
Der Innenraum des Mazda CX-60 I verbindet japanische Designphilosophie mit hochwertigen Materialien und moderner digitaler Architektur auf meisterhafte Weise. Nachfolgend der ausführliche Innenraum-Check – angepasst an den deutschen Markt Stand 2026.
Gesamteindruck Innenraum
Der zentrale Blickfang im Interieur des Mazda CX-60 ist der hochkant stehende 12,3-Zoll-Touchscreen des Infotainmentsystems, prominent oben auf der Mittelkonsole platziert. Darunter befinden sich physische Tasten und der bewährte Dreh-Drück-Steller für Klima und Lautstärke – eine bewusste Entscheidung für haptisches Feedback. Das volldigitale Cockpit misst ebenfalls 12,3 Zoll, bietet anpassbare Layouts und kann die Navigation bildschirmfüllend darstellen.

In den meisten Ausstattungslinien kommen weiche Kunststoffe, Echtholz- oder Aluminium-Einlagen zum Einsatz; in den Top-Versionen ergänzt perforiertes Nappa-Leder und offenporiges Echtholz. Verarbeitungsqualität und Passgenauigkeit bewegen sich klar über dem Klassendurchschnitt – Spaltmaße sind minimal. Die Fahrerergonomie folgt Mazdas Jinba-Ittai-Philosophie: perfekter Lenkraddurchmesser, intuitiver Wählhebel, klar gegliederte Bedienfelder.
Die Vordersitze bieten starke Seitenführung und elektrische Verstellung (inkl. Lendenwirbelstütze in höheren Linien) – ideal für lange Autobahn-Etappen. Die Rückbank nimmt drei Erwachsene passabel auf: ausreichend Knie- und Kopffreiheit bis ca. 1,85–1,90 m Körpergröße, der Mittelsitz ist durch den hohen Kardantunnel und festere Polsterung jedoch deutlich weniger komfortabel. Die Rücksitzlehnen sind in den meisten Versionen um 5–10° neigbar.
Das Kofferraumvolumen beträgt 570 Liter bis zur Abdeckung (Fünfsitzer-Konfiguration) und wächst auf 1.726 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank. Der Ladeboden ist eben, darunter liegt je nach Version ein Notrad oder Reparaturset. Die Rücksitzbank lässt sich im praktischen 40:20:40-Verhältnis umklappen; in manchen Ausstattungen ist ferngesteuertes Umklappen vom Kofferraum möglich.

Ausstattungslinien und Versionen auf dem deutschen Markt
In Deutschland wird der Mazda CX-60 I in folgenden Haupt-Ausstattungslinien angeboten (Stand 2026 am häufigsten vertreten):
- Prime-Line / Exclusive-Line — Einstieg und Mittelklasse: Stoff- oder Lederpolster, 10,25–12,3-Zoll-Display, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung vorn, volles i-Activsense-Sicherheitspaket, Rückfahrkamera, Parkpiepser vorn + hinten.
- Homura — sportliche Linie: schwarzes Leder + Wildleder-Optik, rote Kontrastnähte, schwarze Akzente innen/außen, 20-Zoll-Felgen, Head-up-Display, induktives Smartphone-Laden.
- Takumi / Takumi Plus — Top-Ausstattungen: Nappa-Leder (schwarz, weiß oder braun), offenes Echtholz, belüftete Vordersitze, beheizte Rücksitze, Bose-Soundsystem mit 12 Lautsprechern, Panorama-Glasdach, 360°-Kamera, Matrix-LED-Scheinwerfer adaptiv, KPC-Fahrwerk (Kinematik-Posture-Control, teilweise).
Im Gebrauchtwagenmarkt dominieren PHEV-Modelle in Exclusive-Line und Takumi. Besonderheit in Deutschland: hoher Anteil der Top-Modelle (Takumi / Homura) stammt aus EU-Importen mit Panorama-Dach und Bose-Anlage. Stoffinterieur-Varianten sind nahezu inexistent.

Modellpflege und Innenraum-Updates
Da die Baureihe noch jung ist, gab es bis Anfang 2026 keinen umfassenden Facelift. Dennoch wurden bei den Modelljahren 2024–2025 punktuelle Verbesserungen umgesetzt:
- Dickere Dämm-Matten in Radhäusern und Boden (Reduzierung Innenraumgeräusch um ca. 1–2 dB nach Händlermessungen);
- Weichere Bezüge im unteren Bereich von Mittelkonsole und Türverkleidungen;
- Software-Update Mazda Connect (schnellere Reaktion, drahtloses Android Auto bei neueren Chargen);
- Erweiterte Farbpalette für Leder und Einlagen (neue Braun- und Grautöne bei Takumi).
Modelle ab 2025/2026 zeigen deutlich leisere Innenräume und aktuellste Software. Fahrzeuge vor 2024 können etwas höhere Abroll- und Fahrgeräusche aufweisen – vor allem bei hoher Geschwindigkeit oder schlechten Fahrbahnen spürbar.

Häufige Kritikpunkte und Schwächen aus der Praxis
Die häufigsten Rückmeldungen und Kritikpunkte deutscher CX-60-Fahrer:
- Knister- und Quietschgeräusche an Mittelkonsole und Türverkleidungen auf unebenen Straßen (besonders in den ersten 20.000–40.000 km, vor allem bei 2022/2023er-Modellen);
- Schnelle Glanzbeschädigung der Klavierlack-Applikationen rund um Display und Tunnel (Kratzer, Fingerabdrücke);
- Eingeschränkte Sicht nach hinten durch dicke C-Säulen und hohe Gürtellinie (360°-Kamera löst das weitgehend);
- Straffes Fahrwerk überträgt Unebenheiten stärker in den Innenraum und verstärkt so Geräuschwahrnehmung auf schlechten Straßen;
- Pflegeaufwand bei hellen Interieurs (Nappa-Leder und Alcantara verschmutzen schnell und brauchen regelmäßige Pflege);
- Fehlende separate Belüftungsdüsen für die Rücksitzreihe in den meisten Ausstattungen.
Bei typisch deutschen Witterungsbedingungen (große Temperaturschwankungen, Streusalz im Winter, Staub im Sommer) fordern helle Innenräume deutlich mehr Pflege als dunkle Varianten.
Fazit – Wie modern ist der Innenraum 2026?
Stand 2026 bleibt der Innenraum des Mazda CX-60 I zeitgemäß und sehr wettbewerbsfähig im Premium-Mittelklasse-SUV-Segment. Der imposante Hochkant-Bildschirm, die hochwertigen Materialien und die durchdachte Ergonomie wirken nach wie vor frisch – auch im Vergleich zu Neuerscheinungen 2025/2026.

Das beste Preis-Leistungs-Komfort-Verhältnis bieten derzeit Exclusive-Line und Takumi mit PHEV- oder 3,3-Liter-Sechszylinder. Die teureren Takumi Plus lohnen sich nur, wenn man wirklich alle Highlights will (Bose, Sitzventilation, Panoramadach, adaptives Fahrwerk).
Beim Neuwagenkauf auf drahtloses Android Auto / Apple CarPlay und das verbesserte Dämmungspaket achten (ab Modelljahr 2025). Bei Gebrauchtwagen unbedingt prüfen:
- Zustand von Leder und Einlagen (Abrieb, Risse);
- Keine Knistergeräusche bei Probefahrt über unebene Straßen;
- Einwandfreie Funktion von Infotainment und digitalem Cockpit;
- Spuren professioneller Reinigung und geruchsfreier Innenraum;
- Erhaltungszustand von Klavierlack und Dekorelementen.
Der Innenraum zählt weiterhin zu den stärksten Argumenten des Mazda CX-60 und zieht Käufer an, die eine attraktive Alternative zu den etablierten deutschen Premiummarken suchen.