Die genauen technischen Daten wurden bislang nicht veröffentlicht. Nilu27 erwartet, dass das Aggregat zu den leistungsstärksten serienmäßigen Saugmotoren gehören wird, die je für ein straßenzugelassenes Fahrzeug entwickelt wurden.

Geringes Gewicht und ungewöhnliche Anordnung

Bei der Konstruktion des Hypercars kommt in großem Umfang kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff zum Einsatz. Das angestrebte Trockengewicht soll weniger als 1.200 kg betragen, womit sich das Leistungsgewicht einem PS pro Kilogramm annähern würde. Das tatsächliche Fahrzeuggewicht mit Betriebsflüssigkeiten, Kraftstoff und Insassen wird höher ausfallen.

Die Abgaskrümmer befinden sich zwischen den Zylinderbänken. Für eine wirksame Wärmeableitung soll der Motorraum teilweise offen bleiben. Diese Lösung wird zugleich zu einem auffälligen Bestandteil des Fahrzeugdesigns.

Nächster Schritt: Fahrversuche

Nach den Prüfstandstests wird der Motor von Neuseeland nach Deutschland transportiert, wo sich der erste fahrbereite Prototyp befindet. Dort soll das Aggregat in das Fahrzeug eingebaut werden, bevor die Straßen- und Rennstreckentests beginnen. Ein Termin für die erste Ausfahrt wurde noch nicht genannt.

Nilu27 befindet sich weiterhin in einer frühen Projektphase. Der funktionsfähige Motor bestätigt jedoch den Übergang vom Konzept zur vollständigen technischen Entwicklung. Zu den nächsten wichtigen Schritten gehören die Abstimmung des Fahrwerks, Zuverlässigkeitstests und die Vorbereitung des Fahrzeugs auf eine Kleinserienproduktion.