
Mit diesem Projekt erprobt das Unternehmen eine Alternative zu klassischen batterieelektrischen Fahrzeugen und untersucht das Potenzial von Wasserstoff als Energieträger im Straßenverkehr.
Konzept und geplanter Marktstart
Die Entwicklung des Modells befindet sich in der Abschlussphase. Im kommenden Jahr will sich der Hersteller auf die finale Abstimmung des Fahrzeugs konzentrieren. Anschließend soll die Serienversion anlaufen. Der Marktstart wird derzeit für etwa 2028 erwartet.
Das Fahrzeug basiert auf einem elektrischen Antriebssystem, das seine Energie aus Wasserstoff-Brennstoffzellen bezieht. Dieses Konzept verbindet die Vorteile eines Elektroautos mit kurzen Betankungszeiten.

Wasserstoffspeicher im Fahrzeugboden
Zu den wichtigsten Besonderheiten des Modells gehört das neue Wasserstoffspeichersystem Hydrogen Flat Storage. Es besteht aus sieben miteinander verbundenen Behältern, die insgesamt mindestens 7 Kilogramm Wasserstoff aufnehmen können.
Der wesentliche Vorteil des Systems liegt in seiner kompakten Bauweise. Dank des geringeren Durchmessers der Behälter lassen sie sich im Fahrzeugboden unterbringen, ohne den Platz im Innenraum einzuschränken. Die Betankung erfolgt mit einem Druck von 700 bar und dauert rund fünf Minuten.
- Reichweite – bis zu 750 km
- Betankungszeit – rund 5 Minuten
- Anordnung der Tanks – im Fahrzeugboden

Fahrleistungen und Antriebssystem
Das Fahrzeug erhält Brennstoffzellen der neuen Generation. Die aktuelle Ausführung des Systems leistet rund 295 kW (401 PS) und ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 6 Sekunden. Diese Werte entsprechen der Klasse großer SUV und sind auf einen komfortablen Einsatz im Alltag ausgelegt.

Begrenzte Tankstelleninfrastruktur
Trotz der technischen Vorteile wird die Verbreitung von Wasserstofffahrzeugen durch die begrenzte Infrastruktur gebremst. In einigen Ländern gibt es weiterhin nur sehr wenige Wasserstofftankstellen, während sie in manchen Regionen vollständig fehlen.
Auch bei einer hohen Reichweite bleibt die Notwendigkeit, Fahrten anhand der verfügbaren Tankstellen zu planen, ein wichtiger Faktor. Ohne den Ausbau des Tankstellennetzes dürfte eine breite Einführung solcher Fahrzeuge schwierig bleiben.
Alternative technische Ansätze
Wasserstoff lässt sich nicht nur in Brennstoffzellen, sondern auch in konventionellen Verbrennungsmotoren nutzen. Dieser Ansatz ermöglicht es, die vertraute Fahrzeugarchitektur beizubehalten und den Umstieg auf einen neuen Kraftstoff zu vereinfachen. BMW hat sich jedoch für einen elektrischen Antrieb mit Wasserstoff-Brennstoffzelle entschieden.

Fazit
Das Wasserstoffprojekt BMW iX5 zeigt die technischen Möglichkeiten und das Bestreben des Unternehmens, die Energiequellen für seine Fahrzeuge breiter aufzustellen. Das Modell verbindet eine hohe Reichweite mit kurzen Betankungszeiten, seine Perspektiven hängen jedoch unmittelbar vom Ausbau der Infrastruktur und von der Marktnachfrage ab.
Derzeit bleiben Wasserstofffahrzeuge ein Nischenangebot. Die weitere Entwicklung der Technik und Infrastruktur könnte ihre Bedeutung für die Automobilbranche künftig jedoch verändern.