Reifendruck, Montage und Lagerung: Wichtige Hinweise zur Reifenpflege | automotive24.center

Reifen richtig pflegen: Reifendruck, Montage und Lagerung

Der korrekte Zustand der Reifen beeinflusst direkt die Sicherheit des Fahrzeugs, die Fahrdynamik und den Bremsweg

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Dennoch unterschätzen viele Fahrer die Bedeutung einer regelmäßigen Kontrolle. Selbst geringe Abweichungen beim Reifendruck oder eine unsachgemäße Lagerung können zu beschleunigtem Verschleiß und einem veränderten Fahrverhalten führen. Wir erläutern, wie Reifen richtig gepflegt werden und welche Aspekte wirklich entscheidend sind.

Reifendruck – ein zentraler Parameter

Einer der wichtigsten Faktoren ist der Reifendruck. Er bestimmt die Aufstandsfläche auf der Straße, die Stabilität des Fahrzeugs, den Kraftstoffverbrauch und die Gleichmäßigkeit des Reifenverschleißes. Bei zu niedrigem Druck verformt sich der Reifen stärker, erwärmt sich schneller und nutzt sich an den Schultern stärker ab. In extremen Fällen kann dies die Karkasse beschädigen oder zu einem plötzlichen Druckverlust führen.

Auch ein zu hoher Druck beeinträchtigt die Fahreigenschaften. Die Aufstandsfläche wird kleiner, die Traktion nimmt ab und die Federung gibt Unebenheiten intensiver weiter. Zudem nutzt sich die Lauffläche in der Mitte schneller ab. Daher sollte man sich an die vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Werte halten und nicht nur auf eine visuelle Einschätzung vertrauen.

So prüft man den Reifendruck richtig

Der empfohlene Reifendruck ist in der Regel auf dem Türholm des Fahrers, in der Nähe des Tankdeckels oder im Bordbuch angegeben. Häufig gibt der Hersteller unterschiedliche Werte für Normalbetrieb und vollbeladenes Fahrzeug an. Dies ist besonders vor langen Fahrten, bei Mitnahme von Passagieren oder Gepäck zu beachten.

Die Druckprüfung sollte bei kalten Reifen erfolgen – also vor der Fahrt oder nach längerem Stehen. Nach der Fahrt erwärmt sich die Luft im Reifen, der Druck steigt vorübergehend an und die Messwerte sind ungenau. Zur Kontrolle kann ein Manometer an der Tankstelle oder ein eigenes Gerät verwendet werden. Empfohlen wird eine Überprüfung mindestens einmal im Monat sowie nach starken Temperaturschwankungen.

Montage und saisonaler Reifenwechsel

Der saisonale Reifenwechsel wirkt auf den ersten Blick einfach, doch Fehler bei der Montage können die Sicherheit beeinträchtigen. Beim Wechsel von Kompletträdern kann der Fahrer die Arbeit selbst erledigen, sofern Wagenheber, Radkreuz und eine ebene Fläche vorhanden sind. Das Aufziehen von Reifen auf Felgen sollte jedoch einer Fachwerkstatt überlassen werden, da hierfür spezielle Maschinen benötigt werden.

  • Vor dem Wechsel muss das Fahrzeug sicher fixiert werden
  • Die Radmuttern sollten vor dem Anheben des Wagens gelöst werden
  • Nach dem Anbringen sind die Räder mit dem richtigen Drehmoment anzuziehen
  • Nach 50–100 km sollte die Radverschraubung erneut überprüft werden

Außerdem ist auf den Verschleißzustand der Reifen zu achten. In der Regel wird empfohlen, das frischere Paar auf die Hinterachse zu montieren – unabhängig vom Antriebstyp. Dies trägt zur besseren Stabilität bei, besonders auf nasser Fahrbahn, wo ein Verlust der Haftung an den Hinterrädern besonders kritisch sein kann.

Reifen richtig lagern

Nach dem saisonalen Wechsel sollten die Reifen für die Lagerung vorbereitet werden. Sie sind von Schmutz, Steinen und Straßenchemikalien zu reinigen und anschließend auf Schnitte, Risse, Beulen und ungleichmäßigen Verschleiß zu untersuchen. Frühes Erkennen von Schäden ermöglicht eine rechtzeitige und ruhige Vorbereitung des Ersatzes für die nächste Saison.

Der ideale Lagerort ist ein trockener, kühler und dunkler Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung. Hohe Luftfeuchtigkeit, Temperaturschwankungen und UV-Strahlung beschleunigen die Alterung des Gummis. Kompletträder können liegend gestapelt oder aufgehängt gelagert werden, Reifen ohne Felgen sollten senkrecht stehen und regelmäßig gedreht werden.

Wann sollte man zwischen Winter- und Sommerreifen wechseln?

Der Wechsel zwischen Winter- und Sommerreifen hängt nicht nur vom Kalender, sondern vor allem von der Temperatur ab. Ein häufig genannter Richtwert liegt bei etwa 7 Grad Celsius. Sinkt die Durchschnittstemperatur dauerhaft darunter, verlieren Sommerreifen an Elastizität, während Winterreifen für sicheres Fahren besser geeignet sind.

Im Frühjahr kehrt sich die Situation um: Bei anhaltendem Temperaturanstieg nutzen sich Winterreifen schneller ab, verhalten sich auf trockenem Asphalt schlechter und können den Bremsweg verlängern. Ein Hinauszögern des saisonalen Reifenwechsels ist daher nicht ratsam. Entscheidend sind die tatsächlichen Wetterbedingungen und nicht allein das Kalenderdatum.

Zusammenfassung

Die richtige Reifenpflege erfordert keine komplizierten Maßnahmen, beeinflusst jedoch maßgeblich die Sicherheit und die Unterhaltskosten des Fahrzeugs. Regelmäßige Druckkontrolle, korrekte Montage, Überwachung des Verschleißes und sachgemäße Lagerung tragen dazu bei, die Lebensdauer der Reifen zu verlängern und ein berechenbares Fahrverhalten auf der Straße zu erhalten. Je aufmerksamer der Fahrer seine Reifen behandelt, desto stabiler verhält sich das Fahrzeug im Alltag.