
Ursache ist ein Defekt an der Hinterachsfederung, der zu einem Verrutschen oder Ablösen der Feder während der Fahrt führen kann. Dies kann die Fahrzeugstabilität potenziell beeinträchtigen und erfordert eine verpflichtende Überprüfung in autorisierten Jeep-Servicezentren.
Welche Fahrzeuge sind vom Rückruf betroffen
Die Serviceaktion umfasst 80.620 Fahrzeuge, die zwischen Dezember 2020 und Mai 2023 hergestellt wurden. Der Großteil entfällt auf die Version Grand Cherokee L mit drei Sitzreihen – mehr als 51.000 Exemplare. Rund 29.000 Fahrzeuge gehören zur Standardversion mit zwei Sitzreihen.
Nach Angaben des Herstellers kann das Problem bei etwa 5 % der betroffenen Fahrzeuge auftreten. Modelle mit Luftfederung sind nicht von der Maßnahme betroffen, da sie eine abweichende Konstruktion des hinteren Fahrwerksbereichs verwenden.
Ursache des Defekts und mögliche Folgen
Der Defekt betrifft den unteren Federteller der Hinterachsfederung. Dieses Bauteil sorgt für die korrekte Positionierung und Fixierung der Feder, die das Fahrzeuggewicht trägt und die Fahrstabilität gewährleistet. In einigen Fällen wurde der Federteller offenbar falsch montiert, was ein Verrutschen der Feder begünstigt.
Kommt die Feder aus ihrer vorgesehenen Position, ändert sich die Geometrie der Hinterachsfederung. Dadurch verschlechtert sich die Fahrdynamik, andere Bauteile werden stärker belastet und es besteht die Gefahr eines Stabilitätsverlusts. Zudem kann sich eine gelöste Komponente zu einer Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer entwickeln.
Entdeckungsgeschichte des Problems
Der Hersteller erhielt etwa 20 offizielle Beschwerden von Fahrzeugbesitzern über abgelöste Federn. Bei der weiteren Untersuchung wurden rund 70 vergleichbare Fälle sowie mehr als 280 Garantieansprüche festgestellt. Dies führte zu einer Untersuchung unter Beteiligung der US-Verkehrsaufsichtsbehörde.
Nach Abschluss der Untersuchung wurde die Rückrufaktion beschlossen. Die Besitzer erhielten ab Februar 2026 entsprechende Benachrichtigungen. Nach Beendigung der technischen Bewertung werden die Vertragshändler die erforderlichen Prüfungen und Reparaturen durchführen.

Geplante Maßnahmen zur Behebung des Defekts
Alle vom Rückruf betroffenen Fahrzeuge werden in den offiziellen Jeep-Servicebetrieben überprüft. Bei Bedarf werden die Komponenten der Hinterachsfederung ausgetauscht oder korrekt montiert. Die Arbeiten erfolgen für die Fahrzeughalter kostenfrei.
Derartige Serviceaktionen sind in der Automobilindustrie gängige Praxis und dienen der Aufrechterhaltung von Sicherheit und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge. Hersteller führen regelmäßig Kontrollen durch und beheben erkannte Mängel, auch wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit relativ gering ist.
Gesamtsituation in der Branche
Rückrufe von Fahrzeugen sind in der modernen Automobilindustrie ein weit verbreitetes Phänomen. Zu Beginn des Jahres 2026 haben mehrere Hersteller bereits umfangreiche Serviceaktionen wegen unterschiedlicher technischer Probleme angekündigt. Dies hängt mit der zunehmenden Komplexität moderner Fahrzeugkonstruktionen und dem wachsenden Anteil elektronischer und mechanischer Systeme zusammen.
Trotz des Umfangs der aktuellen Maßnahme ermöglichen solche Schritte eine rechtzeitige Erkennung und Beseitigung potenzieller Mängel und reduzieren dadurch das Risiko schwerwiegender Folgen im Fahrbetrieb.
Zusammenfassung
Der Rückruf von mehr als 80.000 Jeep Grand Cherokee steht im Zusammenhang mit einer möglichen fehlerhaften Montage von Komponenten der Hinterachsfederung, was die Fahrsicherheit beeinträchtigen kann. Der Hersteller hat die Überprüfung und kostenfreie Behebung des Defekts in den Servicebetrieben organisiert. Die Durchführung solcher Aktionen ist Teil der standardmäßigen Qualitätssicherungsverfahren und dient der Gewährleistung eines sicheren Fahrzeugbetriebs.