Mercedes EQE: Millionenstrafe wegen falscher Batterieangaben

Batterieangaben bei Mercedes: Strafe wirft Fragen zur Transparenz auf

Der Fall um Mercedes-Elektroautos in Südkorea zeigt, wie wichtig korrekte Angaben zu den tatsächlich verbauten Schlüsselkomponenten sind.

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Dabei geht es nicht um einen technischen Defekt an sich, sondern um eine Abweichung zwischen den Angaben gegenüber Kunden und den tatsächlich in den Fahrzeugen verbauten Komponenten. Der Fall führte zu einer hohen Geldstrafe und könnte weiterreichende Folgen haben.

Der Vorfall als Ausgangspunkt

Auslöser der Untersuchung war ein Brand, der sich 2024 in der Tiefgarage einer Wohnanlage in Incheon ereignete. Eine elektrische Mercedes-EQE-Limousine geriet in Brand und löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Hunderte Einsatzkräfte waren mehrere Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Auch weitere in der Nähe abgestellte Fahrzeuge wurden beschädigt.

Die Brandursache selbst war zwar nicht der Grund für die Geldstrafe. Der Vorfall führte jedoch zu einer Untersuchung, bei der weitere Umstände im Zusammenhang mit der Fahrzeugausstattung festgestellt wurden.

Abweichung zwischen angegebenen und verbauten Batterien

Die südkoreanischen Behörden stellten fest, dass einige Fahrzeuge mit Batterien eines Herstellers ausgestattet waren, während in offiziellen Unterlagen ein anderer Lieferant genannt wurde. Insbesondere in Werbe- und Händlerunterlagen war von Batterien eines großen und weithin bekannten Herstellers die Rede, tatsächlich kamen jedoch Lösungen eines anderen Unternehmens zum Einsatz.

Diese Praxis wurde als irreführend eingestuft. Nach Angaben der Behörde geht es um rund 3.000 Fahrzeuge, die innerhalb eines Zeitraums von etwas mehr als einem Jahr auf den Markt gebracht wurden. Betroffen waren nicht nur EQE-Modelle, sondern auch höherpreisige Fahrzeuge.

Entscheidung der Behörde und Höhe der Strafe

Die südkoreanische Fair Trade Commission verhängte gegen das Unternehmen eine Geldstrafe von rund 7 Millionen US-Dollar. Dabei handelt es sich um den für derartige Verstöße vorgesehenen Höchstbetrag. Ausschlaggebend war die Abweichung zwischen den Kundenangaben und der tatsächlichen Ausstattung, nicht der technische Vorfall selbst.

Zugleich wird darauf hingewiesen, dass interne Unterlagen des Herstellers umfassendere Informationen zu den Lieferanten enthielten. Diese Angaben gelangten jedoch möglicherweise nicht vollständig zu den Händlern und Kunden.

Mögliche Folgen für den Markt

Der Fall könnte über die betroffene Region hinaus Wirkung zeigen. Er wirft Fragen zur Transparenz der Lieferketten und zur Korrektheit von Werbeaussagen auf anderen Märkten auf. In vergleichbaren Fällen könnten zusätzliche Prüfungen und Forderungen von Käufern folgen.

Zudem könnte die Zahl der Anfragen nach Erläuterungen oder sogar einem Austausch von Komponenten steigen, falls eine Abweichung von den zugesagten Eigenschaften nachgewiesen wird.

Fazit

Der Fall Mercedes zeigt, dass auf dem Elektroautomarkt neben der Technik auch präzise Angaben zu zentralen Komponenten entscheidend sind. Transparenz bei der Fahrzeugausstattung gewinnt angesichts des wachsenden Interesses an Elektromobilität und der stärkeren Aufmerksamkeit der Behörden zunehmend an Bedeutung.