
Eines der ersten Serienmodelle in diesem Segment wird der Cupra Raval sein – ein urbanes Elektroauto der spanischen Marke, das bereits lange vor der offiziellen Premiere fahrdynamisch erprobt werden konnte. Trotz dichter Tarnung vermittelt das Fahrzeug bereits ein recht umfassendes Bild von seinem Charakter und seinem technischen Konzept.
Produktionsstandort und früher Prototyp
Die erste Begegnung mit dem Cupra Raval fand im Werk Martorell statt, etwa 30 Kilometer von Barcelona entfernt. Es handelt sich um einen großen Industriekomplex, in dem Modelle von Seat und Cupra entwickelt und montiert werden. Auf dem Gelände unterliegt das Fotografieren strengen Regeln, Prototypen werden sorgfältig getarnt, um Designdetails bis zur offiziellen Vorstellung zu verbergen.
Selbst unter der Schutzfolie sind einzelne Elemente des typischen Cupra-Stils erkennbar – insbesondere die Lichtsignatur der Scheinwerfer und die charakteristischen dreieckigen Motive. Die Tarnung spielt auf den Stadtteil El Raval in Barcelona an, nach dem das Fahrzeug benannt wurde.
Abmessungen und technische Basis
Der Cupra Raval gehört zur Klasse der kompakten Elektrofahrzeuge. Die Karosserielänge beträgt 4,05 Meter, die Breite 1,78 Meter, die Höhe 1,52 Meter. Obwohl als urbanes Modell positioniert, bietet das Fahrzeug einen praktischen Kofferraum und ausreichend Platz für Ausflüge über die Stadtgrenzen hinaus.
Das Modell ist das erste Serienfahrzeug auf der Plattform MEB+, die künftig die Basis für mehrere kompakte Elektroautos des Konzerns bilden wird. Technisch ist der Raval verwandt mit den kommenden VW ID. Polo und Skoda Epiq, die für 2026 geplant sind.

Fahrwerk und Antrieb
Im Vergleich zu den Schwestermodelle zeichnet sich der Cupra Raval durch eine sportlichere Abstimmung aus. Das Fahrwerk ist um 15 mm tiefergelegt, die Spur um 10 mm verbreitert, es kommt eine progressive Lenkung sowie eine elektronische Differenzialsperre zum Einsatz. All dies dient der Steigerung von Lenkpräzision und Kurvenstabilität.
Angeboten werden zwei Varianten des vorderen Elektroantriebs mit 155 kW und 166 kW Leistung sowie 290 Nm Drehmoment. Diese Kombination sorgt für souveräne Beschleunigung und schnelle Reaktion auf Gaspedalbefehle.
Fahrverhalten
Bei Testfahrten auf kurvigen Straßen in den Vorbergen des Montserrat-Massivs zeigte das Fahrzeug gute Fahrbahnhaftung und vorhersehbares Handling. Die Sportsitze bieten deutlichen Seitenhalt, ohne den Komfort im Alltag einzuschränken.
Mehrere Fahrmodi ermöglichen die Anpassung des Fahrzeugcharakters an unterschiedliche Bedingungen. Der künstlich erzeugte Sound zur Betonung der Dynamik lässt sich nach Wunsch deaktivieren und ermöglicht dann nahezu geräuschlosen Betrieb.

Reichweite und Laden
Je nach Version liegt die Reichweite bei etwa 400 oder 450 Kilometern. Zur Effizienzsteigerung stehen drei Rekuperationsstufen zur Verfügung. Offizielle Angaben zu Batterie und Ladeleistung liegen noch nicht vor, erwartet wird jedoch eine Batteriekapazität von rund 52 kWh mit AC-Laden bis 11 kW und DC-Laden bis 90–130 kW.
Premiere und weitere Details
Die Weltpremiere des Cupra Raval ist für den 19. März 2026 geplant. Dann werden die finalen technischen Daten, Informationen zu Fahrerassistenzsystemen sowie die adaptiven Matrix-LED-Scheinwerfer mit markentypischer Lichtanimation veröffentlicht.
Selbst in getarnter Form zeigt der Cupra Raval, dass es sich nicht nur um ein reines Stadtauto handelt, sondern um ein kompaktes Modell mit deutlichem Fokus auf Fahrdynamik und Handling, das für ein breiteres Einsatzspektrum ausgelegt ist.