
Der Audi A6 der dritten Generation, intern Typ C6 (2004–2011), markierte einen bedeutenden Entwicklungssprung bei den Audi-Business-Limousinen. Häufig einfach als Audi A6 2004–2011 bezeichnet, debütierte die Limousine 2004, Avant-Kombi und Allroad quattro folgten 2005. Die Produktion endete 2011 zugunsten der vierten Generation C7. In Deutschland starteten die offiziellen Verkäufe Mitte 2004 über das Audi-Händlernetz.
Das Fahrzeug basiert auf der damals neuen MLB-Plattform (Modularer Längsbaukasten), die erstmals im A6 C6 zum Einsatz kam und für höhere Steifigkeit, geringeres Gewicht und besseren Raumkomfort sorgte. Markante Designmerkmale: die wuchtige Singleframe-Grill, scharfe Bi-Xenon-Scheinwerfer (optional) und fließende, windschnittige Linien (cw 0,28). Der Audi A6 dritte Generation wurde als Limousine, Avant-Kombi, Allroad (erhöhtes Crossover-Kombi) sowie in den sportlichen S6/RS6-Versionen angeboten. Das Motorenprogramm umfasste Hubräume von 2,0 bis 5,2 Litern (FSI/TFSI-Benziner und TDI-Diesel) mit Leistungen von 170 bis 580 PS, Getriebe waren Schaltgetriebe, Multitronic-Stufenlos, Tiptronic-Automatik, Antrieb front- oder quattro-allrad. Der Innenraum überzeugte mit Premium-Materialien, dem innovativen MMI-System und hohem Luxusanspruch. Der Audi A6 Test sieht ihn als Maßstab in der oberen Mittelklasse (E-Segment) für Komfort und Technologie.
Was ist neu gegenüber dem Vorgänger?
Im Vergleich zur zweiten Generation (C5, 1997–2004) war der Audi A6 III (C6) ein komplett neues Auto. Die MLB-Plattform ersetzte die alte Architektur, der Radstand wuchs um 83 mm (auf 2.843 mm), die Länge um 120 mm, die Breite um 45 mm – mehr Platz und bessere Fahrstabilität. Die Karosseriesteifigkeit stieg um 34 %, das Gewicht sank dank Aluminium in Fahrwerk und Motorhaube.
Das Design wurde radikal modernisiert: riesige Singleframe-Grill, optionale LED-Tagfahrleuchten, dynamischere Silhouette. Im Innenraum: hochwertigere Materialien (Leder, Holz, Aluminium), neu gestaltetes Cockpit mit Farbdisplay und ergonomischem Lenkrad. Der Komfort profitierte von deutlich besserer Geräuschdämmung (ca. 10 dB leiser) und optional adaptiver Luftfederung.
Technisch kamen Direkteinspritz-Motoren FSI/TFSI hinzu (z. B. 2.0 TFSI 200 PS statt alter Sauger), Common-Rail-TDI-Diesel (bis zu 15 % sparsamer), Multitronic mit 8 Stufen. Sicherheit: 5 Sterne Euro NCAP, zusätzliche Seitenairbags und aktive Kopfstützen. Insgesamt wurde der Audi A6 dritte Generation geräumiger, technisch fortschrittlicher und noch stärker auf Premium getrimmt – und überholte Konkurrenten wie die BMW 5er-Reihe in vielen Disziplinen.
Gebrauchtmarkt in Deutschland
In Deutschland gehört der Audi A6 2004–2011 weiterhin zu den beliebtesten Oberklasse-Gebrauchten, besonders bei Käufern, die viel Auto fürs Geld wollen. Auf Plattformen wie mobile.de und autoscout24.de gibt es hunderte Angebote, viele aus EU-Import (meist bessere Pflege) oder aus den USA. Avant-Kombis machen ca. 30 %, Limousinen ~60 %, Allroad sind selten, aber gefragt.
Aktueller Preisrahmen auf dem Gebrauchtmarkt: ca. 6.000–16.000 € je nach Baujahr, Laufleistung (meist 180.000–350.000 km), Zustand und Ausstattung. Der Durchschnitt liegt bei 9.000–12.500 €. Frühe Modelle 2004–2006 meist 6.000–9.000 €, gut erhaltene 2009–2011 mit geringerer Laufleistung 12.000–16.000 €. Die Preise sind relativ stabil, leichte Schwankungen durch Saison und Inflation. Orientative Marktpreise in Deutschland – am stärksten nachgefragt sind 3.0 TDI und 3.2 FSI mit Tiptronic und quattro. Die Nachfrage ist konstant hoch in Ballungszentren wie Berlin, München, Hamburg und Rhein-Ruhr, wo der A6 für Prestige und Langstreckenkomfort geschätzt wird. Der Audi A6 Test sieht ihn als clevere Alternative zur gebrauchten Mercedes E-Klasse mit meist besserer Wertstabilität.

Wichtigste Ausstattungslinien auf dem deutschen Markt
In Deutschland wurde der Audi A6 III in europaspezifischen Ausstattungslinien angeboten, mit Fokus auf Komfort, Technik und Alltagstauglichkeit. Typische Linien: Attraction (Basis), Ambition (sportlich), Ambiente (Komfort) und S line (Sport-Paket).
Attraction (Basis): Stoffsitze, Klimaanlage, Audioanlage mit 10 Lautsprechern, 16-Zoll-Felgen, ABS, ESP, 8 Airbags. Gebrauchtpreise meist 6.000–9.000 €.
Ambiente (Komfort): Lederinterieur, Klimaautomatik, Tempomat, Einparkhilfe, 17-Zoll-Felgen, MMI. Sehr gefragt, ca. 9.000–12.000 €.
Ambition: Sportsitze, straffere Fahrwerksabstimmung, Xenon, Multifunktionslenkrad. Beliebt, 10.000–13.500 €.
S line (Top-Sport): Sportfahrwerk, S line-Optikpaket, Leder/Alcantara, Bose-Sound, adaptives Licht, meist quattro. 12.000–16.000 €.
Typisch sind 2.0–3.0 TDI und 2.4–3.2 FSI-Benziner. Viele Importe bringen US-Versionen mit Automatik.
| Ausstattungslinie | Wichtigste Merkmale | Orientativer Gebrauchtpreis (€) |
| Attraction | Stoff, Klima, 16" Felgen | 6.000–9.000 |
| Ambiente | Leder, Klimaautomatik, PDC | 9.000–12.000 |
| Ambition | Sportsitze, Xenon | 10.000–13.500 |
| S line | S line-Optik, Bose, quattro | 12.000–16.000 |
Fazit
Der Audi A6 III passt hervorragend zum deutschen Markt als universeller Wagen für Familie, Dienstfahrten und Langstrecke. Geräumiger Innenraum für 5 Personen und großer Kofferraum (bis über 1.600 l beim Avant); wendig in der Stadt, sparsam auf der Autobahn; Allroad mit quattro für leichte Geländeeinsätze. Stärken: Premium-Qualität zu vernünftigen Gebrauchtpreisen, hohe Laufleistungsreserven (viele über 400.000 km), bleibender Status. Gegenüber der Konkurrenz punktet er meist mit besserem Komfort und Allrad-Souveränität.
Beim Gebrauchtkauf unbedingt prüfen: lückenlosen Scheckheftverlauf, Motorzustand (TDI-AGR-Verkokung, FSI-Ölverbrauch), Rost an Radläufen und Unterboden, tatsächliche Laufleistung (Carfax/VIN), Luftfederung (falls vorhanden). Eine gründliche Untersuchung bei einem Audi-Spezialisten ist Pflicht. Insgesamt bleibt der Audi A6 2004–2011 eine der besten Optionen, wenn man gehobene Business-Klasse zum fairen Preis sucht.