
Das Fahrzeug feierte im März 2022 seine offizielle Premiere auf dem europäischen Markt, die ersten Auslieferungen an Kunden in Europa begannen im Sommer desselben Jahres. In Deutschland ist das Modell deutlich später angekommen – offizielle Verkäufe laufen nur begrenzt, der Großteil der verfügbaren Fahrzeuge wird bis heute über Parallelimport aus anderen EU-Ländern oder über Grauimport-Kanäle bezogen.
Der CX-60 basiert auf der neuen heckgetriebenen modularen Plattform Skyactiv Multi-Solution Scalable Architecture (Large), die Mazda speziell für Modelle mit längs eingebautem Antrieb entwickelt hat. Dieselbe Architektur kommt auch beim Mazda CX-90 sowie bei weiteren großen Modellen der Marke für ausgewählte Märkte zum Einsatz. Der CX-60 war das erste Modell der Marke im Segment mittelgroßer Premium-SUV mit klassischer Antriebsauslegung (längs eingebauter Motor, Hinterrad- oder Allradantrieb).
Innerhalb der Mazda-Modellpalette positioniert sich der CX-60 oberhalb des CX-5 und unterhalb des Flaggschiffs CX-90 (in manchen Märkten). Er richtet sich an Käufer, die ein statusstärkeres, technologisch anspruchsvolleres und premium-orientierteres SUV als den CX-5 suchen, ohne in das deutlich größere und teurere Segment von CX-90 / CX-80 zu wechseln.
Wesentliche Merkmale der Generation: Umstieg auf Heckantriebs-Architektur, Einführung von Reihensechszylinder-Benzin- und Dieselmotoren, 48-Volt-Mildhybrid-System (M Hybrid Boost), Weiterentwicklung des Designs im Stil „Kodo – Soul of Motion“ der neuen Phase sowie deutlicher Sprung bei Materialqualität und Technologie im Innenraum.

Was ist neu gegenüber der Vorgängergeneration
Einen direkten Vorgänger gab es in diesem Segment nicht; am nächsten kommt die zweite Generation des Mazda CX-5 (KF). Der CX-60 ist ein komplett neues Modell mit einer anderen Philosophie.
Die wichtigsten Unterschiede:
- Plattform – von quer eingebautem Motor mit Front- oder Allradantrieb zu längs eingebautem Motor mit Heck- oder Allradantrieb;
- Design – deutlich strengerer, erwachsener und premium wirkender Auftritt mit schmalen Scheinwerfern, massiver Niere und langem Motorhaube;
- Motoren – Verzicht auf Vierzylinder-Turbos zugunsten von Reihensechszylindern 3,3 Liter (Benzin und Diesel) + 2,5 Liter Saugmotor in einzelnen Regionen;
- Fahrwerk – Doppelquerlenker vorn und Mehrlenker hinten statt MacPherson-Federbeine;
- Interieur – massiver Qualitätssprung bei Materialien, große vertikale Displays, hochwertige Ausstattung (Echtholz, Nappaleder in Top-Versionen);
- Sicherheit & Assistenzsysteme – i-Activsense-Paket deutlich erweitert, u. a. mit Totwinkel-Monitor, Spurwechselassistent, Verkehrszeichenerkennung mit aktivem Eingriff und mehr.

Aktueller Stand der Generation
Stand Anfang 2026 ist der Mazda CX-60 weiterhin ein aktuelles Modell ohne Facelift. Ein Facelift wird frühestens 2026–2027 erwartet.
Die wichtigsten verfügbaren Antriebe auf dem europäischen Markt (maßgeblich auch für den deutschen Gebrauchtmarkt):
- e-Skyactiv G 3.3 Turbo (254 PS / bis 284 PS in der 48V-Version, Benziner, Heckantrieb oder Allrad);
- e-Skyactiv D 3.3 Turbo (200 PS / 254 PS, Diesel, Allrad);
- PHEV (Plug-in-Hybrid) 2,5 l + E-Motor, Systemleistung 327 PS, Allrad – die mit Abstand beliebteste Variante in Europa und auf dem deutschen Markt;
Seit 2024 taucht vereinzelt die Basisversion mit 2,5-Liter-Saugbenziner (188–194 PS) auf einigen Märkten und gelegentlich im Gebrauchtmarkt auf, bleibt aber selten.
Die häufigsten Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt: Prime-Line (Basis), Exclusive-Line, Homura, Takumi, Turbo Premium / Takumi Plus (Top). Am weitesten verbreitet sind heute PHEV-Modelle in Exclusive-Line und Takumi.

Markt in Deutschland
Auf dem deutschen Gebrauchtmarkt (Stand Februar 2026) bleibt der Mazda CX-60 ein vergleichsweise seltenes Modell. Die Anzahl aktueller Angebote bewegt sich meist zwischen 120 und 250 Stück (je nach Saison und Plattform).
Neuwagen sind in offiziellen Mazda-Zentren kaum verfügbar – die meisten Angebote sind Fahrzeuge der Baujahre 2023–2025, die aus Europa (Niederlande, Belgien, Polen, etc.) importiert wurden. Frischer Parallelimport taucht regelmäßig auf.
Realistischer Marktpreisrahmen (je nach Baujahr, Laufleistung, Zustand und Ausstattung – Orientierender Marktpreis für Deutschland):
| Baujahr | Ausstattung / Motor | Preis in € |
| 2023 | PHEV / Exclusive-Line–Takumi | 42.000 – 52.000 |
| 2024 | PHEV / Takumi / Homura | 48.000 – 58.000 |
| 2024–2025 | 3.3 Turbo Benziner / Diesel | 46.000 – 56.000 |
| 2025 | Top-Versionen Takumi Plus | 55.000 – 65.000+ |
Am stärksten nachgefragt sind PHEV-Versionen in Takumi- und Exclusive-Line-Ausstattung mit unter 40.000 km Laufleistung.

Fazit und Relevanz der Generation
Der Mazda CX-60 I (KH) zählt auch 2026 zu den spannendsten Modellen im Segment mittelgroßer Premium-SUV mit Heckantriebs-Konzept und Reihensechszylinder-Motoren oder starkem PHEV-Antrieb. Er eignet sich perfekt für Fahrer, die eine Alternative zu den deutschen Premium-SUV (BMW X3, Mercedes GLC, Audi Q5) suchen, aber mehr ausdrucksstarkes Design und das typische Mazda-Fahrgefühl wünschen.
Ein Neuwagen lohnt sich für alle, die volle Werksgarantie, werksseitige Konfiguration und die Möglichkeit des Heimladens bei der PHEV-Version wollen. Ein Gebrauchter der Baujahre 2023–2024 ist oft 15–30 % günstiger als ein vergleichbarer Neuwagen – besonders attraktiv, wenn das Fahrzeug aus Europa stammt und eine lückenlose Servicehistorie nachweisbar ist.
Die Generation bleibt hochaktuell, weil es kaum direkte Konkurrenten mit vergleichbarer Heckantriebs-Architektur und Reihensechszylinder-Motoren in dieser Preisklasse gibt.
Beim Gebrauchtkauf in Deutschland sollte man besonders achten auf:
- echte Servicehistorie (Carfax / AutoDNA / europäische Datenbanken);
- Zustand der Batterie und Ladeinfrastruktur bei PHEV-Modellen;
- keine Spuren schwerer Unfälle;
- einwandfreie Funktion aller elektronischen Systeme und des adaptiven Tempomaten.
Die erste Generation des Mazda CX-60 bleibt 2026 ein hochinteressantes Angebot – sowohl als Neuwagen als auch als Gebrauchter.