
Das Fahrzeug basiert auf der M760Li-Version mit Zwölfzylinder-Motor, einer Antriebseinheit, die in den aktuellen Modellen der Marke nicht mehr angeboten wird. Das Projekt zeigt die Möglichkeiten der Modernisierung einer repräsentativen Luxuslimousine und demonstriert, wie ein luxuriöses Interieur mit einer Dynamik kombiniert werden kann, die sich dem Niveau sportlicher Automobile nähert.
Seltener Motor im Kern des Projekts
Über Jahrzehnte hinweg wurden große deutsche Luxuslimousinen traditionell mit leistungsstarken Mehrliter-Motoren ausgestattet. Umweltvorschriften und strategische Veränderungen bei den Herstellern haben jedoch schrittweise zum Verschwinden solcher Aggregate geführt. Infolgedessen werden Fahrzeuge mit V12-Motoren immer seltener.
Grundlage des Manhart-Projekts ist ein BMW M760Li der Baureihe G11. Diese Variante war mit einem 6,6-Liter-V12-Benzinmotor mit Biturboaufladung ausgestattet. In Serienausführung leistete das Aggregat 610 PS und 800 Nm Drehmoment.

Überarbeitung des Antriebsstrangs
Die Ingenieure von Manhart konzentrierten sich vor allem auf die Motorüberarbeitung. Im Rahmen des Projekts wurden die Turbolader modifiziert und die hauseigene Steuerungseinheit MHtronik Powerbox installiert. Zusätzlich erhielt das Fahrzeug eine Sportabgasanlage.
Nach den Modifikationen stiegen die Leistungsdaten des Antriebs deutlich:
- Leistung auf 711 PS gesteigert
- Drehmoment auf 1050 Nm erhöht
Die Serienversion des M760Li beschleunigt in etwa 3,7 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit dem optionalen M Driver’s Package elektronisch auf 305 km/h begrenzt. Exakte Werte der überarbeiteten Version wurden nicht genannt, das deutliche Leistungsplus lässt jedoch auf noch höhere Fahrdynamik schließen.

Änderungen am Exterieur
Die äußeren Modifikationen wurden sehr zurückhaltend ausgeführt und verändern den Gesamtcharakter des Fahrzeugs nicht. Die Limousine erhielt einen Carbon-Frontsplitter, neue Spiegelgehäuse und einen dezenten Heckklappenspoiler.
Zudem wurden geschmiedete 21-Zoll-Felgen Concave One montiert. Das Bremssystem blieb serienmäßig, seine Dimensionen erlauben jedoch die Montage von Felgen ab 20 Zoll Durchmesser.
Das Fahrwerk wurde überarbeitet und leicht tiefergelegt, was die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten verbessert.
Interieur und Ausstattung
Der Innenraum behält die originale Architektur des BMW 7er bei. Das Interieur ist mit Naturleder in Beige- und Brauntönen bezogen, was den repräsentativen Charakter des Fahrzeugs unterstreicht.
Manhart bietet umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten. Kunden können das komplette Modifikationspaket ordern oder einzelne Elemente wählen – etwa Änderungen am Exterieur oder die Motorüberarbeitung.

Positionierung des Projekts im Markt
Die Kosten für das komplette Umbau-Paket wurden nicht veröffentlicht. Das Basisfahrzeug ist nur auf dem Gebrauchtwagenmarkt verfügbar, da neue BMW-Modelle nicht mehr mit V12-Motoren ausgestattet werden.
Das MH7-700-Projekt zeigt, dass Vorgängergenerationen von Flaggschiff-Limousinen durch gezielte technische Aufwertungen weiterhin relevant bleiben können. Solche Fahrzeuge bewahren die Kombination aus starken Motoren, hohem Komfortniveau und klassischer Interieurgestaltung.
Fazit
Der Manhart MH7 700 ist ein Beispiel für eine tiefgreifende Modernisierung der Vorgängergeneration der BMW 7er-Luxuslimousine. Das Projekt vereint einen seltenen Zwölfzylinder-Motor, deutlich gesteigerte Leistung und zurückhaltende Designänderungen. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das seinen Status als luxuriöse Limousine behält, gleichzeitig aber eine Dynamik erreicht, die mit leistungsstarken Sportmodellen vergleichbar ist.