Ferrari Purosangue überrascht mit Reparaturkosten für das Fahrwerk — Auto-News aus aller Welt | automotive24.center

Die Wartung des Ferrari Purosangue könnte sich als teurer erweisen, als selbst Supercar-Besitzer erwarten

Der Ferrari Purosangue ist zu einem der ungewöhnlichsten Modelle in der Geschichte der italienischen Marke geworden

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Es handelt sich um das erste Serienfahrzeug von Ferrari mit SUV-Karosserie, das für den täglichen Gebrauch und für komfortable Fahrten zu viert konzipiert wurde. Trotz der zwiespältigen Haltung eines Teils der Markenfans gegenüber diesem Format wurde das Modell sehr schnell populär und bleibt auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt weiterhin teuer.

Allerdings sind die Kosten für das Fahrzeug selbst nur ein Teil der Ausgaben, mit denen die Besitzer solcher Autos konfrontiert sind. Die eigentlichen Kosten zeigen sich erst bei Wartung und Reparatur, insbesondere wenn es um komplexe technische Baugruppen geht. Ein solches Beispiel sind die aktiven Dämpfer des Ferrari Purosangue, deren Preis selbst Spezialisten für die Reparatur exotischer Fahrzeuge überraschte.

Warum der Purosangue auch mit Laufleistung teuer bleibt

Ferrari brachte den Purosangue als Premium-Crossover mit dem Charakter eines sportlichen Gran Turismo auf den Markt. Das Fahrzeug erhielt einen 6,5-Liter-V12-Saugmotor, ein Allradsystem und eine eigenständige Karosseriearchitektur, die optisch eher an ein großes Schrägheckmodell als an einen klassischen SUV erinnert.

Die hohe Nachfrage führte dazu, dass selbst Gebrauchtexemplare deutlich über ihrem ursprünglichen Wert verkauft werden. Die Preise für relativ neue Fahrzeuge bleiben sehr hoch, während das Angebot begrenzt ist.

Zugleich weisen Experten darauf hin, dass sich die Lage mit der Zeit ändern könnte. Mit zunehmender Anzahl an Fahrzeugen auf dem Markt und dem Auftauchen älterer Exemplare wird der Wert des Purosangue allmählich sinken. Ein günstigerer Kaufpreis bedeutet jedoch noch keine günstigere Unterhaltung.

Was ein einzelner Ferrari-Dämpfer kostet

Zu den am meisten diskutierten Bauteilen zählen die Fahrwerkskomponenten. Nach Angaben von Mechanikern, die mit teuren Sportwagen arbeiten, liegt der Preis für einen einzelnen vorderen Dämpfer des Ferrari Purosangue bei etwa 21.400 Dollar.

Rechnet man diese Summe auf einen kompletten Satz um, kann der Austausch aller vier Dämpfer mehr als 85.000 Dollar kosten, ohne Steuern, Versand und Arbeitskosten. Zum Vergleich: Für diese Summe ließe sich ein neuer Sportwagen der Mittelklasse erwerben.

Diese Preise erklären sich nicht allein durch das Prestige der Marke. Im Aufbau des Fahrwerks kommt das komplexe aktive System Ferrari Active Suspension Technology zum Einsatz, das gemeinsam mit dem kanadischen Unternehmen Multimatic entwickelt wurde.

Wie das Fahrwerk des Purosangue aufgebaut ist

Das Fahrwerk des Ferrari Purosangue unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen adaptiven Systemen. Jeder Dämpfer ist mit einem eigenen elektronischen Steuerungssystem und zusätzlichen Kühlkomponenten ausgestattet.

Im Aufbau kommen zum Einsatz:

  • Elektromotoren mit Versorgung durch ein 48-Volt-System;
  • Ölkühlung;
  • Sensoren zur Erfassung der Karosserielage;
  • separate Elemente zur Temperaturregelung;
  • elektronische Steuerung der Härte in Echtzeit.

Das System analysiert kontinuierlich die Straßenbedingungen und ändert die Fahrwerkseinstellungen nahezu augenblicklich. Dadurch gelang es den Ingenieuren, den Komfort eines großen Crossovers mit der Fahrdynamik eines Sportwagens zu verbinden.

Das hohe technische Niveau wirkt sich jedoch zwangsläufig auf die Kosten von Teilen und Reparaturen aus. Selbst relativ standardmäßige Fahrwerkselemente werden hier zu komplexen technischen Baugruppen mit einer großen Anzahl elektronischer Komponenten.

Besonderheiten beim Betrieb teurer Supercars

Die Geschichte der Purosangue-Dämpfer verdeutlicht erneut die Besonderheiten des Besitzes moderner Fahrzeuge der Luxusklasse. Die Hauptkosten hängen häufig nicht mit dem Kauf des Fahrzeugs zusammen, sondern mit dessen anschließender Wartung nach Ablauf der Garantie.

Für Ferrari ist diese Situation nicht einzigartig. Hohe Preise für Bremssysteme, Karosserieelemente und Fahrwerksteile sind für die meisten limitierten und technologisch komplexen Modelle der Marke charakteristisch. Im Fall des Purosangue erwiesen sich die Kosten einiger Komponenten jedoch selbst nach den Maßstäben dieses Segments als besonders hoch.

Im Ergebnis wird der Betrieb solcher Fahrzeuge allmählich zu einer immer komplexeren und kostspieligeren Aufgabe, insbesondere auf dem Gebrauchtwagenmarkt, wo die Wartungskosten bereits auf den nachfolgenden Besitzern lasten.